Kategorie: nackte Tatsachen

Verkalkte Herzen

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Ein 83-jähriger Patient erzählte mir, wie er zu einem Stent im Herzen kam:

„Es fühlte sich eng in meiner Brust an, ein Druckgefühl, gepaart mit starken Schmerzen, die bis hin zu meinem linken Arm ausstrahlten.“

So hätten die Beschwerden begonnen. Das habe ihn unruhig gestimmt, weil er bis dato keinerlei Probleme mit dem Herzen gehabt habe.

Trotz gesunder Lebensweise mit viel Bewegung habe ich Herzprobleme

„Ich bewege mich regelmäßig, rauche und trinke nicht, ernähre mich überwiegend mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten. Trinke hauptsächlich Wasser und das reichlich. Eigentlich dürfte ich kein Herzpatient sein, oder? Aber mein Alter“, fügt er mild lächelnd hinzu. „Das wird es wohl sein: Ich bin immerhin 83 Jahre alt, da kann schon mal was verkalken.“

Labortest bringt zu hohe ldl- und Triglycerid-Werte zutage

„So gesund ich mich auch ernährte und lebte: entweder waren meine ungünstigen Blutfett-Werte wie ldl-Cholesterin und Triglyceride von meinem Vater genetisch geerbt oder ich hatte eine Fettstoffwechselstörung, anders konnte ich mir den verkalkten und verengten Zustand meiner Herzarterie nicht erklären. Zumal ich andere Männer und Frauen in meinem Alter kenne, die nicht so gesund leben wie ich und dennoch deutlich weniger verkalkt sind am Herzen. Der Arzt habe ihm erklärt, dass das Verhältnis von ldl- und hdl-Cholesterin bei ihm ungünstig sei.

ldl und hdl-Cholesterin im Verhältnis zueinander

Was ihn erstaunt habe: Obwohl der Arzt ihm bescheinigt habe, dass sein Gesamt-Cholesterinwert im Normbereich sei, hätte er wegen seines zu hohen ldl-Anteils Probleme. Man dürfe nicht nur die einzelnen Werte an ldl- und hdl-Cholesterin betrachten, sondern es müsse auch das Verhältnis zwischen diesen beiden Stimmen. Und da herrsche bei ihm ein deutliches Ungleichgewicht. Und seine viel zu hohen Triglycerid-Werte täten ihr Übriges, so dass es notwendig sei, einen Blutfett-Senker einzunehmen.

Das ldl-Cholesterin steht im Verdacht, Ablagerungen in den Arterien zu verursachen und wird deshalb umgangssprachlich als „böses“ Cholesterin bezeichnet.

Zusammen mit der Ultraschallaufnahme am Herzen, die der Arzt zuvor gemacht hatte, kam er zu dem Schluss, dass es Zeit wurde, etwas zu unternehmen. Angesichts der akuten Beschwerden im Brustbereich empfahl er seinem Patienten, sich ins Katheter-Labor eines Klinik-Kollegen zu begeben.

„Das machte mir Angst, immerhin ging es um mein Herz, ist ja unser „Motor“ – und wenn der nicht mehr richtig funktioniert, da macht man sich den einen oder anderen dunklen Gedanken: `Muss da jetzt was gemacht werden und wie überstehe ich sowas in meinem Alter?“

Was tun, wenn ein Herzgefäß stark verkalkt und dadurch verengt ist?

Der Kardiologe rät ihm erneut dringend zum Eingriff, denn eine starke Verkalkung und Verengung könne schlimmstenfalls zu einem Herzinfarkt führen.

Zum Nachdenken war nicht mehr viel Zeit, er beschloss, den Eingriff anzugehen und teilte seine Entscheidung dem Kardiologen mit.

