Gut schlafen

Der eine tut`s , während die andere neidisch zuschaut: gut schlafen Foto: shutterstock

In diesem Beitrag möchte ich thematisieren, was wir selbst tun können, um gut und ungestört schlafen zu können. Was beeinträchtig unseren Schlaf und wie können wir störende Faktoren zu beseitigen? Es geht hier lediglich um leichte Schlafstörungen. Wer massive Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen haben sollte über einen längeren Zeitraum, wendet sich am besten an seinen Arzt.

Die meisten von uns Erwachsenen schlafen nicht mehr so gut wie ein Baby. Die Schlafqualität reicht von sehr gut/normal schlafen bis hin zu massiven Schlafstörungen. Bei Paaren ist es manchmal so, dass der eine recht schnell ein- und beneidenswert lange durchschläft, während der andere Part sich unruhig hin und her wälzt. Schlaf und eventuelle Schlafstörungen sind eine hochindividuelle Angelegenheit.

Ein einigermaßen guter Schlaf ist wichtig, um zu regenerieren, Energie für den Tag zu tanken und sich konzentrieren zu können. In der so genannten REM-Schlafphase verarbeiten wir erlebte Ereignisse.  Die Abkürzung REM steht für „Rapid Eye Movement“ – in dieser Phase sind viele schnelle Augenbewegungen zu beobachten: wir träumen.

Äußere Faktoren

Es gibt äußere Faktoren, die wir beeinflussen können, wenn es um guten Schlaf geht: Raumklima im Schlafzimmer, Dunkelheit, eher kühle Zimmertemperatur, möglichst keine Elektrogeräte im Schlafzimmer (Fernseher, Handy…), passende Matratze, Kissen, Decke…

Wie viel Schlaf benötige ich?

Zunächst einmal sollte ich mit mir und meinem Körper klären, wie viel Schlaf ich benötige: der eine kommt mit 4 Stunden aus, dem anderen reichen 7 nicht. Wenn ich weiß, dass ich lediglich 6 Stunden Schlaf brauche, muss ich nicht mehr einer wie auch immer gearteten Norm nachlaufen, die für mich gar nicht wichtig ist.

Wenn es dann die 6 Stunden sind, kann ich dafür sorgen, dass ich diese Zeit möglichst ungestört dem Schlaf widme. Das heißt, dass ich rechtzeitig und möglichst zur gleichen Zeit ins Bett gehe – und das hängt wiederum davon ab, wann ich aufstehen muss/will. Ist der Wecker auf 7 Uhr gestellt, kann ich zwischen 24 und 1 Uhr den Weg zum Schlafzimmer anvisieren. Wer das nicht tut und stattdessen in verquerer HWS-Haltung (HWS = HalsWirbelSäule1 ) auf dem Sofa/Sessel vor dem flimmernden Fernseher/Laptop/Handy einschläft, darf sich nach dem aufwachen nicht darüber wundern, dass er sich „wie gerädert“ fühlt. Vielleicht tauchen darüber hinaus Verspannungen und Kopfschmerz auf – regenerieren und Energie tanken sieht anders aus.

Störfaktoren beseitigen

Es gibt ne Menge Fehler, die die Schlafhygiene beeinträchtigen können. Die gute Nachricht: Wir können die meisten von ihnen abschalten.

Innerlich ist es förderlich für den Schlaf, wenn es uns gelingt, kreisende Gedanken zu stoppen und sich nachts eine entspannte Verschnaufpause zu gönnen: „Abschalten“ heißt das bekannte Zauberwort. Also nicht nur das Licht ausschalten, sondern für die Schlafphase auch eventuelle Sorgen, Probleme etc. abschalten. Sie drängen sich eh früher oder später wieder auf, insofern kann es eine große Hilfe sein, zumindest die Schlafzeit davon zu befreien. Dann mag eine Leere entstehen, aber die lässt sich schlaffördernd füllen mit Autogenem Training oder ruhigen Atmungsübungen: das fokussiert die Aufmerksamkeit und rettet einen davor, sich in den negativen Gedankenschleifen zu verfangen.

Wenn ich schon meine, dass ich mir im Liegen im Schlafzimmer große Gedanken machen muss, dann ist es immer noch besser, an das zu denken, was mir am Tag gelungen ist – statt mich zu belasten mit Dingen, die „unbedingt“ erledigt werden müssen und die mir Sorgen bereiten.

Unser „Schlafhormon“ Melatonin

Wenn wir einen schlechten Schlaf haben, kann dies auch an inneren Faktoren liegen: Ein Mangel am „Schlafhormon“ Melatonin kann Schlafstörungen verursachen 2). Bei Dunkelheit wird in unserem Körper mehr Melatonin gebildet, deshalb ist es wichtig, das Schlafzimmer abzudunkeln. Ein eklatanter Mangel an Melatonin sollte ärztlich abgeklärt werden, denn in so einem Fall dürfte auch ein gut klimatisiertes Schlafzimmer mit weltbester Matratze das Problem nicht lösen. Melatonin steht zudem in Wechselwirkung zu anderen wichtigen Neurotransmittern in unserem Hirn wie dem „Glückshormon“ Serotonin und dem „Stresshormon“ Cortisol. 3)

Die Tatsache, dass Depressionen oft mit einem gestörten Schlaf 4) einhergehen können, verdeutlicht, welche Rolle der Schlaf in unserem Leben einnehmen kann.

In diesem Beitrag beschränke ich mich auf leichte Schlafstörungen, die nicht ärztlicher Behandlung bedürfen und auf die wir selbst verbessernd Einfluss nehmen können.

Eintritt verboten: Fernseher, Laptop, Handy

Das Schlafzimmer ist kein Arbeitszimmer. Handy und Laptop sollten Eintrittsverbot haben. Ein Fernseher im Schlafzimmer ist keine gute Idee. Wenn es um uns herum dunkel ist ohne das blaue Licht von Elektrogeräten, wirkt sich dies auf die Ausschüttung unseres Schlafhormons Melatonin positiv aus und wir werden eher müde. Es sollte möglich sein, das Schlafzimmerfenster gut abzudunkeln. Das kann man beispielsweise mit einem dicken, undurchsichtigen Vorhang machen oder mit einer entsprechenden Jalousie/einem lichtdichten Rollo.

Leichte Mahlzeit vor dem Schlafengehen

Da der Magen-Darm-Trakt auch in den weniger aktiven Schlafmodus umschaltet, wäre es günstig, abends eine eher leichte Mahlzeit einzunehmen, sowohl von der Art als auch von der Menge. Ein Krustenbraten samt Dessert hinterher ist da eher kontraproduktiv (abgesehen davon, dass ein solch fetthaltiger Braten auch zu anderen Tageszeiten ungesund ist – aber zum Abend hin kann eine derartig schwere Mahlzeit zum Problem werden für den Darm).

Wer zu Nacken- oder Kopfschmerzen neigt, kann es mit einem ergonomischen Kissen probieren. Oder mal testen, ob ein flauschiges Daunenkissen Abhilfe schafft. Die Wahl des Kissens hängt davon ab, ob man es lieber mag, wenn das Kissen weich ist und nachgibt oder es hart ist und sich dem Druck von Kopf und Nacken nicht oder kaum anpasst. Ich persönlich ziehe die weichere Variante vor, aber das ist von Person zu Person verschieden.

Ich habe mir auf amazon verschiedene Kissen-Varianten angeguckt und durchgelesen, was die Leute an ihrer Wahl gut gefällt. Stimmen die Beurteilungen bei einer größeren Menge überein, gehe ich davon aus, dass es glaubhafte Bewertungen sind, die als eine erste Orientierung bei der Kissenwahl dienen können.

Kissen-Variante „weiches ergonomisches HWS-Kissen“AFL:

gut und günstig (selbst ausprobiert und für brauchbar befunden):

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Härtere Version eines NackenstützkissensAFL:

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sanfte Kissen-Variante:  Daunen & Federn. Ein relativ günstiges Kissen mit Daunen & Federn gefüllt (allerdings mit wenig Füllung, so dass der Kopf leicht einsinkt)AFL:

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Eine passende Matratze für MICH

Ähnlich verhält es sich mit der „richtigen“ Matratze, sie muss richtig FÜR MICH sein. Und das bedeutet: Während ich auf einer relativ weichen Matratze besser schlafen kann, wäre dies für andere Schläfer fatal, denn sie fühlen sich auf einer härteren Unterlage wohler. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als es auszuprobieren.

Ich habe einige Matratzen in den 3 gängigen Härtegraden „weich-mittel-hart“ ausprobiert und meine Komfortzone liegt zwischen mittel und weich. Da es immer heißt, dass härtere Unterlagen besser seien zum Schlafen, habe ich mich für die mittel-harte Matratze entschieden. Bei meinem nächsten Matratzenkauf werde ich diese Weisheit allerdings außer Acht lassen und zu einer weicheren Variante greifen. Denn: Was habe ich bzw., was hat mein Rücken davon, dass es allgemein gesünder sein soll, auf einer möglichst harten Matratze zu schlafen, wenn es mir nicht gut bekommt?Ein Blick auf den Lattenrost ist auch ratsam: Er sollte zur Matratze passen.

Kurz zusammengefasst: was ich selbst tun kann für einen guten Schlaf:

Ich gehe möglichst zur gleichen Zeit ins Bett. Mein Schlafzimmer hat eine Temperatur um 19 Grad, die Fenster sind abgedunkelt, es befinden sich kein Fernseher/Laptop/Handy darin. Ich lege mich zu einer Zeit schlafen, die es mir ermöglicht, MEINEM individuellen Schlafbedürfnis nachzukommen (z.B. 6, 7 oder 8 Stunden). Dabei muss ich mich nicht an eine allgemeine Norm an „soundsovielStunden“ richten: Schlaf ist eine höchst subjektive Angelegenheit. Ich liege auf einer Matratze, die mein Körper als angenehm empfindet. Meinen Kopf bette ich auf ein Kissen, das mir Nacken- und Kopfschmerzen erspart. Beim Einschlafen fokussiere meine Aufmerksamkeit auf meine Atmung, statt auf das kreisende Wälzen von Sorgen und Problemen, die das Privat- und Berufsleben mit sich bringen. Mein Mageninhalt fühlt sich leicht an, denn ich habe zum Abend/zur Nacht hin keine schwere Mahlzeit zu mir genommen.

Habe ich diese Dinge berücksichtigt, stehen meine Chancen für einen erholsamen, ungestörten Schlaf gut. Sollte ich jedoch trotzdem noch unter massiven Schlafstörungen leiden (Einschlaf- und/oder Durchschlafprobleme), dann ist es ratsam, ärztlichen Rat einzuholen.

*Dieser Beitrag enthält Affiliate Links (mit AFL gekennzeichnet), also Verweise zu Unternehmen wie zB amazon. Über diese AffiliateLinks empfehle ich Produkte, die zu den behandelten Themen passen (basierend auf eigene Erfahrung oder nach eingehender Analyse der Käuferbeurteilungen). Wenn Leser auf einen AffiliateLink klicken und ein Produkt eines Partner-Unternehmens kaufen, kann es sein, dass wir eine geringe Provision erhalten. Damit bestreiten wir einen Teil der Kosten für Betrieb und die Wartung (Webhost, Theme, Content, Bilder…)

Bitcoin kaufen oder nicht?

Infos für Bitcoin-Beginners über Chancen/Risiken von Bitcoin-Käufen

Entree

Die Frage „BITCOIN kaufen oder nicht?“ lässt sich besser beantworten, wenn man sich vorab ein wenig informiert, was BITCOIN ist und welche Chancen und Risiken der Einstieg in BITCOIN mit sich bringen kann.

Wer sich relevante Basics aneignet, kann eigenverantwortlich entscheiden, ob ein Investieren in BITCOIN etwas für ihn ist oder ob er lieber die Finger davon lassen sollte angesichts der Risiken, Fallstricke, unseriöser Akteure/Angebote und des extrem stark schwankenden BITCOIN-Kurses.

Dieser Guide bietet Dir das nötige informative Rüstzeug, um selbst beurteilen zu können, ob und wenn ja: wie, wann und in welcher Höhe ein Einstieg in BITCOIN Sinn machen könnte für Dich. Vor allem zeigt dieser Leitfaden die seriösen Pfade auf, so dass Du eventuelle Betrugsmaschen von unsoliden Akteuren der Crypto-Szene elegant umschiffen kannst.

Weder empfehle ich, BITCOIN zu kaufen, noch rate ich davon ab. Denn das wäre zu pauschal. Es hängt von jedem einzelnen selbst ab, von seiner Lebens- und Finanzsituation und seiner Risikobereitschaft.

Solltest Du Dich mit dem Gedanken rumtragen, BITCOIN kaufen zu wollen oder hast Dich sogar dazu entschieden- und Du weißt nicht so recht, wie die nächsten Schritte aussehen, dann findest Du in diesem Leitfaden Hilfe.

Dieser Leitfaden ist in 10 Kapitel gegliedert. Man muss ihn nicht von Anfang bis Ende lesen. Es ist natürlich auch möglich, ein einzelnes Kapitel oder Thema rauszupicken. Wer z.B. gleich zu Kapitel 2 „Wie und wo kaufe ich BITCOIN?“ springt, kann das Dargestellte verstehen, ohne die anderen Kapitel zu kennen.

Um Freude an einen so riskanten Invest wie BITCOIN haben zu können, sollte man nicht nur mögliche hohe Gewinne anvisieren, sondern auch potenzielle Risiken einkalkulieren. Ebenfalls wichtig: unterscheiden zu können zwischen seriösen und unsoliden Angeboten/Akteuren der Crypto-Szene. foto: shutterstock

BITCOIN hat zwei Gesichter

Dieser BITCOIN-Guide soll Lesern dabei helfen, sauber trennen zu können zwischen dem seriösen Gesicht von BITCOIN und den unsoliden Machenschaften, die in seinem Namen betrieben werden, um andere mit vermeintlich lukrativen Gewinnen zu betrügen.

Jetzt, wo der BITCOIN-Kurs wieder gestiegen ist und im November 2020 um die 15.000 Euro(1) erreicht hat, werden wahrscheinlich viele neugierig auf diese Anlage und wollen einsteigen. Preisvergleich zu Dezember 2010 vor 10 Jahren: ein BITCOIN kostete 20 Cent, im Oktober 2011 gerade mal 3 Dollar.

Im Umgang mit BITCOIN gibt es auch ohne das Dazutun von mutmaßlichen Betrügern zahlreiche Tücken und Unwegbarkeiten, die viel Zeit und Nerven kosten können. Das fängt bei der Wahl der Crypto-Börse an (jede Börse hat ihre Eigenheiten in puncto Anmelde- und Identifikationsverfahren oder Usecase) und betrifft weitere Fragen wie: “ Wie bewahre ich BITCOIN möglichst sicher auf?“ Oder auch: „Reicht mein technisches Wissen, um BITCOIN zu kaufen und eigenverantwortlich aufzubewahren?“ Wer sich vorab über diese Dinge informiert, spart sich viel Zeit und Ärger.

Seit 2016 informiere ich mich darüber, wo es im Bitcoin- und Crypto-Space einigermaßen seriös zugeht und wie im Gegensatz dazu auf unsolider Seite unseriöse Akteure ihre Machenschaften betreiben. In diesem Dschungel fällt es vielen schwer, die Spreu vom Weizen zu trennen. Dieser Guide möchte dies leisten und etwas Licht und Klarheit ins Wirrwarr bringen.

