Kräuter und Tees, die wach machen

Der Klassiker: schwarzer Tee. Ein Samowar liefert den ganzen schönen Tag über köchelnd heißes Wasser für schwarzen Tee. Beliebt in Ländern wie Russland oder Türkei. Der Wachmacher im Tee ist das Teein. foto: shutterstock

Es muss nicht immer Kaffee sein. Es gibt auch reichlich Tees und Kräuter, die einen wach machen. Schwarzer Tee ist der Klassiker.

Wachmacher aus der Natur: schwarzer, grüner oder weißer Tee

Große Tee-Nationen wie Russland, Japan, China oder Türkei zelebrieren eine Teekultur, die Land und Leute prägt: Tee zum Frühstück, Tee in Teehäusern im geselligen Miteinander, Tee in wohlgeformten Samowars, die mit ihrem stets köchelndem Wasser den ganzen Tag über für Nachschub sorgen. Während in Russland oder der Türkei überwiegend schwarzer Tee getrunken wird, sind in Japan und China auch die grüne oder weiße Version weit verbreitet. Ihre Wurzeln gehen auf einen Teestrauch zurück: „Camellia sinensis“.

Der Wachmacher im schwarzen Tee ist das so genannte „Teein“, das dem Koffein im Kaffee ähnelt. Der Unterschied soll darin bestehen, dass für eine Tasse Tee weniger Teeblätter benötigt würden als Kaffeebohnen für eine Tasse Kaffee. Die Wachmach-Kurve ist bei Tee nicht so steil wie bei Kaffee, dafür fällt sie nicht so abrupt wie bei Kaffee oder Espresso – sie hält länger an (insbesondere ist dies bei grünem Tee der Fall).

Mit einem stilvollen Samowar lassen sich die guten Eigenschaften des schwarzen Tees auf raffinierte Art und Weise rauskitzeln: im unteren großen Kessel wird Wasser gekocht, oben landet der schwarze Sud in einer Kanne. Morgens, wenn man den ersten Tee macht, wird er recht schnell getrunken, um in den Genuss der anregenden Wirkung zu kommen.

Schwarzer Tee soll innerhalb von fünf Minuten belebend wirken, danach neutral bis entspannend. Je länger die Teeblätter im Sud ziehen, desto mehr Gerbstoffe landen in der Teetasse: das kann sich beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt auswirken. Anregend und beruhing zugleich, je nachdem, wie lange schwarzer/grüner/weißer Tee einzieht und woher die Teesträucher kommen. Ein Vorteil gegenüber Kaffee ist, dass weitaus mehr Tee getrunken werden kann, ohne Magen, Darm oder Nerven zu strapazieren. Bei Kaffee kann es durchaus vorkommen, dass man sich nach der fünften oder sechsten … Tasse nervös fühlt, hippelig wird oder Übelkeit im Magen verspürt.

Über den ganzen Tag hinweg köchelt es im Samovar und zu jedem Anlass wird Tee eingeschenkt. Es braucht auch gar keinen Anlass: oftmals ist es auch pure Gewohnheit, die einen zur Teetasse greifen lässt. Ganz zu schweigen davon, dass Gäste in Ländern mit einer langen und ausgeprägten Teekultur mit dem aromatischen Heißgetränk empfangen und bewirtet werden: Tee ist die aromatische Verlängerung des geselligen Miteinanders.

Hier eine Auswahl an schwarzen und grünen Tees, die ich kenne und die mir munden:

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Aromatischer Schwarztee in Pyramidenbeuteln von „PG“AFL: https://amzn.to/2JNDURV

Grüner Tee lose von „Lebensbaum“AFL: https://amzn.to/39LpDAm

Schießt bei mir übers Ziel hinaus: Matcha-Tee

Matcha-Tee soll stark beleben, heißt es. Als es groß aufkam, habe ich es mir besorgt, weil ich nach einer Alternative zu Espresso und Cappuccino war. Ich kann 5 Espressi trinken, danach geht es nach hinten los: ich werde fahrig und nervös. Bei Matcha ging es noch schneller: schon nach der zweiten Teetasse fühlte ich mich so, dass ich mir schwor, nie wieder dieses Zeug zu trinken. Es mag Leute geben, die nicht so heftig auf Matcha reagieren – für die ist es sicher ein interessanter Muntermacher.

Ich weiß nicht, warum ich so heftig auf Matcha-Teepulver reagiere. Zumal als Basis bestimmte Grünteesorten verwendet werden. Da müsste doch die Wirkung ähnlich wie bei Grüntee sein. Ist aber bei mir nicht so, also lasse ich es lieber mit Matcha. Ich war kurz davor, mir teure Utensilien zu kaufen, die es für die Matcha-Teezeremonie gibt: Bambusbesen zum Umrühren des Pulvers und ein spezielles, ostasiatisch anmutendes Gefäß. Die längere Zubereitungszeit schreckte mich eher ab. Obwohl ich mein Erstes Mal mit einem teuren Bio-Produkt hatte, schmeckte mir der Matcha-Tee ordinär nach Gras. Die Kurve zum Aufwachen fiel bei mir weg, ich war gleich oben auf – mit einem Level an Nervosität, den ich nicht noch einmal erleben wollte. Nicht jeder Tee-Trend ist auch gut für einen selbst, muss man ausprobieren, um es herauszufinden.