„Ich spreche es mit meinem Klinik-Kollegen ab. Er wird Ihnen recht schnell einen Termin einräumen in seinem Katheter-Labor und Sie gehen dann bitte am frühen Morgen nüchtern zu ihm. Er wird einen Katheter einführen und mit Hilfe eines Kontrastmittels sehen können, was genau zu tun ist.“

„Was wird denn da gemacht?“, habe er nachgefragt.

Was im Herz-Katheterlabor gemacht wird

„Zunächst einmal wird der Kollege sich angucken, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht, was den Grad der Verkalkung und die daraus resultierende Verengung der Herzgefäße angeht.“

„Aha“, denkt sich der Patient, „da habe ich ja vielleicht noch eine Chance, dass es nicht so arg aussieht.“

Der Kardiologe hatte ihm erklärt, wie es weitergehen würde, wenn etwas unternommen werden musste. Er würde einen Stent eingesetzt bekommen. So ganz genau hatte er nicht verstanden, wie sowas abläuft. Woran er sich erinnerte, waren Worte und Aussagen wie: „Gefäß dehnen“, „Stent einsetzen“, „Stent ist eine Stütze, die drinbleibt, damit das Blut wieder ungehindert durchfließen kann.“

Eine Vollnarkose sei nicht vonnöten. Sollte der Arzt den Katheter über die Hand, bzw. den Arm führen, bekäme er eine entsprechende lokale Betäubung – das Gleiche gelte für die Leiste, von da aus sei es auch möglich, den Herz-Katheter zu legen und ihn bis hin zum Herzen zu führen. Genaueres würde er beim Kollegen im Katheter-Labor erfahren: „Ein ausgesprochen versierter Experte, was Herz-Stents angeht“, diese Worte gab er seinem Patienten mit auf den Weg.

„Dennoch konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich fragte mich immer wieder: `Was, wenn mein Herz es nicht schafft?`“

Müde und nüchtern habe er sich am Morgen seines Termins in die Kardiologie der empfohlenen Klinik fahren lassen. Das so genannte Katheter-Labor sah aus wie ein OP-Raum. Das habe seine Ängste erneut verstärkt. Dann aber sei er heilfroh gewesen, als der Klinik-Kardiologe auf ihn zugekommen sei mit einem Lächeln, das Zuversicht ausstrahlte.

„Trotz meiner Ängste bekam ich das Gefühl, in richtigen Händen zu sein. Ich brauchte daher kein Beruhigungsmittel.“

Was dann folgte, sei ein Minimalschnitt am Arm gewesen, von Anfang bis Ende der Prozedur (das Ganze dauerte so circa 40 Minuten) habe er kaum einen Schmerz gespürt.

„Mein Kopf war klar, ich hatte ja nur eine lokale Betäubung. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was besser ist: lokal betäubt zu sein und alles mit dem Kopf mitzukriegen oder eine Vollnarkose, die das Risiko des Nicht-wieder-Aufwachens mit sich bringen könnte.“

Erstaunlich ruhig habe er gelegen, während ihm der Katheter eingelegt worden sei. Als die Prozedur zu Ende war, informierte ihn der Kardiologe:

Herz-Stent eingesetzt

„Sie haben einen Stent bekommen, denn ihre Beschwerden rührten daher, dass die Arterie stark verengt war. Und es handelt sich nicht um irgendeine Arterie, sondern um einen großen Ast.“

Okay, damit waren die stets wiederkehrenden Beschwerden erklärt, die ihm große Angst eingejagt hatten.

„Der Stent liegt jetzt optimal an der Gefäßwand. Das Blut kann jetzt wieder ungestört und frei fließen.“

Er sei anschließend auf die normale Station zur Beobachtung verlegt worden für eine Nacht.