Wie so oft im Leben, gibt es auch bei BITCOIN zwei Gesichter. Die hier gesammelten Informationen dienen dazu, beide Seiten zu beleuchten, um mögliche Fallen rechtzeitig zu erkennen und sie bestenfalls zu meiden. Ein informatives Rüstzeug, das Euch dabei helfen soll, auf soliden BITCOIN-Pfaden zu wandeln.

Zur Schreibweise von BITCOIN:

Wenn ich DEN Bitcoin meine (die erste, bekannteste und größte des anonymen Erfinders SatoshiNakamato), wähle ich Großbuchstaben „BITCOIN“. Die andere Schreibweise „(Bit-)Coin“ steht sowohl für den Muttercoin BITCOIN als auch für die zahlreichen anderen Coins, die es mittlerweile zu Hauf gibt. Es fing 2009 mit BITCOIN an, mittlerweile sind auf der Website „Coinmarketcap.com“ über 7.000 Coins aufgeführt (Stand November 2020). Sie werden „Altcoins“ genannt. BITCOIN wird abgekürzt mit „BTC“.

Fragen tauchen auf, wenn man sich überlegt, in BITCOIN zu investieren:

Was ist eigentlich „BITCOIN“? Wer hat`s erfunden? (Kapitel 1)

Wie und wo kaufe ich BITCOIN (BTC)? (Kapitel 2)

Was kostet „ein“ BITCOIN? (Kapitel 3)

Wie bewahre ich BITCOIN sicher auf? (Kapitel 4)

Wenn ich ü40 bin: lohnt sich da noch ein (Bit-)-Coin-Kauf bei meinem kürzeren Anlagehorizont? (Kapitel 5)

Wo lauern Fallen und betrügerische Angebote? (Kapitel 6)

Weiteres Wissenswertes über BITCOIN?! (Kapitel 7)

Muss ich Gewinne aus (Bit-)Coin-Verkäufen versteuern? (Kapitel 8)

Was sollte noch geschehen, damit immer mehr Menschen Bitcoin als lohnendes Investment betrachten? (Kapitel 9)

RESÜMEE: so kann ein einigermaßen vernünftiger Rahmen für den Umgang mit (Bit-)Coin aussehen. (Kapitel 10)

Diese und weitere Fragen rund um die digitale Währung BITCOIN will ich in diesem Leitfaden beantworten.

Betrüger gibt es in so gut wie jeder Branche. So auch in der Crypto- und (Bit-)Coin-Welt. Es wäre schade, wenn Neulinge in fiese Fallen tappen.

Unabhängig von potenziellen Betrügern birgt der Charakter von BITCOIN für sich genommen große Risiken: Der BITCOIN-Kurs schwankt enorm, seine Volatilität ist extrem hoch: noch höher als bei Aktien.

Wer gut informiert ist und seine Gier auf das vermeintlich schnelle Geld einigermaßen beherrschen kann, ist besser präpariert, um nicht in die zahlreichen Kurslöcher zu fallen, die BITCOIN in der Vergangenheit zuhauf gezeigt hat und sehr wahrscheinlich auch zukünftig weiterhin zeigen wird. Je kleiner ein Markt ist, desto stärker ist er manipulierbar – dazu braucht es nur einige wenige big player. Der BITCOIN-Markt ist verglichen mit älteren Anlage-Assets wie Aktien oder Gold noch klein und daher derzeit stark manipulierbar (Stand November 2020).

Wer den Charakter des BITCOINS kennen lernt, ist besser vorbereitet, um nicht Gefahr zu laufen, sein Geld an dubiose Anbieter zu verlieren. Dass der BITCOIN an sich eine höchstriskante Anlage ist und man allein durch diesen Umstand viel Geld verlieren kann – also auch ohne das Dazutun von Betrügern, bleibt als Fakt bestehen. Jeder muss selbst für sich entscheiden, ob er/sie ein solches Risiko eingehen möchte oder nicht.

Menschen mit schwachen Nerven oder einem schwachen Herzen rate ich davon ab, sich auf BITCOIN einzulassen: Es kam und kommt vor, dass der Kurs um bis zu 80 oder 90 % an Wert (also Euro/Dollar) verliert innerhalb einer erschreckend kurzen Zeit: Wer das nicht aushält, sollte sein Geld lieber woanders investieren (Immobilien, Gold etc.).

Dieser Guide ist keine Finanz- oder Investmentberatung!

Haftungsausschluss

Weder empfehle ich, in Bitcoins zu investieren, noch rate ich davon ab. Mir geht es darum, mit Informationen aufzuklären und im Wirrwarr dieses relativ neuen Assets sowohl auf Gefahren/Risiken als auch auf mögliche Gewinne hinzuweisen. Dabei fokussiere ich vorhandene seriöse Pfade und weise auf mögliche betrügerische Maschen hin, damit Neulinge nicht in die zahlreichen Fallen tappen, die es in der Bitcoin- und Cryptoszene leider gibt.

Ich stelle mit diesem Leitfaden lediglich Wissen zur Verfügung, das ich mir in den letzten 4 Jahren nach bestem Wissen und Gewissen angeeignet habe. Jeder muss selber entscheiden, ob er sein Geld in ein hochriskantes Asset wie BITCOIN steckt oder nicht. Wenn er/sie es kaufen sollte, trägt er/sie allein die Verantwortung für eventuelle Verluste.

Ich hafte in keiner Weise für eventuelle Verluste, wenn jemand trotz der hier genannten hohen Risiken in BITCOIN investieren und Geld verlieren sollte. Wenn jemand Gewinne machen sollte, weil ihm einige der hier erwähnten Tipps geholfen haben, dies ohne größere Unfälle zu tun, ist es schön und gut und ich will natürlich keinerlei Anteile an solchen möglichen Gewinnen. Umgekehrt aber möchte ich auch nicht Teil haben an möglichen Verlusten.

Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen und betont werden:

Der Charakter von Bitcoin ist extrem schwankend („volatil“) und das bedeutet: Es lässt sich mit Bitcoin viel Geld gewinnen – aber ähnlich groß ist das Risiko, sein Geld zu verlieren!

Kapitel 1: Was ist eigentlich BITCOIN? Wer hat`s erfunden?

BITCOIN erklärt vom Bitcoin-Pionier Andreas Antonopoulos

Andreas Antonopoulos (im Folgenden mit „AA“ abgekürzt) gilt global als ausgesprochen seriöser BITCOIN-Experte. Als Software-Profi hat er den richtigen technologischen Hintergrund, um zu erfassen, worum es geht. Als early bird und BITCOIN-Pionier gehört zu den wenigen, die das Thema umfassend und übergreifend verstanden haben – dies, obwohl er selbst bescheiden beteuert, noch nicht alles begriffen zu haben. Sein überragendes Wissen kann er mit seiner klaren (englischen) Sprache und logischen Gedankengängen sehr gut vermitteln.

AA ist ein Software-Experte mit griechisch-britischem Hintergrund. Laut eigenen Angaben soll er bei einem BTC-Preis von 3 Dollar begonnen haben, sich auf Bitcoin einzulassen. Er gehört zu den wenigen Crypto-Enthusiasten, die sich ihre Arbeit in Bitcoin auszahlen lassen und BTC so benutzen, wie wir es mit Euro tun. Er kauft/verkauft sein Bitcoin nicht auf Börsen, sondern von peer to peer (von Computer/Smartphone zu Computer/Smartphone). Mobile Smartphone-Wallets zum Aufbewahren von Bitcoins beurteilt er als recht sicher (sicherer als Desktop-Wallets, so AA. Vor allem dann sicherer, wenn man Microsofts „Windows“ habe).

AA erklärt im September 2016 den Charakter und die Anfänge des BITCOINS in einem 37-minütigen Video mit dem Titel: „Bitcoin for Beginners“:

AA charakterisiert Bitcoin als ein dezentrales globales, digitales Geldsystem, das frei ist und für jeden zugänglich, soweit er/sie Computer und Internetanschluss hat: befreit von dritten Instanzen, mit offenem Quellcode, zensur-resistent, also: neutral und ohne Zugehörigkeit zu einem Staat oder einer zentralen Bank. BITCOIN betrachtet er als eine erste Anwendung dieses dezentralen Geldsystems.

Eine seiner in anderen Videos genannten Bitcoin-Definitionen in Kürze:

Hash-basierte peer-to-peer-Transaktioen in verteilter digitaler Datenstruktur mit Zeitstempel.

Die cryptischen Hash-Zeichen sind hypersensibel: sie ändern sich sofort, wenn ich auch nur einen einzigen Buchstaben oder eine Zahl ändere: Damit ändert sich die Folge der Hash-Zeichen total und lässt sich nicht mehr identifizieren als die Zeichenfolge, die sie mal war. Hash-basierte Daten tragen zur Sicherheit von BITCOIN bei.

Der dem BITCOIN innewohnende PoW-Mechanismus (ProofOfWork) als Sicherheitsmethode ist stromintensiv, weil er von leistungsstarken Rechnern durchgeführt wird: Umweltbewusste kritisieren diesen Umstand. BITCOIN-Maximalisten wie Andreas Antonopoulos verteidigen diesen Aspekt dahingehend, dass der „BITCOIN“ aus diesem Grund so sicher sei und so gut wie unmanipulierbar.

Andere Methoden wie „Proof of Stake“, die keinen hohen Stromverbrauch verursachen, seien hingegen weniger sicher und demzufolge anfälliger für Hacks.

Eine kurze Bitcoin-Definition auf Deutsch liefert das online-Magazin „btc-echo“ in einem Video von 2018:

1.1. BITCOINS Wurzeln

BITCOIN ist eine digitale Währung, die es seit 2009 gibt und die von dem Anonymous Satoshi Nakamoto (SN) als Antwort auf die Banken- und Finanzkrise von 2008 entwickelt wurde. Ob der BITCOIN-Erfinder ein Mann, eine Frau oder eine Gruppe ist, ist bisher unbekannt. Den quelloffenen (open-source) BITCOIN-Code soll SN bereits 2007 geschrieben haben.

Schon bei dem Ausdruck „Währung“ scheiden sich die Geister: Während die CryptoSzene kein Problem mit Begriffen wie „CryptoCurrency“ (CryptoWährung) hat, möchten weite Teile an staatlichen Repräsentanten und der herkömmlichen (Zentral-)Banken- und Finanzwelt dem BITCOIN die Eigenschaft „Währung“ absprechen. Ob BITCOIN eine Währung ist oder nicht, sei erst einmal dahin gestellt – hier soll es zunächst darum gehen, den Charakter von BITCOIN zu betrachten die Inhalte/Funktionen/Intentionen zu beleuchten, die in ihm stecken.

Bisher fungiert BITCOIN als Investition und weniger als Währung. Ähnlich wie bei Gold wird er gekauft und aufbewahrt in der Hoffnung, dass der Kurs steigt. Deswegen wird BITCOIN gerne als „digitales Gold“ bezeichnet.

Der BITCOIN-Pionier und Software-Experte Andreas Antonopoulos über die fragliche Identität des BITCOIN-Erfinders SatoshiNakamoto in einem Video von 2017 (auf Englisch):

Das 9 Seiten umfassende Whitepaper(2) publizierte SatoshiNakamoto Ende Oktober 2008. Sein Titel lautet: „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System.“ Ein digitales Geldsystem, das von Rechner zu Rechner funktioniert und ohne dritte Instanzen wie Banken und Staaten auskommen soll.

1.2. Two faces of BITCOIN

Wie so vieles im Leben hat auch BITCOIN zwei Gesichter: Er ist auf der einen Seite eine hochriskante und hochspekulative Assetklasse, inklusive sich darin tummelnder betrügerischer Akteure. Auf der anderen Seite bietet BITCOIN aber auch die Möglichkeit, innerhalb relativ kurzer Zeit hohe Gewinne zu erzielen, wenn man gewisse Dinge beachtet, die hier im Leitfaden zur Sprache kommen. Ein Quäntchen Glück gehört auch dazu.

Eine Garantie, mit BITCOIN Gewinne zu machen, gibt es auch bei Einhalten der hier genannten Tipps nicht! Dazu ist sein Kurs zu schwankend, manche Dinge laufen intransparent ab, Manipulationen finden statt.

Am 3.1.2009 soll der erste Bitcoinblock rechnerisch am Computer gemined (geschürft) worden sein. Als Beweis dient eine kurze Notiz, die SM diesem Genesis-Block beigefügt haben soll: Zu sehen ist die „Times“-Ausgabe vom 3. Januar 2009 mit dem Titel

„Chancellar on brink of second bailout for banks.“ (3)

Die ersten 50 BITCOINS werden auch auf das Jahr 2009 datiert. Seit 2011 ist SN in der Anonymität verschwunden.

Zwischen dem 3. Januar 2009 und 25. Januar 2010 sollen bei Blocknummer 36288 insgesamt 1.814.400 BITCOINS geschürft worden sein. 63 Prozent davon sollen nie ausgegeben worden sein. Dem BITCOIN-Erfinder Nakamoto werden ca. 1 Million BITCOINS zugeschrieben, die bis heute (2020) nicht bewegt worden seien.

1.3. BITCOINS Minen (schürfen)

Mit Rechenpower können Miner (Schürfer) Bitcoin minen (schürfen). Je stärker die Rechenpower, desto größer die Wahrscheinlichkeit, Bitcoin erfolgreich zu schürfen. Mittlerweile sind – in China beispielsweise – große Miningfarmen mit entsprechender Rechenleistung entstanden, die BITCOINS kommerziell schürfen mit leistungsstarken Rechnern, die allein zum BITCOIN-Mining eingesetzt werden: Da haben Miner mit privatem Computer schlechte Karten.

Nur derjenige, der am schnellsten mit seiner Rechenpower den richtigen Hash findet (Hash = eine Reihe an cryptischen Zahlen und Buchstaben, die ein Algorithmus generiert (bei BITCOIN ist es der SHA256-Algorithmus(5), der gemäß Zufallsprinzip bestimmte, unverwechselbare Muster erzeugt), und den Block als Erster 100-prozentig korrekt verifizieren kann, wird mit BITCOINS belohnt (Block-Reward(6)). Alle anderen gehen leer aus, akzeptieren den Sieger und machen sich auf, den nächsten Block zu finden.

Das Fundament: die Blockchain

Alle 10 Minuten wird 1 Block gefunden und rechnerisch verifiziert. Jeder Block trägt die Daten des vorherigen Blocks: eine Kette an Blocks ergibt die Blockchain (Chain = Kette), die täglich anwächst. Die Aspekte Sicherheit und Konsens übernehmen Computer mit der Proof of Work-Methode (PoW)(7): Basierend auf der stromintensiven Rechenleistung wird verifiziert. Das ist auch der Grund, warum Miningfarmen sich in Ländern und Regionen niederlassen, in denen die Stromkosten vergleichsweise gering sind. Der chinesische Boss der großen „Bitmain“- Mining-Farm Jihan Wu(8) gehört zu den schillerndsten Akteuren in der Cryptoszene.