Wer Matcha-Tee gut verträgt und den Geschmack mag, kann sich mal an der Matcha-Zeremonie mit dazugehörigen Utensilien versuchenAFL:

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Mate- und Yogi-Tee

Der klassische Yogi-Tee enthält Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken und etwas Pfeffer. Lässt sich mit Milch gut aufbereiten. Sind überwiegend Zutaten, die belebend wirken können: So richtig hellwach macht mich Yogi aber nicht. Ich kenne aber Leute, die sehr zufrieden sind, weil Yogi-Tee sie sanft belebt.

Soll auch anregend wirken: Yogi-Tee in der Klassik-Version mit u.a. Zimt, Kardamom, Pfeffer

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Matetee

Meine dritte Enttäuschung nach Matscha- und Jogie-Tee: der in Südamerika häufig getrunkene Matetee. Schmeckt okay, aber macht mich keineswegs wach. Obwohl Mate-Blätter den Wachmacher Koffein enthalten sollen, spüre ich davon nichts. Dann doch lieber schwarzer oder grüner Tee – weil ich einen starken schwarzen Tee mit Honig versüßen oder mit Milch aufpeppen kann. Abgesehen davon hält mich schwarzer Tee wach. Matetee mit Honig oder Milch schmeckt mir hingegen nicht.

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Belebende Kräuter

Die stärksten Wachmacher aus der Kräuter- und Teeecke, die ich kenne, sind:

Rosmarin und Petersilie.

Eher als Gewürze vertraut beim Kochen, aber durchaus hilfreich, wenn es darum geht, sich einen sanften Kick zu verschaffen.

Rosmarin

Grüne Nadeln des Rosmarins. Wirken sowohl belebend als auch entspannend.

Ein Tee mit grünen Rosmarin-Nadeln regt an: Rosmarin mit kochendem Wasser aufgießen, circa 7 Minuten ziehen lassen und über den Tag hinweg trinken.

Belebend sind vor allem die ätherischen Öle des Rosmarins. Dem intensiv duftenden Kraut wird u.a. eine durchblutungsfördernde und tonisierende Wirkung nachgesagt.

Petersilie: als Bruscetta oder Kräuter-Tee macht sie müde Männer und Frauen munter

Entweder mit Tomaten und Mozarella als eine Art Brusceta essen oder – why not – mit kochendem Wasser übergießen und ähnlich wie bei Tee circa 7 Minuten ziehen lassen. Um das Ganze geschmacklich aufzupeppen, passen Pfefferminze oder Ingwer gut zur Petersilien-Variante.

Das Interessante an Petersilie ist, dass sie relativ viel Eisen enthält. Und wer unter Eisenmangel leidet, fühlt sich oftmals müde. Petersilie kann also müde Männer und Frauen munter machen.

Gut bei Eisenmangel, der Müdigkeit hervorrufen kann: Petersilie enthält recht viel Eisen.

Guarana

„Guaranaaa – huaaaaa!“ Hörte ich so einige hinter vorgehaltener Hand geheimnisvoll raunen. „Eigentlich eine Droge, aber…“. Aha Droge. Drogen sind nicht so meins, aber ich fing trotzdem an, mich mit Guarana zu beschäftigen. Weil ich einen stärkeren Wachmacher als den gängigen schwarzen Tee oder Espresso wollte.

Guarana soll ja wacher machen als Kaffee, heißt es zumindest. Ich begann zaghaft mit einem Guarana-Kaugummi: keinerlei Wirkung. Danach eine Nummer stärker als Pulver eingenommen: spürte immer noch nix. Es soll ja auch verbotene Drogen geben, die bei manchen keinerlei Wirkung zeigen – ich scheine zu dieser Gruppe zu gehören. Guarana bei mir also wirkungslos und daher uninteressant.

Und was ist mit Kreuzkümmel, Brennnessel, Chili?

Tja, das würde ich auch gerne wissen. Bei Kreuzkümmel und Brennnessel ist mir nicht aufgefallen, dass ich nach dem Verzehr/Trunk mich wacher gefühlt hätte.

Roter Chili enthält Capsaicinoide, die uns Schärfe und Hitze empfinden lassen: kann munter stimmen, muss aber nicht.

Chili umgibt die Aura des „Aphrodisiakums“: kann schon sein, dass Chili munter macht. Die im Chili enthaltenen Capsaicinoide reizen die Nerven des Rachenraums, wir fühlen die Schärfe, Hitze kommt auf. Chili wirkt durchblutungsfördernd. Während und nach einem Essen mit viel Chilli stelle ich lediglich fest, dass das Essen so scharf war, dass mir rein körperlich heiß wird (ohne, dass ich an Erotisches denke) und dass ich mächtig schwitzte. Dass Chili Endorphine ausschütten lässt, habe ich leider noch nicht erlebt. Chili in Maßen verleiht Speisen ein appetitliches Aroma . Als Wachmacher oder gar Aphrodisiakum nur dann brauchbar, wenn man zu den Glücklichen gehört, die wahrnehmen, dass sie nach dem Chili-Verzehr eine natürliche Endorphin-Spritze verabreicht bekommen haben.

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