„Ich fühle mich großartig, Herr Doktor!“, habe er seinem Arzt zugerufen. „Gar kein Enge- oder Druckgefühl mehr in meiner Brust, keinerlei Schmerzen! Als sei mir ein neues Leben geschenkt worden!“

Nach dem Implantieren eines Herz-Stents: zunächst schonen

„Das freut mich für Sie. Ihre Lebensqualität sollte durch den neuen Stent nicht beeinträchtigt sein. In wenigen Tagen können Sie Ihr normales Leben wieder fortsetzen – nur bitte darauf achten, dass Sie sich in der ersten Zeit nicht zu sehr anstrengen, keine allzu schweren Sachen heben. Regelmäßig bewegen hilft Ihrem Herzen und Ihnen: aber bitte stets moderat: täglich 30 bis 60 Minuten wären optimal. Wir sind ja keine Leistungssportler. Sparziergänge an der frischen Luft, Wandern, Rad fahren zum Beispiel wären passende Sportarten.“

„Mache ich sowieso, Herr Doktor, und werde ich auch fortsetzen, versprochen. Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll. Es fühlt sich so anders, so frei an!!!“

Dies ist ein subjektiver Erfahrungsbericht, kein medizinischer Artikel

Dies ist kein medizinischer Artikel, sondern die subjektive Erfahrung eines 83-jährigen Herz-Patienten, soweit er sich an die Vorgänge erinnert. Ich habe sie deshalb niedergeschrieben, weil ich allen Menschen Mut machen will, die Probleme mit ihrem Herzen haben. Auch denen, die jenseits der 80 sind und vielleicht vermehrt Angst haben, wenn sie unter Herzbeschwerden leiden. Wir haben – wie in diesem Fall – fantastische Fachärzte, die dafür sorgen, dass das Herz wieder ordentlich pumpt und der Blut-Durchfluss wieder gewährleistet ist. Ärzte, die Beschwerden wie Verengung der Herzkranzgefäße gekonnt beseitigen und ihrem Patienten „ein neues Leben schenken“.

Dieser Erfahrungsbericht ersetzt in keiner Weise den Gang zu Arzt, wenn Beschwerden vorliegen sollten!

Was man selbst tun kann fürs Herz

Sanfte Sportarten wie moderates Radfahren an der frischen Luft oder wandern/Spaziergänge helfen, das Herz gesund zu erhalten.

Wie an unserem Fallbeispiel zu erkennen ist, kann das Herz leider auch dann verkalken, wenn man in puncto Ernährung & Bewegung alles richtig macht. Das kann daran liegen, dass man entweder

— mit der Zeit das Risiko einer Verkalkung der Herzgefäße steigt (es sind eher ältere Leute, die darunter leiden)

— eine genetische Disposition vorliegt

–Bluthochdruck

— unter einer Fettstoffwechsel-Störung leidet

— manche machen auch Infektionen verantwortlich, die verursacht werden durch Bakterien, Viren oder Pilze.

Auch wenn es genetisch bedingt sein mag, kann man selbst einiges tun, um einer eventuellen Verschlimmerung zuvorzukommen:

–Weiterhin regelmäßig bewegen und gesund ernähren.

— Wurden vom Kardiologen Medikamente zur Blutverdünnung, zum Absenken des Bluthochdrucks und/oder der Blutfett-Werte wie Cholesterin, Triglyceride (so genannte „Lipid-Senker“) verordnet, weil es nicht ausreicht, diese Werte allein durch eine gesunde Lebensweise und viel Bewegung zu senken, sollten diese eingenommen werden.

— Regelmäßig zur Herzkontrolle gehen, damit festgestellt werden kann, ob eine Verengung vorliegt/droht. Und natürlich auch deshalb, um zu überprüfen, ob und in welchem Maße es gelungen ist, Blutdruck- und Blutfettwerte zu senken.

Aderlass in modernen Zeiten

Im Mittelalter manchmal problematisch, in modernen Zeiten kann ein Aderlass bei richtigem Vorgehen und unter ärztlicher Aufsicht u.a. helfen, den Bluthochdruck zu senken
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Aderlass kann sich positiv auf Bluthochdruck auswirken. Diejenigen Mediziner und Heilpraktiker, die einen Aderlass vornehmen, berichten, dass es einigen Bluthochdruck-Patienten geholfen habe. Ein weiteres Leiden ist die Migräne, bei der die Zahl/Häufigkeit der Schmerzanfälle und auch die Schmerzintensität reduziert werden können.