Wem das Minen gelungen ist, der bekommt als Belohnung derzeit 6,25 BITCOINS. Vor vier Jahren waren es noch 12,5 BITCOINS. Dahinter steckt das so genannte „Halving“(9). Alle 4 Jahre halbiert sich die Anzahl der Bitcoins, die an Miner gehen. 6,25 BITCOINS an Belohnung mag zunächst viel klingen, wenn 1 BITCOIN ca 15.000 Euro wert ist. Dem gegenüber stehen aber hohe Strom- und andere Kosten von Miningfarmen/Minern.

BITCOIN hat von Haus aus einen deflationären Charakter durch die Begrenzung auf maximal 21 Millionen BITCOINS(10). Das Halving verstärkt diesen Effekt.

Sind sie mal alle ausgeschürft, dann kann es sein, dass das Geschacher um begehrte BITCOINS erst recht losgeht.

Den derzeit circa 8 Milliarden Menschen an Weltbevölkerung stehen auf der anderen Seite maximal 21 Millionen schürfbare BITCOINS entgegen. Bullische BITCOIN-Analysten gehen deshalb davon aus, dass dieser deflationäre Charakter zusammen mit dem Halving-Effekt die BITCOIN-Preise mit der Zeit in die Höhe schießen werde (11)

Die bisherige Preis-Entwicklung entspricht dieser These: Während der BITCOIN-Kurs im Jahr 2011 nur 3 Dollar betrug (12), ist ein Bitcoin nach nur 10 Jahren mittlerweile um die 15.000 Euro wert (November 2020, (13)). Jeder darf jetzt ausrechnen, um wie viel Prozent der BITCOIN-Wert gewachsen ist: Kein anderes Asset kann da mithalten, auch materielles Gold nicht. Immer dabei die ähnlich massiven BITCOINs Abstürze auf der anderen Seite der Waagschale berücksichtigen.

1.4. BITCOINS Charakter: ein flink springender Flummi

Pump & Dump, Bulle & Bär

Das Investieren in BITCOIN zählt zu den risikoreichsten Investments, die es überhaupt gibt. Dies deshalb, weil der Charakter von BITCOIN einem hibbeligen Flummi ähnelt: Der Kurs prallt hart auf den Boden (Dump, Bär), um dann wieder aufzuspringen und sich phasenweise in schwindelerregende Höhen zu bewegen (Pump, Bulle) – um dann erneut extrem hart auf den Boden zu fallen (wieder Dump). Das muss man erst einmal mit den Nerven und dem Herzen verkraften können. Wenn nicht, lieber Hände weg.

Allein in diesem November 2020 ließ sich beobachten, dass der BITCOIN-Preis auf der Bitstamp-Börse zunächst auf 19.666 Dollar schoss, um dann auf 16.800 Dollar (26. November 2020) zu plumpsen. In nur wenigen Tagen verlor er also annährend 3.000 Dollar an Wert!

Noch krasser waren die Kursbewegungen im Winter 2017 vor 3 Jahren: Im September 2017 ruhte der BITCOIN-Kurs bei gerade mal rund 3.000 Euro, während er nur knapp 3 Monate später Mitte Dezember auf sein erstes AllZeitHoch (AllTimeHigh, ATH) bei über 16.000 Euro hüpfte – um dann im darauffolgenden Jahr am 6. Februar 2018 wieder zu sinken auf 5.089 Euro!!! Von über 16.000 Euro auf ca. 5. 000 Euro in nur 7 Wochen!!! Das verkraftet nicht jeder, deshalb ist höchste Vorsicht geboten! Diejenigen, die beim AllTimeHigh Dezember 2017 BITCOIN teuer gekauft und in einem der Tiefststände in Panik geraten sind und wieder verkauft haben, sind gebrannte Kinder, die Verluste hinnehmen mussten.

Niemand weiß, wann der BITCOIN einen tiefen Boden (bottom) finden wird. Ähnlich schwierig ist es, den Punkt ausfindig zu machen, an dem die Kurve wieder steil nach oben zeigt und einen vorläufigen Höhepunkt erlangt.

Typische Muster in der Kursdarstellung sind demgemäß ein „W“ oder ein „M“ („Mc-Donald-Effekt“) oder „ein spitzer Kopf mit tiefen Schultern“.

Analyse-Tools für Aktien oder für BITCOIN mögen schön und gut sein, aber die Analyse-Vorhersagen für die extrem volatilen Crypto-Währungen (Crypto-Currency) sind noch unzuverlässiger als dies bei der klassischen Aktien-Analyse so manches Mal der Fall ist.

Etwas beruhigen mag der Umstand, dass man bei direkten BITCOIN-Käufen (= ich kaufe BITCOIN und lasse mich nicht auf Geschäfte mit Brokern ein, bei denen ich nur ein Papier besitze, das in dieser oder jener Hinsicht BITCOIN indirekt repräsentieren soll, ohne dass ich BITCOIN besitze) nur das verlieren kann, was man an Geld investiert hat. Es gibt ja durchaus Anlagemethoden, bei denen man in den Negativbereich runterrutschen kann und noch mehr Verluste erleidet als man insgesamt hineingesteckt hat.

Dennoch ist Vorsicht geraten bei BITCOIN-Investments: Habe ich 5.000 Euro bezahlt, um BITCOIN(-Anteile) zu kaufen und verkaufe ich bei einem Kurs von 3.000, dann habe ich in diesem Moment unterm Strich 2.000 Euro an Verlusten zu verbuchen.

Wenn es mir in einem günstiger verlaufenden Szenario gelingen sollte, meine BITCOIN-Anteile später für 7.000 zu verkaufen, habe ich 2.000 Euro Gewinn eingeheimst. Wenn derjenige, der sie mir für 7.000 abgekauft hat, seine Anteile später für 6.000 verkauft, hat er 1.000 Euro Miese gemacht.

Es ist ein Verschieben der möglichen Gewinne/Verluste auf die beteiligten Handelspartner (so wie bei Aktien-Gewinnen/Verlusten auch). Bemerkenswert ist der Level, auf dem das Ganze stattfindet: Ob ich bei einem Kurs von 4.000 Euro pro BITCOIN verkaufe/kaufe oder bei 15.000 Euro, wirkt sich durchaus auf den Inhalt meines Portemonnaies aus.

1.5. Die riskante Seite von (Bit-)Coin

Mittlerweile gibt es über BITCOIN hinaus über 7.000 verschiedene Coins, die auf Coinmarketcap aufgelistet werden. Die Nummer 2 auf der Coin-Rangliste nach BITCOIN ist der ETHER von Ethereum-Gründer Vitalik Buterin.

„Kriminelle nutzen Bitcoin“

(Bit-)Coins haben aufgrund ihrer extrem schwankenden Kurse einen zweifelhaften Ruf. Staaten und zentrale Banken beäugen misstrauisch die Entwicklung auf dem Crypto-Markt, denn die überwiegende Zahl der (Bit-)Coins und vor allem der BITCOIN selbst beansprucht, ohne dritte Instanzen wie Banken und Staaten auszukommen.

Dem explizit deflationären BITCOIN-Charakter mit seinen maximal 21 Millionen schürfbaren BITCOINS stehen die inflationären Schuldenberge der Staaten entgegen: Die Gelddruckmaschinen der Staaten hingegen laufen – gerade auch in diesen Pandemiezeiten – heiß. Da bekommt der eine oder andere das Bedürfnis, in einen Posten wie BITCOIN zu investieren als vermeintlich sicherer Hafen gegen eine möglicherweise ausufernde Inflation.

Nationen können mit politischen Entscheidungen (Bit-)Coin reglementieren. Da der Crypto-Handel eine globale Angelegenheit ist, neigen Crypto-Unternehmen dazu, ein restriktiv vorgehendes Land zu verlassen und sich in Ländern niederzulassen, die mehr Freiheiten bieten.

Die in der Bitcoinszene durchaus vorhandenen betrügerischen Angebote/Akteure sind nicht zu leugnen. Drogenumtauschplatz (SilkRoad und Mt. Gox-Börsen-Skandal siehe weiter unten), Börsen-Hacks, Fake-Coins wie der „OneCoin“-Betrug oder fragliche Schneeballsysteme wie „Bitconnect“ tragen nicht unbedingt zur Vertrauensbildung bei.

Diese dubiosen Machenschaften thematisiere ich weiter unten in Kapitel 6: „Wo lauern Fallen und betrügerische Angebote?“ Dem Cryptomarkt werden darüber hinaus Geldwäsche und Terrorfinanzierung vorgeworfen. Solche Vorwürfe werden von Kritikern genutzt, um Restriktionen anzumahnen und durchzusetzen. Das war mit dem Internet in seinen Anfängen ähnlich: Es wurde moniert, dass schmuddelige Akteure wie die Pornoszene das Internet nutzen und darüber hinaus zu viele Kriminelle sich dort rumtummeln würden. Mittlerweile nutzt so gut wie jeder das Internet. Gefahren lauern immer noch, aber wir haben uns darauf eingelassen und sehen mehr oder minder erfolgreich zu, dass wir potenziellen Betrügern im Internet nicht aufsitzen.

Zu den mutmaßlichen Verflechtungen der gehackten Crypto-Börse „Mt. Gox“ und dem Drogenskandal „SilkRoad“ findet sich im folgenden Video von „Mad Bitcoins“ eine kurze Meldung aus dem Jahr 2014 (in Englisch):

Es liegt an uns, was wir aus BITCOIN und Crypto machen

BITCOIN hat durchaus ein wankelmütiges, unsolides Gesicht, hinter dem Betrugsfallen lauern. Wobei es nicht der BITCOIN selbst ist, sondern dubiose Akteure, die BITCOIN in betrügerischer Absicht für ihre kriminellen Machenschaften missbrauchen. Denn BITCOIN selbst ist zunächst einmal nur ein neutrales digitales Protokoll – ähnlich wie das Internet-Protokoll – das nach festgelegten mathematischen und cryptischen Regeln auf Rechnern funktioniert.

Wir stehen wieder einmal vor der klassischen Situation: Ich kann ein Messer zum Brotschneiden benutzen, ich kann es aber auch missbrauchen, in dem ich damit einen Menschen ersteche/verletze/töte. Es liegt an uns, was wir daraus machen und welche Absichten wir verfolgen.

Wobei zugegebenerweise zum Teil recht bizarre und umstrittene Gestalten zu den „Pionieren“ des (Bit-)Coins zählen. Der Anti-Virus-Entwickler und Drogenkonsument McAfee(14) gehört dazu oder einer wie CraigWright, der behauptet, der BITCOIN-Erfinder zu sein. Auch das trägt zur Verunsicherung bei. Mit der Zeit betreten immer mehr Mainstream-Player den Cryptomarkt, wie z.B. paypal(15) oder „MicroStrategy“(16)

1.6. BITCOIN (BTC) nicht mit BitcoinCash (BCH) verwechseln!

Ein Fehler, der Anfängern unterlaufen kann: Man will BITCOIN (BTC) kaufen und kauft versehentlich „BitcoinCash“ (BCH), weil es den Namen „Bitcoin“ enthält. Nun gibt es innerhalb der Coins mittlerweile einige mit dem Beinamen „Bitcoin“. BitcoinCash ist aus einem so genannten Hard-Fork aus dem originalen BITCOIN vergabelt worden (Fork = Gabel).(17) Weitere Ableger sind BitcoinGold oder auch BSV („BitcoinSatoshiVersion“ des umstrittenen CraigWright, der zu den Crypto-Figuren gehört, die behaupten, der BITCOIN-Erfinder zu sein.(18)

1.7. Hodln oder hold?

Als „Hodln“ wird das Halten von (Bit-)Coins bezeichnet: (Bit-)Coins kaufen und so lange hodln, bis der Wert steigt und ein (Teil-)Verkauf Gewinne einbringt. Manche Hardcore-Hodler verkaufen gar nicht. foto: shutterstock

Hodln ist  populär, ist kult: (Bit-)Coin kaufen und (zum Teil jahrelang) halten, bis sie stark an Wert gewonnen haben – um dann einen Teil davon gewinnbringend zu verkaufen.

Zum Begriff „Hodln“: Er soll versehentlich entstanden sein, weil ein  BITCOIN-Enthusiast sich im Gespräch versprochen und versehentlich „hodl“, statt „hold“ gesagt haben soll. Übernommen und kultiviert wird seit dem der Ausdruck „hodln“.

Hier ein nettes Musikstück von kool savash und sido zum „Hodln“:

Sido & Savas „Hodln“ (Official HD Video) 2018   

1.8. Bitcoin ist bisher ein (volatiler) Wertspeicher, man zahlt damit idR nicht seine Miete

Vom anonymen BITCOIN-Schöpfer Satoshi Nakamato war BITCOIN so konzipiert, dass es als digitales Bezahlsystem funktionieren und das herkömmliche Geld- und Finanzsystem ersetzen, zumindest ergänzen sollte. Aber die Leute hodln: BITCOIN horten in der Hoffnung, dass es oder Teile davon zu einem späteren Zeitpunkt gewinnbringend verkauft werden kann.

Wenn dem BITCOIN von Kritikern vorgeworfen wird, es sei kein „richtiges Geld“, keine „richtige Währung“, dann trifft dies derzeit zu. Nur wenige Leute bezahlen per (Bit-)Coin. Warum sollte man es auch tun, wenn man damit rechnen kann, dass der Wert innerhalb von Wochen um 3.000 Euro oder mehr steigen kann? Der weitere Vorwurf, BITCOIN sei aufgrund seiner unberechenbaren Kurssprünge nach oben wie nach unten ein Spekulationsobjekt, mag auch zutreffen. So faszinierend das Phänomen „BITCOIN“ sein mag, ich kann nicht nachvollziehen, warum glühende BITCOIN-Anhänger auch dann alle Kritik von sich weisen, wenn sie in Teilen sachlich betrachtet zutrifft. Eine Reaktion wie: „Ja, mag sein, dass die Kritik zutrifft, dennoch ist und bleibt BITCOIN für mich die Zukunft“- scheint mir angemessener zu sein.

Wenn paypal seinen Kunden ermöglicht, nicht nur (Bit-)Coin zu kaufen/verkaufen und aufzubewahren, sondern auch damit zu bezahlen, kann es sein, dass mehr Leute mit Coins ihre Klamotten oder Elokrogeräte kaufen als bisher. Dennoch glaube ich, dass Bitcoin auf absehbare Zeit eher ein Wertspeicher sein und bleiben wird. Ein Wertspeicher, dessen Kurs (noch) stark schwankt.

BITCOIN ist ähnlich wie Gold ein Asset, das in den Leuten die Hoffnung weckt, es werde mit der Zeit wertvoller. Der einzige Unterschied: (Bit-)Coin lässt sich einfacher über Computer/Handys hin- und herschicken. Wer physisches Gold besitzt, muss es mit sich tragen, wenn er es bei sich haben möchte – dies auch dann, wenn er ins Ausland reist. Oder er tut sein Gold in einen Banktresor, wofür er jährlich eine Mietgebühr bezahlen muss. Für einen „Banktresor“ im (Bit)-Coin-Space wie „Ledger“ oder „Trezor“ muss man nur einmalig derzeit (November 2020) knapp 60 Euro bezahlen – und fertig, es fallen keine weiteren jährlichen Mietgebühren an.

Bisher hat BITCOIN die Wertsteigerung eindrucksvoll gezeigt: Zu den Anfängen 2010 lediglich ein paar Cent wert, kostet 1 Bitcoin derzeit (Stand 24. November 2020): 15.586 Euro. Es sind nicht viele Menschen, die auf die Schnelle mal 15.000 Euro hinblättern können für einen einzigen BITCOIN. Die kleinere Bitcoin-Einheit wird in „Satoshis“ dargestellt und hat 8 Dezimalstellen nach dem Komma.

