Lucky Lado statt leiden

Wo sind wir lucky, was macht uns glücklich? Es gibt Orte, die einen aufbauen: Ein quicklebendig fließender Bach ist eine solche Lucky Lado (frei übersetzt: glückliche Ladung/glücklicher Weg fürs Leben).

Mitten im fließenden Wasser sitzen, buntes Gemüse auf der linken Flosse, Kuchen auf der rechten.

Ich habe mich für die süße Variante entschieden, beiße in den Erdbeerkuchen – und das ohne schlechtes Gewissen, denn ich bin zuvor eine Stunde am idyllischen Bach gelaufen – ohne Flossen, versteht sich. Natürlich weiß ich, dass ich durch dieses gemächliche Gehen nicht die Erdbeerkuchenkalorien abgearbeitet habe, aber das trübt meine sonnige Laune nicht.Und jetzt frage ich Euch: Ist es gesünder, wenn ich Süßes (Zuckerbomben!!!), also vermeintlich Ungesundes verdrücke, zuvor oder danach einen Spaziergang in der wunderschönen Uferlandschaft mache oder wenn ich mir sowas total verbiete, mich ständig dazu zwinge, „gesundes“ Zeug zu essen und dabei vergessen habe, wie schön und befriedigend die Natur und das Schlemmen sein können? Ist es besser für mich, wenn ich es zulasse, dass sowas Natürliches wie Essen zu einem leidigen Thema wird oder wenn ich genieße – wenn auch moderat?

Für mich ist klar: Ich will lieber lucky-lado als leiden! Wobei zu einem glücklichen Weg (=lucky lado) mehr als Essen/Schlemmen gehören, claro. Aber dazu an anderer Stelle mehr.

Nun, sicher wäre es ideal, sowohl eine überdurchschnittlich gesunde Ernährungsweise an den Tag zu legen als auch in die Natur zu gehen. Natürlich wissen wir, was theoretisch richtig wäre. Nur: Oft richten wir uns nicht danach. Also wäre es doch gescheiter, die schöne Theorie mit ihrem absoluten Anspruch beiseite zu schieben und seinen Frieden mit der relativierenden Praxis schließen.

Wenn mir verdammt nochmal nach Süßem ist, dann gehe ich diesem Bedürfnis nach. Natürlich gibt es dabei eine Obergrenze: Wenn ich jeden Tag ne Menge Süßes verdrücke, werde ich wahrscheinlich ein veritables gesundheitliches Problem in bekommen – vermutlich auch an den Zähnen. Jede stark einseitige Ernährung bringt mich auf Abwege, dies gilt ebenso für eine radikal gesunde Lebensweise.

Allzu gesund bekommt vielen von uns nicht. Allzu ungesund auch nicht. Eine Mischung an gesund/ungesund scheint dagegen bekömmlich zu sein und hat das Zeug dazu, die eigene lucky-lado-Balance zu finden (glücklichen Weg/glückliche Ladung).

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