Vor einem Aderlass den Hämoglobin-Wert ermitteln

Mediziner weisen auf einen wichtigen Aspekt hin, der vor einem geplanten Aderlass unbedingt geklärt werden muss:

Das Blut muss dahingehend untersucht werden, ob es genügend Hämoglobin enthält. Das ist der Stoff, der unserem Blut ihre rote Farbe verleiht. Eine wichtige Aufgabe des Hämoglobins ist der Transport von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid im Blut.

Nur dann, wenn Frauen mindestens einen Hämoglobin-Wert von 12g/dl haben (Normalwerte liegen bei 12-16g/dl) und Männer 14g/dl (normal sind 14-18g/dl), gibt es grünes Licht für einen Aderlass. Andernfalls landen wir bei einer Problematik, die früher im Mittelalter vorkam.

Im Mittelalter ein Risiko

Im Mittelalter, als es keine Labore gab, die die Bestandteile des Blutes analysierten, ging das Aderlassen bei einigen Leuten schief: Sie wussten nicht, dass sie über zu wenig Hämoglobin verfügen oder zur Blutarmut (Anämie) neigen.

Wenn bei Menschen mit zu wenig Hämoglobin das Blut herausfloss, führte dies zu gravierenden gesundheitlichen Problemen bis hin zum Tod. Weil die nötigen Kenntnisse noch nicht vorlagen, ging man manchmal so vor: „Wenn es nicht hilft, 300 ml Blut rauszulassen, dann entnehmen wir 400/500/600/700ml…“ Was bei einem eklatanten Hämoglobin-Mangel zu einer rapiden Verschlechterung führte.

In unseren modernen Zeiten sind wir aufgeklärter und wir wissen, worauf geachtet werden sollte. Falls nicht, gibt es Ärzte, Medizinbücher und Online-Medien als Info-Quellen. Werden die notwendigen Rahmenbedingungen eingehalten, können Aderlässe u.a. dazu beitragen, den Bluthochdruck zu senken oder die Anzahl/Häufigkeit von Migräneanfällen zu verringern. Eine mögliche Alternative zu Medikamenten, die mit gravierenden Nebenwirkungen einhergehen können.

Vorsicht bei zu wenig Eisen im Blut oder bei einem Vitamin B12-Mangel

Wer auch vorsichtig sein sollte, sind diejenigen mit zu wenig Eisen im Blut. Der Eisengehalt wird mit dem Blutverlust weniger. Bei Vitamin-B12-Mangel sollte ebenfalls ein Arzt zu Rate gezogen werden. Wer keine Kenntnis über seinen Vitamin B12-Haushalt hat, sollte dies vorab klären.

Nicht alle Ärzte oder Heilpraktiker machen Aderlässe. Manche Mediziner lassen nur bestimmte Indikationen zu, wie z.B. die so genannte „Eisenspeicherkrankheit“.  Hierbei liegt eine erhöhte Eisenaufnahme aus der Nahrung vor. Bei dieser Krankheit macht es Sinn, mit Hilfe von Aderlässen die Eisenmenge zu reduzieren.

Das Prozedere beim Aderlass

Wer einen Arzt mit Kassenzulassung findet für den Aderlass, zahlt selbst nichts aus der eigenen Tasche. Heilpraktiker stellen eine Rechnung aus, die variieren kann. Es lohnt sich also, sich vorher zu informieren. Um eine ungefähre Vorstellung von den Kosten zu bekommen: Mit 60 Euro pro Aderlass ist durchaus zu rechnen. Wie lange, in welcher Menge und in welchen Abständen man sich Blut abzapfen lassen sollte, ist am besten mit dem Arzt zu besprechen.