1 Satoshi = 0,00000001 BITCOIN (BTC). (19)

Es mag die Zeit kommen, in der 1 BITCOIN so teuer wird, dass man vermehrt dazu übergeht, die Mengen in Satoshis anzugeben.

Auch wenn PayPal in das Crypto-Geschäft eingestiegen ist 2020  und man derzeit in den USA über PayPal Bit(Coins) kaufen/verkaufen kann – und darüber hinaus mit (Bit-)Coin wird bezahlen können: Bis heute spielt (Bit-)Coin als Zahlungsmittel kaum eine Rolle. Denn so gut wie jeder hofft auf die Wertsteigerung und hält sich deshalb damit zurück, mit (Bit-)Coin ein Handy oder ein Auto zu kaufen.

Niemand weiß, um wie viel der Wert des BITCOINS in 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr, 5 Jahren steigen/sinken wird. Wir erinnern uns: im Gegensatz zum derzeit inflationär gedruckten Geld hat BITCOIN einen deflationären Charakter mit der Tatsache, dass sein Gründer S.N. die Gesamtzahl an kursierenden und schürfbaren BTC auf knapp 21 Millionen begrenzt hat. Sind in Zukunft alle BITCOINS ausgeschürft, können sie nur noch hin- und hergeschoben werden zwischen den Besitzern/Händlern.

Steigt die Nachfrage und betreten immer mehr Menschen weltweit den Handel mit BITCOIN, wird auch der Preis voraussichtlich steigen bei gleichbleibender Maximal-Menge. Dies entspricht einer Theorie über deflationäre Entitäten. Die Theorie mag schön und richtig sein, ist die Frage, ob die Realität sich nach Theorien richtet.

Derzeit haben wir eine Weltbevölkerung von ca. 8 Milliarden Menschen. Auf diese verteilen sich die insgesamt 21 Millionen BTC. Je höher der Bitcoin-Kurs ist, desto begehrter wird er sein. Wenn BTC einen Kurs von 100.000 Dollar erreichen sollte, ist der Handel damit ein sehr riskanter Salto-Sprung ohne Netz: Der Abgrund bleibt bestehen und ein Sturz von 100.000 Dollar-Höhe um bis zu 90% kann schmerzhafter sein als einer, der bei 20.000 oder 10.000 Dollar stattfindet. Denn bei einem rapid einsetzenden Abverkauf und einem damit einhergehenden schnellen Kurssturz gilt für BITCOIN: den letzten beißen die Hunde.

1.9. BITCOIN hat keinen Besitzer

Das Neue an BITCOIN: Es gibt keinen Besitzer im herkömmlichen Sinne. Niemand kann einen Urheberanspruch auf BITCOIN erheben. Offensichtlich will dies nicht eimal sein Urheber, der Anonymus SatoshiNakamoto. Über die Gründe seiner Versenkung in der Anonymität wurde und wird wild spekuliert. Zum Beispiel wird erwähnt, dass SN sich nicht erpressbar machen möchte, weil er ja im Besitz von circa 1 Millionen Bitcoins sei. Trotzdem bleibt die Frage, warum der BITCOIN-Erfinder nicht seine Identität frei gibt, denn bis zum heutigen Datum (2020) würde er zum Helden einer ganzen digitalen Generation erhoben. Warum SN diese Lorbeeren nicht ernten will, ist und bleibt ein Rätsel.

Alle haben Zugang zum BITCOIN-Protokoll, wenn sie über einen Computer mit Internet-Anschluss verfügen und wenn sie sich für das Protokoll interessieren. Allerdings sollte man eine gewisse technische Affinität mitbringen, wenn man sich genauer mit dem BITCOIN-Protokoll beschäftigen möchte.

Der Quellcode von BITCOIN ist offen (openSource), nationenübergreifend, dezentralisiert auf viele Rechner verteilt. Solange es Internet-Verbindung gibt, funktioniert das BITCOIN-System. Das Internet bis auf den letzten Computer weltweit komplett auszuschalten, dürfte sich als schwierig erweisen.

BITCOIN ist also OpenSourceMoney für alle, die eine IP-Verbindung haben.

Antonopoulos redet in seinem Video darüber, dass man ohne eine Anmeldung oder Identifizierung am Bitcoin-Netzwerk teilnehmen und BITCOINS von Person/(Computer) zu Person/(Computer) anonym und nationenübergreifend in so gut wie jeden Teil der Erde transferieren kann gegen relativ geringe Gebühren. Der Aspekt des „Anonymen“ war/ist den Pionieren sehr wichtig; es ist aber fraglich, ob dieser Anspruch beibehalten/erfüllt werden kann.

Sämtliche Transaktionen sind in der BITCOIN-Blockchain erfasst worden von Beginn an. Und diese Blockchain ist transparent für jeden einsehbar. Besser kann man Transaktionen nicht nachvollziehen.

Okay, er sieht nur cryptische Transfer-Adressen, keine Echtnamen. Aber für Geheimdienste oder Polizei dürfte es möglich sein herauszubekommen, wer hinter diesen Adressen steckt. Ähnlich wie es beim Internet möglich ist, anhand von IDs herausbekommen zu können, wer der Nutzer ist.

Wer es darauf anlegt und über das entsprechende technische Know-how verfügt, kann erkennen, wer hinter einer BITCOIN-Transaktion steckt. Deshalb könnte es sich als fahrlässig erweisen, wenn Crypto-Akteure sich auf die vermeintliche „Anonymität“ von (Bit-)Coins verlassen. Das gilt auch für Coins wie Monero(20) oder Dash, denen die Anonymität der Nutzer besonders am Herzen liegt.

1.10. Crypto-Börsen haben den (Bit-)Coin-Handel überwiegend übernommen

Mit dem anonymen Hin- und Her-Schieben ist es eh vorbei, zumindest, was die Mehrheit der (Bit-)Coin-Käufer angeht. Es sind Krypto-Handelsbörsen wie Kraken, bitcoin.de, Coinbase oder Binance entstanden, bei denen ein großer Teil des (Bit-)Coin-Handels über die online-Bühne laufen.

Bei den Crypto-Börsen muss man sich in der Regel zuvor identifizieren, um (Bit-)Coin und Altcoins kaufen/verkaufen zu können. Cryptobörsen verlangen idR eine solche Identifizierung. Je höher die Summen sind, mit denen man hantieren will, desto strenger und langwieriger sind die Identifikations-Stufen. Der Identifikationsprozess kann dauern, weil man einige Dokumente online einreichen und oftmals ein Video- oder Post-Ident-Verfahren durchlaufen muss.

Nach wie vor laufen Transaktionen auch außerhalb der Crypto-Börsen. Sie werden „Over the counter“Markt (OTC-Markt) (21) genannt. Im OTC-Markt werden vor allem big player der Cryptoszene vermutet, die so genannten Wale. Auch über diesen Kanal können Leute mit hohem Bitcoin-Besitz den Markt manipulieren.

Ein großer Vorteil von (Bit-)Coin ist, dass man nur ein Smartphone/Computer braucht, um (Bit-)Coins zu kaufen/verkaufen und seine eigene Bank zu sein. Das kommt global betrachtet vor allem Menschen in ärmeren Regionen zunutze, die gar kein Bankkonto haben – und das sind weltweit betrachtet mehrere Milliarden – vor allem in Drittland-Regionen. So verwundert es nicht, dass Bitcoins zB in Nigeria sehr beliebt sind.

1.11. Wie kann ich sicher gehen, dass die (Bit-)Coin-Transaktion funktioniert? Das Thema „Vertrauen“ übernehmen die Rechner:

don`t trust, verify!

Niemand muss Angst haben, dass der Transaktionspartner sich plötzlich nicht mehr daran erinnern will, dass man ihm am Tag x eine bestimmte Summe an (Bit-)Coin gegeben hat: die Blockchain registriert sämtliche Transaktionen mit korrektem Zeitstempel akkurat und nachvollziehbar. Wenn alle Parameter stimmen (z.B, dass ich nachweisen kann, dass die Coins auch wirklich mir gehören) – wird die Transaktion auf rechnerischem Wege verifiziert und für alle einsehbar archiviert. Jeder kann, wenn er will, in die Blockchain gehen und überprüfen, von welcher Bitcoin-Adresse welche Summe an welche Adressen wann gegangen ist. Es wird nicht mit Echtnamen gehandelt, sondern mit cryptografischen Einzahlungs- und Auszahlungs-Adressen, die ein Algorithmus gemäß Zufallsprinzip generiert.

Kapitel 2: Wie und wo kaufe ich BITCOIN (BTC)?

Was muss ich tun, um BITCOIN kaufen zu können, sind sie wie meine Euros auf einem Bankkonto?

2.1. Seriöse Crypto-Börsen, auf denen Du BITCOIN und andere CryptoCoins kaufen kannst

Die Pionier-Zeiten, in denen Bitcoins ohne Handelsbörsen ausgetauscht wurden über Computer oder Handys, sind so gut wie vorbei. Mittlerweile findet der weltweite Handel überwiegend auf Crypto-Börsen statt. Und dort muss man sich in der Regel anmelden und/oder identifizieren, denn immer mehr Crypto-Börsen richten sich nach der KYC-Regel: „KnowYourCustomer“ (KenneDeinenKunden) (22). Das fällt unter die Reglementierungen, die von staatlicher Seite verlangt werden. Wollen Börsen sich einen legalen Touch verschaffen, führen sie KYC ein.

Ich nenne erst einmal die Crypto-Börsen, die ich mit geringem Geldeinsatz selbst schon ausprobiert habe und bei denen ich deshalb weiß: es funktioniert. Ein weiteres wichtiges Kriterium: sie gelten als vergleichsweise seriös und wurden bisher nicht gehackt.

Crypto-Börsen, die ich erprobt habe mit wenig Geldeinsatz: diese hier funktionieren und wurden bisher nicht gehackt:

bitcoin.de

bitcoin.de ist eine deutsche Crypto-Börse. Man meldet sich mit seinen persönlichen Daten an, macht ein Identverfahren (online per Video oder kostenpflichtig per Post), hinterlässt ein Bankkonto. Für den so genannten Express-Handel kann man sich ein Konto bei der fidor-Bank einrichten. Dieses war früher kostenlos, imittlerweile aber mit Kontoführungsgebühren verbunden. Kauf/Verkauf/Aufbewahrung funktionieren auch ohne fidor-Bank über die eigene Hausbank. Von diesem Bankkonto wird das Geld abgezogen, wenn man Crypto kauft, und dort landet das Geld, wenn man sie verkauft.

Stärken von bitcoin.de

  • Relativ einfaches Anmeldeverfahren
  • seriöse Börse, in Deutschland ansässig
  • größter Teil der Coins werden nach eigenen Angaben in so genannten „cold wallets“ aufbewahrt (23)
  • deutschsprachiger Support per Mail
  • man kann mit Euros CryptoCoins wie BITCOIN kaufen (dies ist auf internationalen Börsen nicht immer der Fall)

Nachteile:

Es werden nur wenige Coins gehandelt: unter anderem BITCOIN (BTC), BitcoinCash (BCH), Ether, Litecoin. Wenn man bedenkt, dass es mittlerweile über 7.000 verschiedene Coins gibt, sind die auf bitcoin.de gehandelten von der Anzahl her recht wenig.

Der Handel konzentriert sich aber eh auf Bitcoin und Ether, die Bitcoin-Dominanz beträgt derzeit 66 % (Mitte November 2020). Dennoch: Es gibt aufstrebende Coins, die mit neuen technischen und anwenderorientierten Entwicklungen in der Crypto- und Blockchain-Szene einhergehen – und diese findet man vergeblich in bitcoin.de.

Es werden nur User mit deutschem Pass akzeptiert. Wohnort in Deutschland reicht nicht aus.

Hier ein kurzes Video über die wichtigsten Schritte bei der Registrierung auf der Handelsbörse bitcoin.de von „Crypvision“:

Man kann bei bitcoin.de über seine eigene Hausbank CryptoCoins kaufen oder aber man richtet sich ein Konto bei der fidor-Bank ein (jetzt „futurum“). Letzteres ermöglicht den Express-Handel und eine größere Preisauswahl beim Coinkauf: ich komme bei Kauf und Verkauf besser weg. Ohne fidor-Konto kaufe ich teurer ein und verkaufe meine Coins billiger – ist natürlich ärgerlich.

Hier ein zweites Video von „Cryptvision“ zum Thema Bitcoin.de-Verifizierung“

Mann kann mit einem fidor-Konto auf bitcoin.de Coins kaufen, muss es aber nicht. Da ein fidor-Konto mittlerweile mit Kontoführungs-Gebühren verbunden ist, bitte entsprechend vorher informieren, wie viel die aktuellen Kosten betragen (zuletzt war von 5 Euro an monatlichen Kontoführungsgebühren zu lesen).

Wer sich eingehend mit den Rahmen-Bedingungen von bitcoin.de beschäftigen möchte, schaut am besten in de FAQs auf bitcoin.de (24) Dort werden so gut wie alle wichtigen Fragen beantwortet.

Deutschsprachiger Support

Großer Vorteil von bitcoin.de: Es gibt einen deutschsprachigen E-Mail-Support. Es wird idR recht schnell geantwortet, wenn man Fragen hat oder Hilfe braucht. bitcoin.de vermittelt auch zwischen Händler und Käufer, wenn Schwierigkeiten auftauchen sollten.

Ebenfalls wichtig: Nachdem man seine (Bit-)Coin gekauft hat, muss man innerhalb einer bestimmten Zeit den Kauf und die Bezahlung explizit bestätigen, ansonsten ist der Handel ungültig und man büßt an seinem Trustlevel ein.

Wenn man sich angemeldet hat auf bitcoin.de mit persönlichen Daten und Ident-Verfahren, kann man je nach Trust-Level für eine bestimmte Summe (Bit-)Coins kaufen. Der Marktplatz bietet einen Überblick über die angebotenen Käufe und Verkäufe. Habe ich keine fidor-Bank, kann ich nur die Käufe angehen, die meinem Level entsprechen – und die sind wie gesagt ungünstiger als die mit fidor-Bank (=expressHandel).

Angenommen, ich will 0.1 Bitcoin kaufen über meine Hausbank, so kann ich mir entweder aus der Liste der angebotenen Käufe einen Posten auswählen und den Kaufprozess anleiern, oder aber ich gehe oben in die Zeile, in der ich meine gewünschte Menge für den gewünschten Preis eingeben kann (wer Preise eingibt, die deutlich abseits des jeweils aktuellen Preises stehen, darf sich nicht wundern, wenn er kaum/keine Angebote aufgelistet bekommt.

Käufe sind verbindlich und müssen explizit bestätigt werden

Wenn man auf „kaufen“ drückt, gilt dies als verbindlicher Kauf. Überweist man nicht die entsprechend geforderte Summe, wird man durch eine Sanktion in seinem Trust-Level herabgestuft: Wer es hier so weit treibt, dass er einen miserablen Trust-Level bekommt, kann es bei späteren Käufen/Verkäufen schwer haben, einen Handelspartner zu finden. Eine kleine Möglichkeit gibt es, den Kauf zu widerrufen: Man kann beim Handelspartner anfragen, ob er bereit ist, den Kauf/Verkauf zu stornieren.

Habe ich das Geld überwiesen, muss ich innerhalb eines befristeten Zeitfensters anklicken, dass die Anweisung erfolgt ist – ansonsten ist der Handel ungültig.

Ist das Geld eingegangen und hat mein Handelspartner dies bestätigt, gehören die 0,1 Bitcoin mir. Sie tauchen dann in dem Reiter „mein Bitcoin.de“ auf. Auf bitcoin.de habe ich eine Übersicht meiner Käufe und Verkäufe: Das ist sehr nützlich, wenn man gegenüber dem Finanzamt nachweisen muss, ob, wann und in welcher Höhe man Gewinne erwirtschaftet hat.

Hier kannst Du Dich bei bitcoin.de anmelden, um BITCOIN zu kaufen/verkaufenAFL:

https://www.bitcoin.de/de/r/m9ga6y

Binance

Wer sich über die bei bitcoin.de genannten wenigen Coins hinaus noch für viele andere Alt-Coins interessiert, ist bei der Crypto-Börse „Binance“ gut aufgehoben. Binance ist in China gegründet worden und unter anderem in Malta ansässig. Um zu wissen, in was ich investiere, sollte ich mich aber vorher informieren, was hinter dem Coin steckt (Konzept, Ziel, Funktion, Team, Netzwerk, Community, Fortschritt, Zukunftsaussichten…). Viele Coins kommen, werden raufgepumpt, um dann wieder in der Bedeutungslosigkeit zu versenken: Oft stehen kurzzeitige Schneeballsysteme dahinter, bei denen nur einige wenige den Reibach machen, während die Mehrheit leer ausgeht.

Coins, die stark dastehen durch ein funktionierendes Netzwerk an Entwicklern und Usern wie BITCOIN oder Ether und dazu noch vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bieten wie die Ethereum-Blockchain, haben bis heute Bestand/Wert.

Relativ neu bei Binance: Mann kann Euros auf das Binance- Konto transferieren und damit Coins kaufen. Aber Achtung: Hier gibt es Limits. Wer mit höheren Summen handeln möchte, muss mit zusätzlichen Hürden bei der Identifikation rechnen.

Hier kannst Du Dich bei binance anmelden, um BITCOIN zu kaufen/verkaufenAFL:

https://www.binance.com/en/register?ref=16127617

blockchain.com

blockchain.com ist in erster Linie eine wallet, bei der man einige der bekannten Coins aufbewahren, aber auch kaufen kann. Wer seine Coins auf einer BörsenWallet wie blockchain.com aufbewahrt, sollte sich bewusst machen, dass er nicht den PrivateKey (siehe Kapitel 4.1.) besitzt. Wer nicht den Private Key, besitzt, der hat keine richtige Kontrolle über seine Coins.

Hier kannst Du Dich bei blockchain.info anmelden, um BITCOIN zu kaufenAFL:

Blockchain − das vertrauenswürdigste Kryptounternehmen

Weitere Börsen, die in der deutschen Crypto-Community als seriös gelten, die ich aber nicht ausprobiert habe:

  • Bison von der Börse Stuttgart. Bei Bison kann man mit Euros einige Cryptocoins kaufen, u.a. BITCOIN. Sie bezeichnet sich nicht als klassische CryptoBörse, weil beim Kauf/Verkauf nicht einzelne (Privat-)Händler stehen wie bei bitcoin.de: „Bei BISON handelst du nach der Anmeldung und der nötigen Verifizierung immer mit der EUWAX AG, einer Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH.“
  • Kraken gilt ebenfalls als eine seriöse Handelsbörse im internationelen Crypto-Handel. Ansässig ist sie in den USA. Viele in der Crypto-Szene schwören auf Kraken, weil (Bit)-Coin-Käufe verglichen mit anderen Börsen zu günstigeren Preisen ablaufen und anfallende Gebühren sich moderat halten.Weiterer Vorteil: Obwohl es eine amerikanische Börse ist, kann man mittlerweile Coins mit Euro kaufen.
  • Bitwala aus Berlin: mobile Banking und Crypto-Trading in einem nach Anmeldung und Video-Ident-Verfahren: „Bei Bitwala bist du im Besitz der privaten Wallet-Schlüssel. Du hast die volle Kontrolle über deine Keys und deine Coins, niemand sonst kann darauf zugreifen oder Transaktionen autorisieren, auch Bitwala nicht.“ Zitiert aus:

Meine Auswahl an Crypto-Börsen richtet sich in erster Linie nach persönlichen Auswahlkriterien: Ich empfehle nur Börsen, die ich mit wenig Geldeinsatz und ohne großen Aufwand selbst ausprobiert und als „funktionierend“ kennen gelernt habe. Darüber hinaus sind gelten die ausgewählten Börsen in der Crypto-Community als seriös und sind bisher nicht gehackt worden.

Es gibt natürlich noch mehr CryptoBörsen, die einen seriösen Ruf genießen und die nicht hier aufgelistet sind. Ich erhebe keinen Anspruch darauf, alle existierenden soliden Börsen aufzuzählen. Wenn Ihr meinen solltet, die und die Börse gehört unbedingt in diese Reihe und sollte aufgenommen werden als „seriöse und funktionierende“ Crypto-Exchange (Börse), könnt Ihr es mir gerne mailen/vorschlagen in Euren Kommentaren.

Kapitel 3: Was kostet „ein“ BITCOIN?

Der BITCOIN-Preis schwankt stark. Zu Pionierzeiten schickten sich BITCOIN-Enthusiasten im Jahr 2010 die Coins für wenige Cent hin und her. Nach 10 Jahren muss man heute (Stand 23. November 2020, 14 Uhr) annährend 15.700 Euro Zahlen. Ich habe an dieser stelle mit Absicht die Uhrzeit notiert, denn BITCOIN ändert häufig seinen Kurs, manchmal sind innerhalb von nur wenigen Minuten deutliche Kursschwankungen zu verzeichnen.

Der aktuelle BITCOIN-Kurs ist stets einsehbar unter coinmarketcap.com (25) oder finanzen.net (26)

Im Laufe der Jahre haben wir enorme Wertsteigerungen beobachten können, aber auch Abstürze von 80 Prozent und mehr. Deswegen wiederhole ich: BITCOIN ist ein hochvolatiles Asset und nur mit der entsprechenden Vorsicht und Nervenstärke zu genießen.

Niemand muss „ein“ BITCOIN kaufen. Zumal man in diesem November 2020 über 15.000 Euro dafür hinblättern muss. Es lassen sich auch kleinere Anteile erwerben: 0,1 oder 0.2 oder 0,001…

3.1. BITCOINS Leitwährung in Fiat ist der US-Dollar

BITCOINS Kurspreis wird international in US-Dollar angezeigt. So wie es auch bei materiellem Gold der Fall ist. Derzeit haben wir einen recht schwachen Dollar (1 Dollar = 84 Cent im November 2020). Vor nicht allzu langer Zeit lag der Dollar bei 88/89 Cent: Hier sind die entsprechenden Währungs-Wechselkurse zwischen Euro und Dollar zu beachten.

Kapitel 4: Wie bewahre ich meine BITCOINS sicher auf?

Für viele wahrscheinlich ein Problem, für BITCOIN-Enthusiasten hingegen ein positives Alleinstellungsmerkmal und einer der wichtigen Gründe, warum es überhaupt BITCOIN gibt:

„Be your own bank“ bedeutet, dass man selbst für seine Cryptos und deren Aufbewahrung verantwortlich ist. Dafür gibt es so genannte Wallets ( = digitale Geldbörsen). Bei Hardwallets wie „Ledger Nano“ oder „Trezor“ besitzt man den privaten Zugangsschlüssel (Private Key). Andreas Antonopoulos pflegt zu sagen:

„Your private key = your bitcoin, not your private key = not your bitcoin“.(27)

Andreas Antonopoulos

Was er damit meint und was gemacht werden muss, um seine BITCOIN möglichst sicher aufzubewahren, seht Ihr in seinem Video von 2017:

Aus meiner Sicht das größte Risiko, seine (Bit)-Coins zu verlieren: Fehler bei der Aufbewahrung, die wir selbst zu verschulden haben.

Mögliche Fehler: Ich weiß nicht mehr, wo ich meinen PrivateKey und mein PIN aufbewahre.

Nach dem Kauf von Bitcoins müssen wir uns selbst darum kümmern, dass unsere Coins sicher aufbewahrt werden. Wir sind unsere eigene Bank: mit allen Vorteilen und den möglichen Nachteilen. Wir können nicht mehr unsere Sparkasse anrufen und dies und das erfragen. Auch sind unsere Einlagen auf den meisten Plattformen nicht im klassischen Banksinne bis zu 100.000 Euro gesichert.

4.1. Der Private Key

Wir sind unsere eigene Bank und selbst verantwortlich für den Zugang zu unseren Crypto-Konten. Dabei hilft uns der Private Key

Nur dann, wenn wir den so genannten PrivateKey besitzen, besitzen wir auch unsere (Bit-)Coins, bzw. er ist der Schlüssel zum Zugang zu unseren (Bit-)Coins.

Das (Bit-)Coin-Konto verwaltet man selbst mit Hilfe seines Private Keys und einer PIN.. Das erfordert nicht nur Verantwortung, sondern auch a bisserl (technisches) KnowHow.

Den Private Key richten wir selbst ein. Er besteht aus 12, bzw. 24 kurzen Wörtern, die nach dem Zufallsprinzip generiert werden aus dem Fundus des englischsprachigen Wörterbuchs.

Aus diesem Private Key werden die so genannten Public Keys generiert, wenn es darum geht, (Bit-)Coin-Transaktionen in die Wege zu leiten. Andreas Antonopoulos in eines seiner weiteren Videos aus dem Jahr 2018 über Private und Public Keys:

(Bit-)Coin in einer Hardware-Wallet aufbewahren mit Private Key

Eine vergleichsweise sichere Verwahrungsart stellen so genannte Hardware-Wallets dar. Sie ähneln einem USB-Stick. Wer so etwas besitzt und es sich korrekt einrichtet, ist im Besitz seines Private Keys und damit auch im Besitz seiner (Bit-)Coins.

Wenn es um Summen geht, deren Verlust wir nicht verkraften (möchten), empfiehlt sich eine solche Hardware Wallet.

4.2. Hardware-Wallet Ledger Nano

Der Ledger Nano sieht aus wie ein USB-Stick und kostet derzeit 59 Euro (Stand November 2020, in früheren Jahren war er deutlich teurer).

Es wurden in der Vergangenheit zwar die eine oder andere Schwachstelle am Ledger aufgezeigt, aber sie sind bisher nicht geknackt worden. Das spricht für sie und deshalb gelten Hardware-Wallets wie der Ledger (auch „cold wallet“ genannt) als eine sichere Art, (Bit-)Coins aufzubewahren.

Kaufen wir uns einen Ledger und richten ihn ein (wie das geht, wird im unteren Video von TOGB gezeigt), wird der so genannte PrivateKey durch ein Zufallsprinzip generiert. Er besteht aus 12 oder 24 englischen kurzen Wörtern (SEED genannt). Er zieht sich seine Phrase aus 2048 Wörtern des Englischen Wörterbuchs. Bei einem 12-Seed sind dies 2048 hoch 12 Kombinations-Möglichkeiten. Also schlecht knackbar.

Von diesem MasterPrivateKey werden PublicKeys generiert. Darüber hinaus müssen wir eine PIN wählen, die wir im Ledger eingeben, damit er sich mit der „Ledger Live-App“ auf unserem Computer-Desktop verbinden kann. Mit dieser PIN haben wir Zugang zu unserem (Bit-)Coin. Die Bitcoins selbst liegen stets auf der Blockchain, nicht im Ledger. Der Ledger ist unser Zugang zum (Bit-)Coin.

Neben dem Ledger gibt es auch die Möglichkeit, sich auf dem Computer-Desktop eine Wallet einzurichten.  Eine Desktop-Wallet gilt jedoch als unsicherer. Auf mobilen Smartphones lassen sich ebenfalls Wallets laden.

Da Hardware-Wallets wie der Ledger derzeit als recht sichere Methode gelten, verweise ich auf ein Video-Tutorial von Patrick, der unter dem Namen „TOGB“ einen Youtube-Kanal laufen hat und ausführlich den Umgang mit dem Ledger Nano erklärt:

TOGB-Youtube-Video im Mai 2019 zum Thema „Ledger Nano-Anleitung zur sicheren Bitcoin-Aufbewahrung:

Etwas kürzer, aber auch gut erklärt von btc.echo im Dezember 2017:

Der beste Weg, sich einen Ledger zu kaufen, ist über die Website des Herstellers zu gehen:

Hier kanns Du direkt beim französischen Hersteller „Ledger“ eine Ledger-HardwareWallet kaufenAFL:

 https://shop.ledger.com/?r=2a80f9641227


4.3. Alternative zum Ledger: Hardware-Wallet trezor

Die Hardware-Wallet „Trezor“ gilt ebenfalls als sicher. Der „Trezor one“ kostet derzeit 56,56 Euro und kann hier gekauft werden:

Trezor wirbt mit dem Slogan: „The safe place for your coins“. Der Trezor unterscheidet sich optisch ein wenig vom Ledger: ist etwas breiter und kürzer. Wie der Ledger auch, kann der Trezor über Bitcoin hinaus auch Ether und viele andere Altcoins sicher verwahren.

4.4. Wo ist mein PrivateKey? Wo habe ich meine PIN aufgehoben?

Wenn man seinen PrivateKey verliert und sich dann vielleicht noch nicht mehr an seinen HardwareWalletPin erinnern kann, hat man leider keinen Zugang mehr zu seinen BITCOINS. Zwar liegen BITCOINS noch auf der Blockchain, aber ich habe keine Möglichkeit mehr, an sie ranzukommen: sie sind für mich verloren.

Der einzige Trost: Es passiert auch anderen. Einige Millionen Bitcoin gelten als „eingefroren“, weil die ehemaligen Besitzer ihren PrivateKey und ihre PIN verloren haben.

Solche Verluste, bzw, die Angst, den Zugang zu seinen (Bit-)Coins zu verlieren, tragen dazu bei, dass (Bit-)coin noch nicht die Massenadaptation erfahren hat: Wer nicht mehr weiß, wo er seinen PrivateKey aufbewahrt hat mit den code-Wörtern und dann noch seine PIN vergessen hat, der hat schlechte Karten, denn er kommt nicht mehr an seine (Bit-)Coins ran.

Je höher die Summen sind, die man ausgegeben hat für (Bit-)Coins, um so bitterer ist ein solcher Verlust. Wir können uns nicht mehr darauf verlassen, dass unsere Coins von einer Bank wie die Sparkasse oder Postbank aufbewahrt wird – wo wir die Möglicheit haben, einen neuen PIN zu beantragen für den Fall, dass wir ihn verloren/vergessen haben. Der Handel mit (Bit-)Coins ist ein Salto-Sprung ohne Netz: ein harter Prall kann die Folge sein (bringt uns zwar nicht um wie ein wirklicher Salto-Fall, aber tut trotzdem weh.)