Der Unterschied zur normalen Blutabnahme ist: Es wird mehr Blut rausgelassen in einer Bandbreite von 100 bis 500 ml. Wer zur Blutspende geht, gibt ca. 500 ml ab. Hildegard von Bingen empfahl für den Aderlass 100 ml.  

Der konkrete Ablauf des Aderlasses sieht so aus:

Zunächst wird die Einstichstelle desinfiziert, wie bei der normalen Blutabnahme auch. Ein tiefer Stich mit der Nadel in die Armvene und wenn sie getroffen wurde, fließt das Blut über einen Schlauch in einen Plastikbeutel. Es kann einem durchaus schummrig werden – dann kann man den Arzt, Heilpraktiker oder die Schwester/den Krankenpfleger darum bitten, den Druck der Binde am Oberarm leicht zu lockern. Besser ist es, wenn man währenddessen nicht allein gelassen wird, damit sofort reagiert wird, wenn man sich total unwohl fühlt o.ä.

Nach dem Aderlass entweder sehr viel Wasser trinken oder aber sich eine Elektrolyte injizieren lassen, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Wichtig: Hier geht es um allgemeine Informationen zum Thema „Aderlass“. Ein geplanter Aderlass sollte mit Bedacht und vor allem mit ärztlicher Begleitung angegangen werden. Die Infos ersetzen in keinem Fall eine Beratung durch Ärzte.

Dicker oder dünner an der Darmschraube drehen

Die Schraube soll einen Kothaufen stilisieren, deren Konsistenz änderbar ist

Das mit der „Darmschraube“ ist natürlich sinnbildlich gemeint und steht dafür, wie wir selbst die Konsistenz des Stuhls beeinflussen können. Manche haben über Jahre und Jahrzehnte hinweg eine gut funktionierende Verdauung. Sie können weitgehend regelmäßig und problemlos ihren Darminhalt leeren. Bei anderen hingegen fällt es entweder zu fest aus (Verstopfung) oder es tendiert zu einer Flade bis hin zum Durchfall.

Bei einer ernsthaften Erkrankung im Magen-Darm-Bereich, die vielleicht auch noch länger anhält, sollte nicht selbst rumgedoktert werden. In solchen Fällen ist der (Fach-)Arzt aufzusuchen. Wenn es lediglich darum geht, Einfluss auf die Stuhlkonsistenz zu nehmen mit natürlichen Mitteln, eignen sich folgende Tipps. Ich habe im Dschungel der Empfehlungen nur diejenigen herausgepickt, die wirklich erprobt sind.

Soll dünner werden

  • Haferkleie

Der Darm liebt Haferkleie. Zusammen mit viel Wasser ist dies eine sehr natürliche und sanfte Art, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Wer bei Haferkleie Demeter-Bio-Qualität findet, sollte zugreifen: nach meiner Erfahrung mit das Beste, was es auf dem Biomarkt gibt. Der riesige Bio-Trend mündet mittlerweile in dem Slogan: „Nicht überall, wo BIO draufsteht, ist auch BIO drin.“ Bei Demeter-Produkten bin ich bisher noch nie enttäuscht worden.

  • Getrocknete Pflaumen

Die getrockneten Pflaumen in Wasser einweichen und danach essen. Wer sie trocken ist, bewirkt, dass die Pflaumen dem Körper Wasser entziehen. Einweichwasser kann auch getrunken werden. Was besser schmeckt: Die eingeweichten Pflaumen zum Smoothie mixen, etwas frischen Ingwer dazugeben und trinken. Ingwer wärmt und desinfiziert auf natürliche Art.

  • Leinsamen

Leinsamen enthalten Öl, Eiweiße, Ballaststoffe. Die Ballaststoffe binden Wasser und quellen auf (dies ist der Grund, warum man viel trinken sollte, wenn man Leinsamen zu sich nimmt). Ansonsten riskiert man, dass die Verstopfung noch schlimmer wird. Wenn jemand zu Darmverschluss neigt, sollte er/sie lieber die Finger von aufquellenden Mitteln wie Leinsamen, Haferkleie oder Flohsamen lassen – oder nur unter ärztlicher Aufsicht die Sache angehen.

Am besten ganze Leinsamen kaufen und zu Hause in Gewürzmühle schroten. Das soll den Stuhl geschmeidiger machen. Leinsamen wird nachgesagt, eine hormonelle Wirkung zu haben. Daher wird geraten, nicht über einen zu langen Zeitraum hinweg es einzunehmen, sondern zwischendurch zu pausieren.

  • Flohsamen (Vorsicht!)

Flohsamen machen den Stuhl zwar dünner, aber es sollte auf keinen Fall vergessen werden, viel Wasser zu trinken. Flohsamen binden sehr viel Flüssigkeit (um zu bewirken, dass sie schön aufquellen, braucht es eine Menge Wasser). Bei zu wenig Flüssigkeitszufuhr kann es nach hinten losgehen bis hin zum gefährlichen Darmverschluss. Wer dazu neigt, das Trinken zu vergessen/zu vernachlässigen, sollte lieber die Finger von Flohsamen lassen.

  • Viel Trinken

Immer angesagt: Egal, ob man zu Verstopfung oder zu flüssigen Fladen neigt oder keine Beschwerden hat: Trinken ist essenziell. Auch dann trinken, wenn sich das Durstgefühl noch nicht meldet.

  • Viel bewegen

Generell angebracht: Bewegung. Wer sich zu wenig bewegt, darf sich nicht darüber beschweren, dass auch der Darminhalt sich nicht/ kaum regt.

Soll dicker werden

Was bei Kuhfladen normal ist, ist beim Menschen eindeutig zu dünn. Lässt sich aber wieder zurückschrauben mit Mitteln, die weiter unten erwähnt werden.
  • Schwarzer Tee

Trägt dazu bei, eine festere Stuhlkonsistenz zu erlangen.

  • Porridge

Ein Porridge mit Haferkleie, Hafermilch und einem geriebenen Apfel ist bekömmlicher als ein normales Müsli, weil alles aufgekocht wird. Das kann der Darm im akuten Durchfall-Zustand besser verarbeiten als Rohkost. Die Schale des Apfels sollte unbehandelt sein, denn es ist wichtig, dass sie im Porridge landet: Sie enthält Pektine, die in der Lage sind, den Stuhl einzudicken. Das erinnert an selbst gemachte Marmelade, bei der auch Apfel-Pektine benutzt werden können, um auf den eindickenden Gelierzucker verzichten zu können. Was also bei der Marmelade funktioniert, scheint auch in unserem Organismus zu funktionieren: die Masse wird dicker.

  • Karottensuppe

Vor allem, wenn das Ganze mit krampfartigen Schmerzen einhergeht, ist eine Karottensuppe zu empfehlen. Das Süppchen enthält nur Karotten, Wasser und etwas Salz.

  • Elektrolyte-Haushalt wieder ausgleichen bei Flüssigkeitsverlust durch Durchfall

trinken, trinken, trinken: am besten stilles Mineralwasser guter Qualität, abgekochtes und danach abgekühltes Leitungswasser (wenn das hauseigene Leitungswasser unbedenklich ist), ungesüßte Kräutertees.

Über die reine Flüssigkeit hinaus sollten die verlorenen Salze wieder zugeführt werden. Elektrolyte-Produkte kann man in der Apotheke fertig kaufen oder aber ein entsprechendes Getränk selbst herstellen:

Selbst gemachte Elektrolyte:

Hauptbestandteil sind Wasser und Kochsalz. Man nehme 1 Liter Wasser und füge 1 TL Speisesalz hinzu. Weitere mögliche Zutaten: Traubenzucker, zerdrückte Banane oder Saft einer ausgepressten Orange.