Big Player wie PayPal haben den Cryptomarkt betreten: US-Bürger können jetzt schon (November 2020) Bitcoin und einige weitere Coins über PayPal kaufen/verkaufen. Sie können ihre Coins auch aufbewahren lassen von PayPal: Aber sie haben dann nicht den PrivateKey in der Hand. Wenn es einen Hack o.ä geben sollte, sind (Bit-)Coin-Besitzer auf die Kulanz von PayPal angewiesen, wenn es darum geht, gestohlene und damit verlorene (Bit-)Coins zu erstatten.

Der Trend wird wahrscheinlich mehr und mehr dahin gehen, dass die Leute ihre (Bit-)Coins von einer dritten Instanz aufbewahren/verwalten lassen. Das steht der ursprünglichen Idee von BITCOIN „sei deine eigene Bank“ entgegen, aber andererseits ist es eben nach wie vor für viele schwierig, mit der Technik eines Hardwarewallets wie Ledger nano oder Trezor umzugehen – samt PrivateKey.

Kapitel 5: Wenn ich ü40 bin: lohnt sich da noch ein (Bit-)Coin-Kauf bei meinem kürzeren Anlagehorizont?

Wir haben in den vorherigen Kapiteln den Charakter des BITCOINS kennengelernt und den Umstand, dass es sich um ein stark schwankendes Investment handelt. Das entspricht dem bisher geltenden Grundsatz: Je risikoreicher ein Asset ist, desto lukrativer können die Gewinne sein. Das trifft auf BITCOIN zu – genauso trifft es aber zu, dass man riskiert, Geld zu verlieren. Dies wahrscheinlich in stärkerem Maße, als es bei Assets wie Betongold, Gold oder ETFs der Fall wäre.

Es kann nicht oft genug wiederholt werden: Nur dann, wenn man weiß, dass man es nervlich aushält, Geld zu verlieren durch BITCOIN-Invests, sollte man sich hineinwagen.

Der Zeit-Horizont eines ü-40-Menschen ist faktisch kürzer als der eines Mittzwanzigers. Ein zwanzigjähriger Student mag vielleicht 1.000 Euro in BITCOIN investieren – wenn der Kurs abstürzen  und er mit Verlusten verkaufen sollte, ist dies zwar ärgerlich, aber nach diesem Lehrgeld hat er noch viel Zeit vor sich, um das Lenkrad umzudrehen und hoffentlich Gewinne zu erwirtschaften durch zukünftige Anlagen.

Handelt es sich aber um einen 45, 55, 65 Jährigen, der zudem wenig Geld besitzt, ist bei BITCOIN Vorsicht geboten: Für alle und insbesondere für Ältere gilt: Nie mehr Geld einsetzen, als man finanziell und emotional verkraften kann bei einem eventuellen Totalverlust. Vor allem nicht sein sein ganzes Hab & Gut einsetzen, um noch mitmischen zu können bei BITCOIN.

Wenn ich denke: „Ich habe nur einen Teil meines Geldes in BITCOIN gesteckt, sollte der Kurs total den Bach runtergehen und ich verkaufe ganz unten, dann weine ich nicht um meine schönen Kröten“ – in so einem Fall wäre ein BITCOIN-Invest in finanzieller und emotionaler Hinsicht okay.

Klamm sein, womöglich noch Geld leihen müssen, um auf den rapid fahrenden BITCOIN-Zug zu springen in einer Phase, in der er enorm an Fahrt nach oben gewonnen hat – und sich dadurch hoffnungslos zu verschulden: nicht ratsam.

Kapitel 6: Wo lauern Fallen und betrügerische Angebote?

Ein Fallstrick, den es schon öfter gab: Crypto-Börse wird gehackt

Ich habe mich bei einer Crypto-Börse angemeldet, dort BITCOIN gekauft und lasse sie auf der Börse liegen. Wenn meine (Bit-)Coins auf einer Börse liegen, besitze ich sie nicht und habe keine Kontrolle über sie. Die Kontrolle, wenn es denn eine gibt, hat die Börse.

Ich bin nicht im Besitz des „Private Key“, wenn meine Coins auf ner Exchange (Handelsplattform) liegen. Nur dann, wenn ich den Private Key besitze, besitze ich auch meine Bitcoin. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ich mir eine Hardware-Wallet besorge und mit ihrer HIlfe meine (Bit-)Coins „cold“ aufbewahre.“Cold“-Wallets (28) wie Ledger Nano oder Trezor hebe ich separat vom Computer/Internet woanders auf – sie haben keine Verbindung zum Internet – es sei denn, ich stelle sie zeitweise bewusst her, um (Bit-)Coins zu transferieren.

Manche Exchanges wie bitcoin.de oder binance heben nach eigener Aussage einen großen Teil ihrer Coins in einer cold-Wallet auf. Auch in diesem Fall besitze ich nicht den PrivateKey: „not your privateKey, not your bitcoin“. Falls die Börse gehackt wird, bin ich auf die Kulanz der Exchange angewiesen, wenn es darum geht, die User zu entschädigen.

6.1. Dubiose Akteure, Fallstricke, gehackte Börsen

Dieses Video bietet einen kleinen Überblick über einige krumme Machenschaften und deren dubioso Akteure, die beispielsweise beim FakeCoin „OneCoin“ , dem Skandal rund um „SilkRoad“/der CryptoBörse „Mt.Gox“ oder dem Schneeballsystem „BitConnect“ ihr Unwesen trieben (in Englisch):

Hacks und Scams fingen erschreckend früh an:

Der Börsen-Hack von Mt. Gox(29)

Beim Hack der großen Mt. Gox-Börse im Jahr 2011 soll ein „Unbekannter“ sich Zugang verschafft und 25.000 BITCOINS entwendet haben. Der BITCOIN-Preis lag im Juni 2011 bei 30 Dollar, nach dem Mt.Gox- Hack fiel er auf 3 Dollar im Oktober 2011.

Silk Road galt als halbseidenes Darknet für Drogengeschäfte. SilkRoad-Chef Ross Ulbricht wurde 2014 verhaft. Es hinterlässt einen faden Beigeschmack, wenn man betrachtet, dass es personelle Überschneidungen zwischen Mt.Gox und SilkRoad gegeben haben soll. (29)

Von denjenigen, die ihre Coins auf der Mt.Gox-Börse liegen gelassen hatten, verloren manche diese. Das kann immer und auf jeder Börse passieren, auch auf denen, die als seriös gelten. Das liegt einfach daran, dass Cyberkriminelle nicht schlafen und immer wieder Versuche starten, auf diese Weise sich zu bereichern. Abgesehen davon wurde und wird der Verdacht geäußert, dass es Mitglieder der Börse selbst sein könnten, die hinter dem Scam stecken. In beiden Fällen würde ich meine Coins verlieren. Deshalb ist es so wichtig, sich eine externe digitale Geldbörse einzurichten wie die Hardware-Wallet Ledger Nano oder Trezor und darüber zu wachen, dass man sein PrivateKey und seine PIN nicht verliert. Sollte ich meine PIN verlieren, kann ich mir mit Hilfe des PrivateKeys dennoch Zugang verschaffen zu meinem Konto.

Mt. Gox verprach nach dem Hack, seine Kunden entschädigen zu wollen. Ob und in welchem Umfang dies tatsächlich geschehen ist, konnte ich nicht umfassend nachverfolgen.

6.2. Tether-Hack im November 2017

Der Tether-Hack umfasste 31 Millionen Dollar. Das Pikante daran: Tether arbeitete mit der Börse „Bitfinex“ zusammen, die gehackt wurde. Bitfinex-Chef Strategy Officer Phil Potter soll gleichzeitig als Tether-Direktor fungiert haben. Tether selbst spielt als so genannter Stable-Coin eine zentrale Rolle im Crypto-Ökosystem. Tether behauptet, dass jeder Tether durch 1 Dollar gedeckt sei – einen Beweis konnten sie leider bis heute nicht erbringen. (30)

6.3. BitConnect: Bitconneeeeeccct!-Scam!!!!!!!!!!!!!!

BitConnect war eine große Betrugsmasche im Stile eines Pyramiden-Systems, auf die leider relativ viele Leute reinfielen. Der Bitconnect-Token wurde fleißig gekauft von Leuten, die den leeren Versprechen Glauben schenkten in der Hoffnung, schnell Geld zu scheffeln. Nachdem die Wertpapierbörse Texas das „Projekt“ BitConnect als Schneeballsystem bezeichnet und eine Unterlassungsklage angestrengt hatte, verlor der Token nach Ankündigung der Schließung über 90 % seines Wertes: viele verloren ihr Geld, nur einige wenige, die auf der Spitze der Pyramide saßen, sackten die Gelder ein. (31)

6.4. OneCoin-Scam

2014 gegründet, gehörte Onecoin zeitweise nach Bitcoin zum zweitgrößten Coin. Verantwortlich für die Betrugsmaschinerie von Onecoin ist die selbsternannte Crypto-Queen Ruja Ignatova . Zusammen mit ihren Gefolgsleuten sammelte sie viel Geld ein und tauchte dann unter. (32)

Hier ein aktuelles Video vom Januar 2020 über die dubiose Ruja Ignatova:

6.5. Mehrzahl der ICOs auf Ethereums Blockchain in den Jahren 2017/2018

Es gibt Trends in der Crypto-Ökonomie, die einem ermöglichen, viel Geld zu scheffeln: ICOs (InitialCoinOfferings). Analog zu Initial Public Offerings (IPOs) aus dem klassischen Börsenterrain werden bei ICOs für ein Projekt/StartUp Gelder von potenziellen (privat-)Investoren gesammelt. Das Geld lag bei Crypto-Enthusiasten recht locker in den Taschen, so dass riesen-Summen eingesammelt wurden. Nur leider verliefen bis zu 95 Prozent dieser ICOs ins Leere, bzw in die Taschen dubioser Akteure.

Allein Telegram sammelte im Rahmen eines ICOs 1,7 Milliarden Dollar. Bei dem Crypto-Unterfangen „EOS“ waren es 4,1 Milliarden. Daran ist zu erkennen, wie viel Geld global im Namen von Crypto-Start-ups eingesammelt wurde. Problem dabei: Seriöse Crytpo-Beobachter gehen davon aus, dass bis zu 90 Prozent dieser Gelder ins Leere gingen, weil z.B. Projektziele nicht erreicht/realisiert wurden – oder dass immense Summen in die Taschen dubioser Akteure geflossen sind.

Der Programmierer IvanOnTech zum Thema „ICO-Scams“:

6.6. DeFi-Hype und mögliche Scams

Nach dem ICO-Hype der Jahre 2017/18 erscheint gegenwärtig ein neuer Trend am Crypto-Horizont: DeFi (DecentralizedFinance/dezentrale Finanzen).

Bei DeFi geht es beispielsweise darum, auf dezentralisierten Plattformen mit Hilfe von SmartContracts (33)Coins zu verleihen/leihen und dafür Zinsen zu bekommen. Oder auch Crowdfounding zu betreiben. Wie bei ICOs in der Vergangenheit auch, dient die Ethereum-Blockchain für DeFi-Anwendungen.

Hier eine Kurz-Definition von Andreas Antonopoulos zur Frage: Was ist DeFi? Er vergleicht in seinem Video DeFi mit CeFi (Centralized Finance):

Es ist Vorsicht geboten bei Hypes wie ICO damals und DeFi jetzt. So wie in den Jahren 2017/18 immense Summen gesammelt wurden durch ICOs, wird dies in wahrscheinlich in ähnlicher Weise bei DeFi passieren. Das lockt Hacker an, die Lücken und Wege finden, illegal an Coins/Token ranzukommen, sprich: zu stehlen.

Darüber hinaus gibt es schon Hinweise für erste DeFi-exit-Scams (34). Es geht hier nicht darum, DeFi-Projekte zu verteufeln und sie alle als Scam abzustempeln. DeFi bietet viel Potenzial, ohne Frage – birgt aber auch hohe Risiken und Fallen. Es gilt – wie bei BITCOIN auch – sich vorab zu informieren, wenn man in DeFi einsteigen möchte.

btc-echo im September 2020 über das umstrittene DeFi-Projekt „SushiSwap“ und ob diesem Projekt ein Exit-Scam anhaftet oder nicht:

Kapitel 7: Weitere detaillierte Infos über BITCOIN

7.1. BITCOIN- und CryptoSzene (noch) männlich dominiert

Noch immer ist die Crypto-Szene von Männern dominiert: bei Crypto-Meetings around the world sind Männer überproportional anwesend, führende Bitcoin-Experten sind Männer. Von der Altersstruktur her sind zwanzig- und dreißigjährige Männer stark präsent.

Es gibt Bitcoin-Akteure wie Andreas Antonopoulos oder IvanOnTech, deren Wissen anderen sehr hilft – und es gibt leider sehr viele, die einfach nur mit ihrem Wissen angeben, ohne darauf zu achten, ob der Rezipient das Gesagte versteht oder nicht. Schön und gut, wenn jemand sich als „Experte“ tituliert (und das tun leider viele Dampfplauderer auf youtube) – aber m.E. kommt es darauf an, sein Wissen auch vermitteln zu können in der Weise, dass andere was davon haben.

Ein guter Anhaltspunkt, der hier die Spreu vom Weizen trennt: Crypto-Enthusiasten setzen ihre informativ-aufklärende Arbeit auch dann fort, wenn es stiller wird um BITCOIN, weil er eine jahrelange Talfahrt hat und in der öffentliche Wahrnehmung so gut wie verschwindet.

BITCOIN-Pioniere der ersten Stunde

Zur ersten Bitcoin-Generation gehören unter anderem:

Satoshi Nakamoto, Gavin Andresen, Hal Finney, Martti Malmi, Amir Taaki, Pieter Wuille, Nils Schneider, Jeff Garzik.

Gavin Andresen soll den BITCOIN-Core-Team verlassen haben, nachdem ihm vorgeworfen worden sei, dass sein Account kompromittiert worden sei. Ein Zugang, den Satoshi himself ihm ermöglicht haben soll. Er soll zum Team des Coins „BitcoinCash“ von Roger Ver gewechselt sein.

Weitere namhafte Bitcoin-Developer (abgekürzt „Dev“, übersetzt: Entwickler) waren/sind: Wladimir van der Laan, Eric Lombrozo, Matt Corallo, Peter Todd, Peter Wuille.

Zentrale Akteure bei BITCOIN ist das Entwickler-Team, das seit 2014 die Dokumentation übernommen haben soll und „BITCOIN-Core“ genannt wird: ein open-source-Projekt mit weltweit verteilten Unterstützern.

BITCOIN gehört niemandem. Unabhängig von zentralen Banken, Großunternehmen und Staaten existiert er und ist ein für jedermann in der Welt zugängliches Allgemeingut, das digital vorliegt und nach festgesetzten mathematischen Codes/Regeln funktioniert. BITCOIN-Core-Leute pflegen im Namen von BITCOIN das Netzwerk gemäß diesen Regeln, reagieren auf mögliche Fehler (Bugs) etc.

Die offizielle Website des Bitcoin-Core-Teams lautet: www.bitcoincore.org. Wer wissen möchte, wie die technischen Aktionen einzelner Bitcoin-Core-Devs aussehen, kann dies auf dieser Website einsehen:

www.github.com

Contributors to bitcoin/bitcoin · GitHub

GitHub ist ein offener Server (openSource), auf den Software-Codes gespeichert werden können. Alle, die Zugang zu diesem Server haben, können zusammen am Code arbeiten.