  • Wärmflasche (hilfreich bei krampfartigen Schmerzen im Magen-Darm-Bereich)
  • Darmfreundliche Kräutertees

Fenchel, Kamille (nur dann, wenn Korbblütler wie Kamille vertragen werden), Brombeerblätter, Kümmel, Thymian, Oregano)

Wichtig: Dies sind nur allgemeine Infos. Sie ersetzen in keinem Fall eine ärztliche Beratung oder den Gang zum Arzt.

Nackte Tatsachen

Die Bluse spannt an Busen und Bauch, die Hose schneidet beim Schließen ins Fleisch – dennoch nehmen wir die Klamotten eine Nummer zu klein, denn wir nehmen uns vor: Wir werden diese überschüssigen Pfunde abnehmen und dann wird es toll aussehen! Das Ergebnis ist meist folgendes: Wir zwängen uns in die zu klein geratenen Kleider und sehen aus wie eine Wurst mit Taille. Das Abnehmen zieht sich in die Länge, bis wir aufgeben und die unpassenden Klamotten verstauen. Dabei würde es uns viel besser stehen, eine Nummer größer zu kaufen: Kein Spannen mehr, keine eingezwängte Wurst – gut und leger angezogen eben. Also, doch lieber zu 40 greifen, statt sich in 38 oder gar 36 einzuzwängen. Und wenn die Bluse in Größe 40 an einer Stelle zu weit sein sollte, gibt es Änderungsschneider, bei denen wir die Bluse am Bauch ein wenig enger nähen lassen können: Sieht klasse aus: oben kein Spannen mehr, dafür eine schöne Linie hin zum Bauch.

Warum fällt es manch einem so schwer, die tatsächliche Konfektionsgröße zu akzeptieren? Warum sehen wir den nackten Tatsachen nicht ins Gesicht? Warum rennen wir stattdessen Idealen hinterher, die schwer bis gar nicht erreichbar sind? Hat die Mode- und Schönheitsindustrie einen solch massiven Einfluss auf uns, dass wir nicht mehr in der Lage sind, vernünftige Entscheidungen zu treffen? Nehmen wir Ältere nicht wahr, dass es oft blutjunge Modelle sind, die uns aus den Magazinen ins Auge springen? Dazu noch mit Körpermaßen, die wir nie hatten und nicht haben werden? Ganz zu schweigen von der Photoshop-Kunst, die uns den Rest gibt. Wäre es denn so schön, wenn wir alle gleich aussehen würden?  Der Reiz könnte doch darin liegen, dass wir uns unterscheiden. Eine merklich schräge Nase kann mir ein unverwechselbares Aussehen verleihen. Wenn ich meine Nase schön finde, dann strahle ich das auch aus. Wenn nicht, renne ich zum Schönheitschirurgen und lasse sie operieren. Aber dann sehe ich anders aus – geradliniger vermutlich – aber habe ich dann nicht einen Teil von mir abschneiden lassen, der zu mir gehörte? Nun, dass muss jeder mit sich ausmachen. Wenn jemand sich so unglücklich fühlt mit der angeborenen Nase und nach der OP tatsächlich viel zufriedener rumläuft, dann ist es okay. Dennoch sei die Frage erlaubt, inwiefern es mit mangelndem Selbstbewusstsein zu tun hat und mit der Tatsache, dass man nicht klarkommt mit dem, was außerhalb der so genannten Norm liegt.

Wir von lucky lado plädieren dafür, zu den nackten Tatsachen zu stehen. Wer selbstbewusst zu seinen Mängeln und Schwächen steht, strahlt dies auch nach außen aus. Ist es nicht so, dass wir von der Ausstrahlung eines Menschen stärker beeindruckt sind als von seiner geraden/ungeraden Nase?