Im Juni 2018 soll Microsoft GitHub gekauft haben, woraufhin das CoreTeam den Wechsel zu Git-Lab anvisierten.

GitLab.org / GitLab · GitLab

Zum Core-Entwickler-Team gehört eine erlesene Anzahl an Devs, die über die reibungslose Funktion wachen und bei eventuellen Bugs (Fehlern, Schwächen) möglichst schnell reagieren. Einer der Bitcoin-Core-Devs, der von Anfang an dabei war, heißt Martti Malmi. Ein finnischer Computerwissenschaftler, der zu den allerersten gehören soll, die eMail-Kontakt mit dem anonymen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto gehabt haben sollen.

7.2. BITCOINS strahlendes Antlitz

Bitcoins existieren wie bereits erwähnt nur digital: man kann sie nicht anfassen. Dennoch werden Bitcoins oft in Form einer strahlenden, goldenen Münze mit einem dicken „B“ bildhaft dargestellt. Das mag dem Bedürfnis des Menschen entgegenkommen, sich ein Bild machen zu wollen von einer Sache, die er verstehen will. Bitcoin-Symbole helfen zudem den Medien, ihre Texte mit passenden Fotos zu versehen: so wie ich es hier in meinem Text vorneweg getan habe. Bilder lockern den Text auf. Mit dem Charakter von Bitcoin hat dies aber nichts zu tun.

Das BITCOIN-Konzept basiert auf einem virtuellen Internet-Protokoll, existiert nur auf Rechnern. Es ist die reine Rechenleistung von Computern, die nach festgesetzten Regeln (rules) Bitcoins generieren.

BITCOINS inhaltlich strahlendes Antlitz steht für die Möglichkeit, mit Hilfe seriöser Anbieter, einem guten Timing , vernünftiger Strategie, nicht zu viel Gier auf Geld und einem Pensum Glück gewinnbringend in diese Cryptowährung zu investieren. Darüber hinaus bietet die seinem kleineren Crypto-Bruder“Ethereum“ (Coinname: Ether) zugrunde liegende Blockchain-Technologie mit ihren Smart Contracts eine neue Landschaft, in der sich digitale Infrastrukturen aufbauen lassen, die sich mit realen Entitäten wie sichere Nachverfolgbarkeit in der Logistik, Identitätsverfahren, Geldleihen/verleihen etc verbinden.

7.3. BITCOIN-Code bisher unknackbar

Seit der Existenz von BITCOIN ist es bisher NIEMANDEM gelungen, den von Satoshi Nakamoto festgelegten Bitcoin-Code zu knacken!

Man kann sich vorstellen, mit welchem Eifer weltbeste Hacker versuchten/versuchen, diesen Code zu hacken: bisher vergeblich – das will was heißen.

BITCOIN wird eher gehortet mit der Hoffnung, ihn oder Teile davon später gewinnbringend veräußern zu können. Das Problem dabei ist, dass es ein ständiges und unruhiges Auf und Ab ist. Es ist kein kontinuierlicher, leiser Anstieg. Manchmal geht es so rapide aufwärts bzw. abwärts in wenigen Minuten, dass manch einer in seiner Beobachtung nicht nachkommt.

BITCOIN verhält sich – wie bereits oben erwähnt- wie ein Flummi: Es prallt manchmal wuchtig auf den Boden, ist unten angekommen relativ wenig wert, um dann wieder abrupt hochzuspringen und hohe Preise zu erklimmen.

Diese extreme „Volatilität“ (Schwankung) schreckt viele potenzielle Investoren davon ab, BITCOIN zu kaufen.  Anhänger hingegen finden genau diese Sprunghaftigkeit spannend und hoffen auf jähe Wechsel, um bei einem eventuellen AllTimeHigh (AllZeitHoch) eine hübsche Summe abzusahnen (auszucashen) – um dann wiederum bei einem eventuellen Dip am Boden billig BITCOIN nachzukaufen. Ein Spiel, das klappen – aber auch gehörig daneben gehen kann.

7.4. Nur wenige (Bit-)Coin-Trader sahnen ab

Dann gibt es erklärte (Bit-)Coin-Trader (Händler), die mit aberwitzigen Trade-Begriffen um sich schmeißen (teilweise aus den Aktien-Chartanalysen übernommen und mit neuen Mode-Begriffen aus dem Crypto-Space geschmückt) und behaupten, sie würden durch den häufigen Handel mit (Bit-)Coins viel Geld machen. Demgegenüber steht die Statistik, dass man bei einem häufigen Hin- und Her eher Geld verliert: Nur ein kleiner Teil der Day-Trader macht tatsächlich sein Glück, der große Rest geht leer aus. Beobachter geben an, dass 80 bis 90 Prozent der Day-Trader Verluste erleiden, während nur circa 10 Prozent Gewinne einkassieren. Es gibt pessimistischere Analysten, die dieses Verhältnis 95:5 sehen.

7.5. Gier nach dem schnellen Geld und nach Reichtum

Gerade weil die theoretische Möglichkeit besteht, mit (Bit-)Coin viel Geld zu machen, sprießen Träume in die Höhe wie dieser hier, der in der Crypto-Szene massenweise durchgeschleust wurde und sich zusammenfassen lässt in dem bekannten Slogan

„When Lambo?“

Will heißen: Ich mache das dicke Geld mit Bitcoin und kaufe mir einen Lamborghini. Wie so oft gibt es einen großen Unterschied zwischen Traum und Wirklichkeit und wie so oft wird es wahrscheinlich nur wenigen Leuten gelingen, tatsächlich viel Geld zu scheffeln, sich einen „Lambo“ oder was auch immer zu kaufen.

Die Gier auf das vermeintlich schnelle Geld kann dazu verführen, ein risikoreiches und fahrlässiges Invest-Verhalten an den Tag zu legen – schließlich will man nicht ewig auf seinen Lambo, sein Traumhaus, seine erste Million etc warten.

7.6. FOMO & FUD sind schlechte Begleiter bei Kauf-/Verkaufentscheidungen

Wenn der BITCOIN-Preis auf dem aufsteigenden Ast nach oben läuft, kehrt bei manch einem FOMO ein: Fear Of Missing Out: Die Angst, den rapid nach oben fahrenden Zug zu verpassen. Die ganze Zeit, wo der Kurs relativ niedrig lag, hat man gezögert und plötzlich – bei einem hohen Preis – meint man, aufspringen zu müssen. Ergebnis: Man zahlt relativ hohe Preise.

FUD (Fear, Uncertainty, Doubt = Angst, Unsicherheit, Zweifel) kann zu jeder Zeit einkehren: Angst, dass der Bitcoinpreis zu Boden fällt und dort verharrt, Zweifel, ob BITCOIN überhaupt eine einigermaßen sinnvolle Geldanlage ist…

Hohe Risiken einzugehen wegen FOMO oder FUD, ohne sie zu reflektieren, kann sehr schnell schief gehen. Es wäre nicht das erste Mal, dass zu viel Gier zu immensen Verlusten führt.

Wie bei Aktien-Käufen und -Verkäufen auch, profitiert der eine, während gleichzeitig jemand anders einen Verlust erleidet. So läuft es auch auf dem Crypto-Markt. Er ist noch vergleichsweise klein. Es gibt so genannte „Wale“, die sehr viele Bitcoins besitzen. Immer mehr institutionelle Anleger und Big Player steigen mit der Zeit ein und kaufen hohe Mengen an Bitcoin (z.B paypal). Es braucht nur ein einziger Wal seine große Bitcoinmenge bewegen: das erzeugt deutliche Wellen im gesamten Haifischbecken.

Gegen große BITCOIN-Wale und Haie hat der kleine Fisch kaum eine Chance: Bis er begriffen hat, dass die Großen zum schnellen Angriff nach unten oder oben blasen, ist es meist schon zu spät.

Je größer die Marktkapitalisierung ist, desto weniger fällt ein einziger Akteur auf. Aus der herkömmlichen Aktien- und Finanzwelt finden einige Instrumente den Weg in die noch junge Crypto-Ökonomie: Es gibt bereits BitcoinFutures (35)und es ist lediglich eine Frage der Zeit, wann Bitcoin-ETFs auf den Markt kommen. Auch mit Hilfe von BitcoinFutures und ähnlichen Finanzinstrumenten können Marktmanipulationen bei BITCOIN vorgenommen werden.

Viele hatten erst dann begonnen, BITCOIN zu kaufen, als der Kurs vor circa 3 Jahren (Ende 2017) sein AllTimeHigh (ATH, Allzeithoch) erreicht hatte mit fast 20.000 Dollar. Dann kam der Fall: Der Kurs rutschte zwischenzeitlich auf fast 3.000 Euro runter. Wer bei 7.000, 6.000 oder gar 4.000 verkauft hat, hat sich bös verbrannt.

Kapitel 8: Muss ich Gewinne aus (Bit-)Coin-Verkäufen versteuern?

Hodln bringt den Vorteil mit sich, dass wenn ich Bitcoin länger als 1 Jahr halte, die Gewinne aus einem Verkauf steuerfrei sind. Möchte ich das Jahr nicht abwarten und vorher verkaufen, ist ein Betrag bis maximal 599 Euro ebenfalls steuerfrei.(36)

Ich bin keine Finanzamt-Expertin und angesichts der Tatsache, dass die Regelungen zur Steuer bezüglich (Bit-)Coins geändert werden könnten, ist es ratsam, sich stets aktuell zu informieren bei seinem Steuerberater, wie die aktuelle Gesetzeslage ist.

Zu empfehlen ist, sich seine Bitcoin-Käufe und -Verkäufe aufzubewahren, um einen Überblick darüber zu haben, ob und welche Coins der Steuer unterliegen. Und um dem Finanzamt gegenüber auf eine eventuelle Nachfrage hin beweisen zu können, wie die Gewinn- und Verlustverläufe waren/sind.

Kapitel 9: Was noch geschehen sollte, damit immer mehr Menschen Bitcoin als ein lukraktives Investment betrachten

Das Anmeldeverfahren auf Online-Crypto-Börsen ist für den Normalverbraucher nach wie vor zu kompliziert/langwierig. Das schreckt ab. Zukünftig müsste es einfacher werden, sich bei einer Börse anzumelden, bzw (Bit-)Coins zu kaufen. PayPal ermöglicht derzeit (November 2020) nur seinen amerikanischen Kunden den relativ einfachen Kauf/Verkauf/Aufbewahrung von (Bit-)Coins. Ob und wann dies in Europa und Deutschland der Fall sein, wird, ist noch nicht bekannt.

Die Tatsache, dass PayPal mitmischt, hat dem BITCOIN-Kurs einen Aufschwung verschafft, so die einhellige Meinung der Beobachter.

Allerdings: Die Pay-Pal-(Bit-)Coins liegen bei PayPal, man besitzt nicht seinen Private Key. Passiert etwas, drohen Verluste. Inwieweit PayPal für eventuelle Verluste gerade steht, ist mir nicht bekannt.

Die Aufbewahrung von (Bit-)Coins ist derzeit noch ein großes Problem. Was ist sicher, was praktikabel? Was, wenn ich meinen Private Key nicht mehr finde und auch nicht mehr weiß, wie meine PIN lautet? Denn dann habe ich keinen Zugang mehr zu meinen (Bit-)Coins, habe sie faktisch verloren.

Es wird geschätzt, dass circa 5.000 000 Bitcoins eingefroren sind deshalb, weil keiner mehr Zugang zu den betreffenden PrivateKeys/PINs hat.

Das kann jedem/jeder passieren: Man möchte seine wertvollen (Bit-)Coins besonders sicher aufbewahren und versteckt sie so, dass man sie selbst nicht mehr findet. Außerdem ist angeraten, PrivateKey und PIN getrennt aufzubewahren. Das erschwert das Aufbewahren und Wiederfinden zusätzlich.

Lösen ließe sich das Problem, wenn Anbieter- ähnlich wie eine herkömmliche Bank – für die Einlagen bis zu einer gewissen Höhe garantieren. Dann ähnelt die Crypto-Ökonomie zwar verstärkt dem herkömmlichen Bankensystem (was sie vom ursprünglichen Anspruch her eigentlich nicht wollte), aber dafür wäre die Kohle für die Kunden sicher.

Kapitel 10: RESÜMEE und ein einigermaßen vernünftiger Rahmen für den Umgang mit (Bit-)Coin

In diesem Guide galt es nicht zu klären, ob es ratsam ist, in (Bit-)Coin zu investieren oder nicht. Weder empfehle ich ein BITCOIN-Invest, noch rate ich davon ab. Die Infos dieses Leitfadens helfen hoffentlich dem einen oder anderen bei der Frage: „Ist BITCOIN was für mich oder sollte ich lieber die Finger davon lassen.?

Wenn jemand sich trotz aller oben genannten Risiken und Fallstricke dazu entscheiden sollte, (Bit-)Coin zu kaufen, dann könnte ein einigermaßen vernünftiger Umgang mit diesem hochriskanten Asset so aussehen:

Ich kaufe nur für so viel Geld (Bit-)Coin, wie ich einen eventuellen Totalverlust verkraften kann.

Mein (Bit-)Coin-Invest stellt bestenfalls nur einen kleinen Teil meiner gesamten Asset-Anlagen dar. Ich habe meine Invests also verteilt (diversifiziert) auf Immobilien, Gold, eventuell Aktien …. Damit habe ich das Risiko verteilt auf mehrere Schultern: sollte die eine total einknicken, bleiben noch meine anderen Invests übrig. Ich sollte stets darauf achten, dass ich flüssig genug bleibe, um monatlich wiederkehrende Kosten wie Miete, Lebensmittel, sonstige Anschaffungen… zahlen zu können.

Für den Kauf suche ich mir eine seriöse Cryptobörse wie bitcoin.de oder binance.com.

Habe ich für eine recht hohe Summe (Bit-)Coin gekauft und würde mich der Verlust durch einen eventuellen Börsen-Hack stark schmerzen, transferiere ich meine Coins auf eine Hardwallet von Ledger Nano oder Trezor. Ich kaufe direkt Bitcoins auf einer soliden Börse, lasse mich nicht auf „Broker“ ein, die für mich x oder y-Papiere kaufen, die angelehnt an den Bitcoin irgendwelche Anteilsscheine darstellen.

Ich vermeide den Fehler und leihe mir nicht Geld, um noch auf den rapid fahrenden Bitcoin-Zug zu springen. Ich entscheide mich fürs Hodln, weil ich das in Bitcoin investierte Geld nicht liquide brauche. Ich warte geduldig, bis Bitcoin ein relatives Hoch erreicht hat. Wenn ich einen Teil auscashen möchte, mache ich das, weil ich zum Beispiel das wieder in meinem Portemonnaie haben möchte, was ich ursprünglich investiert habe: danach kann ich entspannter zuschauen, wie der BITCOIN-Preis sich entwickelt. Mit einem gewissen Teil bleibe ich möglichst in BITCOIN drin, damit ich noch mitspiele für den Fall, dass der Kurs steil nach oben gehen sollte.

Beobachte ich einen Dump, kann ich wieder Bitcoin nachkaufen. Zu lange zu warten, bis der „höchste Punkt“ oder der „tiefste Boden“ erreicht ist, kann schief gehen: Nicht zu gierig auf das schnelle Geld sein und sich damit zufrieden geben, dass es einem nicht gelungen ist, auf dem „höchsten Stand“ zu verkaufen und am „tiefsten Punkt“ (nach-)gekauft zu haben. Denn das Höchste und das Tiefste lassen sich leider nur im Nachhinein ausmachen:

„Wenn ich gewusst hätte, dass der BITCOIN so weit hoch geht, hätte ich früher gekauft/später verkauft“ – solche und ähnliche Sätze sind nicht hilfreich. Denn wissen konnte es niemand.

Niemand muss einen ganzen BITCOIN kaufen: Es lassen sich auch kleine Anteile von 0,1, 0,2 oder 0,005 und noch kleiner kaufen. Gerade, weil der Kurs stark gestiegen ist, werden sich viele keinen ganzen BITCOIN kaufen können. Manche legen sich monatlich eine Summe beiseite, die sie entbehren können und die sie mehr oder weniger regelmäßig in BITCOIN investieren.

Anmerkung zu Affiliate-Programmen: Dieser Beitrag enthält Affiliate Links (mit AFL gekennzeichnet), also Verweise zu Unternehmen wie zB „ledger nano“ oder der Crypto-Börse „bitcoin.de“. Über diese AffiliateLinks empfehle ich Unternehmen oder Produkte, die zu den behandelten Themen passen (basierend auf eigene Erfahrung oder nach eingehender Analyse der Beurteilungen anderer Nutzer/Käufer). Wenn Leser auf einen AffiliateLink klicken und ein Produkt eines Partner-Unternehmens kaufen/nutzen, kann es sein, dass wir eine geringe Provision erhalten. Damit bestreiten wir einen Teil der Kosten für Betrieb und die Wartung unserer Website (Webhost, Theme, Content, Bilder…)

Disclaimer:

Zum Schluss möchte ich noch einmal betonen, dass dieser Guide keine Finanz- und Investmentberatung ist. Weder empfehle ich, in Bitcoins zu investieren, noch rate ich davon ab. Mir ging es nur darum, auf mögliche Risiken und Fallstricke hinzuweisen, die es leider gibt im (Bit)-Coin-Space. Dies in der Absicht, Infos zu liefern in diesem Leitfaden, um bei dem hochriskanten Narurell des BITCOINS Fallstricke möglichst zu meiden.

Wer trotz aller oben genannten hohen Risiken sich dazu entscheiden sollte, in (Bit-)Coin zu investieren, verantwortet ganz alleine eventuelle Verluste/Gewinne aus seinen (Bit-)Coin-Käufen/Verkäufen: Ich hafte nicht für etwaige Verluste.

Mögliche Fallstricke und größere Unfälle beim (Bit-)Coin-Invest lassen sich besser umschiffen, wenn man sich vor dem Einstieg in die (Bit-)Coin-Welt informiert. Damit Neulinge nicht in die zahlreichen Fallen tappen, die es in der Bitcoin- und Cryptoszene in betrügerischer Absicht leider gibt, sollten sie bestenfalls VORHER diese Infos lesen oder sich anderweitig informieren über den Charakter von BITCOIN: YouTuber/CryptoExperten wie Andreas Antonopoulos, TOGB oder IvanOnTech leisten hier hervorragende Aufklärungsarbeit.

Auch ohne betrügerische Akteure ist der relativ neuartige BITCOIN-Space mit zeit- und nervenaufwändigen Unwegbarkeiten bestückt, die man sich weitgehend ersparen kann, wenn man sich vorab vorbereitet.

Betrüger gibt es übrigens in so gut wie jeder Branche. Dieser Guide möchte dazu beitragen, die ungute Spreu vom nützlichen Weizen zu trennen. Die Infos habe ich nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert. Ich erhebe NICTHT  den Anspruch der Vollständigkeit (weil ich hier bewusst nur die Aspekte thematisiere, die mir wichtig erscheinen). Dieser Leitfaden beansprucht auch nicht, eine wissenschaftliche Doktorarbeit zum Thema „BITCOIN“ zu sein. Dennoch war es mir wichtig, bestimmte Inhalte und Begriffe mit Quellenhinweisen zu versehen: so haben Leser die Chance zu prüfen, woher ich die Infos habe und inwieweit sie glaubhaft sein mögen. Es kann sein, dass dieser Guide Fragen aufwirft. Diese können gerne an mich geschickt werden über die Kommentarfunktion dieses Blogs.

Für Anregungen und Hinweise auf eventuelle Ergänzungen oder Fehler bin ich dankbar und werde diese dann einarbeiten, nachdem ich die betreffenden Fakten überprüft habe: das Melden kann über die Kommentarfunktion ablaufen.

Dieser Guide enthält Affiliate-Links (mit AFL gekennzeichnet) in der Weise, dass ich nur diejenigen Unternehmen aus der Crypto-Branche empfehle, deren Dienste ich selbst ausprobiert, überprüft und für gut bzw. funktionsfähig befunden habe.

Ich habe diesen Guide erstmals November 2020 veröffentlicht. Nach und nach werde ich weitere Themen/Infos anfügen – fürs Erste aber hoffe ich, dass er viele nützliche Infos bietet für BITCOIN-Beginners.

Kurz zu mir:

Mein Name ist Tizia Koese. Als freie Autorin/Journalistin verfasste ich zahlreiche Artikel u.a. für örtliche Ausgaben der „Süddeutschen Zeitung“ und „welt kompakt“ München. Darüber hinaus sind zwei Romane von mir veröffentlicht worden: „netzlos glücklich“, „Granatapfelsplitter“.

Meine erste Begegnung mit BITCOIN: 2016

2016 hatte ich die erste konkrete  Begegnung mit Bitcoin&Blockchain. In den Jahren zuvor hörte ich hin und wieder mal das Wort„BITCOIN“, konnte aber damit nichts anfangen. Meine Assoziation war: „Irgendwas Dubioses, was ich nicht verstehe.“

Dann der Anruf meines Bruders 2016, der BWLer ist und als ChangeManager Unternehmen berät.

„Es geht um ein Kunst-Projekt, das ich realisieren möchte mit der Künstlerin Maris Palmi und das auf der Blockchain von Ethereum fußt“, sprach er.

„Aha“, dachte ich mir und verstand nichts.

Dann erklärte er mir, was er mit seinem Projekt namens „Theoretical Art“ vorhatte: Ein autarkes Geldsystem mit Hilfe der damals neuen Ethereum-Plattform (Blockchain) entwickeln, um den Erlös daraus freischaffenden Leuten in Musik, Malerei, Theater, Literatur… zugute kommen zu lassen. Ohne die finanzielle Not im Nacken zu spüren, sollten Freischaffende sich ihrer Kunst widmen können. Als freie Autorin mit beharrlichen finanziellen Fragen im Nacken war ich natürlich sehr interessiert und machte mit.

Ich begann in gewohnter Manier, genau zu recherchieren, worum es bei Bitcoin, Ethereum, Blockchain etc. geht. Je mehr ich las, desto mehr sah ich mich mit weiteren Fragen konfrontiert, so dass es notwendig wurde, sich stetig Informationen anzueignen über die Jahre hinweg. Das habe ich bis heute getan und mir ein gewisses Basiswissen angeeignet. Wobei ich nicht behaupten würde, dass ich alles verstanden hätte, aber ich habe durch meinen relativ frühen Einstieg einen gewissen Wissensvorsprung. Dieses Wissen will regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden: Die Entwicklungen in der Crypto-Welt sind rasant, wenn man auf dem aktuellen Stand der Dinge bleiben will, sollte man stets up-to-date sein.

Mein Wissen gebe ich mit diesem Guide weiter, damit andere davon profitieren können in der Weise, dass sie verlustreiche und anstrengende/mühsame Wege meiden, wenn sie die CryptoCoin-Welt betreten möchten.  Ich erhebe NICHT den Anspruch der Vollständigkeit (weil ich hier bewusst nur die Aspekte thematisiere, die mir wichtig erscheinen und weil ich einen gewissen quantitativen Rahmen nicht sprengen möchte).

Fragen, Anregungen und Hinweise sind willkommen. Diese können gerne an mich geschickt werden über die Kommentarfunktion dieses Blogs.

Quellen und weiterführende Informationen:
  1. Der aktuelle BITCOIN-Kurs lässt sich auf diesen Websites verfolgen: Cryptocurrency Prices, Charts And Market Capitalizations | CoinMarketCap (in Dollar oder Euro) und auf FINANZEN.NET: Börse und Finanzen (in Euro).
  2. Einsicht in das Original-Whitepaper von Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto kriegt man hier: bitcoin.pdf Die deutsche Version findet man hier: Bitcoins Marktplatz, Forum und Informationen | futurum bank AG
  3. Nähere Erläuterungen zum 3. Januar 2009 finden sich in: Das ist der Grund, warum Bitcoin exisitert – Business Insider und in: Zehn Jahre Bitcoin: Es werde Geld | heise online
  4. Zum Thema „Blockchain“ siehe: Blockchain_WhitePaper_Grundlagen-Anwendungen-Potentiale.pdf (fraunhofer.de)
  5. Näheres zum Bitcoin-Algorithmus SHA256 und Hash-Graphen siehe: Was ist Hashing? | Binance Academy
  6. Zum Thema „Block-Reward“siehe: Bitcoin Halving 2020: All You Need to Know (ig.com)
  7. Zum haschbasierten Proof of Work-Konsens (PoW) siehe: Blockchain — Enzyklopaedie der Wirtschaftsinformatik (enzyklopaedie-der-wirtschaftsinformatik.de)
  8. Etwas mehr über Jihan Wu steht in: Die aktuellsten Nachrichten über Jihan Wu | Cointelegraph
  9. Ein Überblick über das „Halving“ findet sich in: Bitcoin-Halving-Countdown | Binance Academy Zu der Frage „Wann/Wenn der letzte Bitcoin geschürft ist?“ schreibt das online-Medium „btc-echo“: Anno 2140: Was passiert, wenn der letzte Bitcoin gemint wurde? (btc-echo.de)
  10. Näheres zu den maximal 21 Millionen Bitcoins ist nachzulesen in: Warum wird es ausgerechnet 21 Millionen Bitcoin (BTC) geben? (btc-echo.de)
  11. Interessante Gedanken zum deflationären Charakter von Bitcoin finden sich in: Deflationary Currency, Bitcoin, and Just a Store of Value? | by ecurrencyhodler | Medium
  12. BITCOIN-Kurs im Oktober 2011 lediglich 3 Dollar wert: #1 Einfaches Bitcoin Kurshistorie-Diagramm (Seit 2009) (buybitcoinworldwide.com). Auf Coinmarketcap (Bitcoin (BTC) Historical Data | CoinMarketCap) sind die Preise für BITCOIN erst ab April 2013 bis heute aufgezeichnet. Wenn man auf coinmarketcap.com geht, dort auf „Bitcoin“ (der erste Coin auf der Liste) klickt, dann auf „historical data“ und bei den Daten auf „all“ drückt, bekommt man einen Überblick über den historischen Verlauf des Bitcoin-Preises. Zu beachten ist, dass Bitcoin schon vor 2013 gehandelt wurde – außerhalb von Crypto-Börsen und meist unter frühen BITCOIN-Enthusiasten.
  13. Überblick über aktuelle Kurse und die mehr als 7.000 Cryptocoins bietet: Cryptocurrency Prices, Charts And Market Capitalizations | CoinMarketCap
  14. McAfee-Betrug: Bitcoin (BTC)-Wette abgesagt! Empfiehlt stattdessen diese Coins | Coin Kurier
  15. Bitcoin prices surge after Paypal jumps into the cryptocurrency business – CNN
  16. MicroStrategy Founder Predicts Bitcoin Would Become Primary Treasury Reserve Asset | Headlines | News | CoinMarketCap
  17. Über den Hard-Fork rund um BitcoinCash im Jahr 2017 siehe: Bitcoin Cash Hardfork: Was ihr beachten müsst (cryptomonday.de)
  18. Zum Australier CraigWright und seinen Behauptungen über BITCOIN und BSV siehe: Bitcoin-Erfinder: Ist Bitcoin SV der „wahre“ Bitcoin und steckt Craig Wright tatsächlich hinter Satoshi Nakamoto? | Nachricht | finanzen.net
  19. #1 Satoshi to Bitcoin Converter (EASY!) (buybitcoinworldwide.com)
  20. Zum Charakter von Monero siehe: Monero (XMR) price, marketcap, chart, and info | CoinMarketCap
  21. Bitcoin Over the Counter Trades (OTC): How the Whales Purchase Crypto (blockonomi.com)
  22. Blocktrainer 1×1: Was bedeutet KYC/AML | Blocktrainer
  23. In den FAQs von bitcoin.de findet sich diese Aussage: „Ähnlich wie Banken nur noch geringe Bargeldbestände bevorraten, halten wir auch nur geringe Bestände von Kryptowährungen auf unseren Servern für Auszahlungsanforderungen von Kunden in sogenannten Hot Wallets regelmäßig bereit. Dies entspricht ungefähr 2% des Gesamtbestands an Kryptowährungen, die von uns für unsere Kunden verwahrt werden. Das eigene Euro- und Kryptowährungsvermögen der futurum bank AG übersteigt den Bestand der Kryptowährungen in den Hot Wallets um ein Vielfaches und kann somit bei einem möglichen Verlust voll entschädigt werden.“ Zu finden in: Bitcoins Marktplatz, Forum und Informationen | futurum bank AG
  24. Fragen und Antworten (FAQs) werden auf bitcoin.de hier behandelt: Bitcoins Marktplatz, Forum und Informationen | futurum bank AG
  25. Cryptocurrency Prices, Charts And Market Capitalizations | CoinMarketCap
  26. FINANZEN.NET: Börse und Finanzen
  27. Andreas Antonopoulos zum Thema „private key“: (1184) Bitcoin Q&A: How Do I Secure My Bitcoin? – YouTube
  28. Welche Wallets es gibt, was der Unterschied von cold- und hot-Wallets ist und welche recht sicher sind, lässt sich nachlesen in: Was ist ein Kryptowährungs-Wallet? | Binance Academy
  29. Zum Mt.Gox-BörsenHack und welche Überschneidungen es mit dem SilkRoad-Skandal gibt, siehe: Mt Gox CEO Mark Karpeles Implicated as Silk Road Mastermind (coindesk.com)
  30. Zu Tethers umstrittener Rolle in der CryptoCoin-Szene siehe: Breaking: Tether ist nicht zu hundert Prozent durch hinterlegte US-Dollar gedeckt (btc-echo.de)
  31. Zum BitConnect-Schneeballsystem-Betrug siehe: Der BitConnect Betrug – Was ist eigentlich passiert? | Coin-Update.de (coin-update.de)
  32. Zum großen OneCoin-Betrug siehe:Cryptoqueen: How this woman scammed the world, then vanished – BBC News
  33. Eine verständliche Definition von SmartContracts findet sich in: Was bedeutet Smart Contract? | BTC-ACADEMY (btc-echo.de)
  34. Ein DeFi-exit-Scam wurde August 2020 in „Concierge“ thematisiert: Der Ethereum DeFi-Raum hat einen Exit-Scam erfahren (coincierge.de). Ob „SushiSwap“ ein Scam war oder nicht, wurde lebhaft in Medien diskutiert, u.a. hier: SushiSwap – Millionen-Scam bei DeFi-Hoffnung? | FinanceFWD.
  35. Bitcoin (BTC) Futures: Alles, was man wissen muss (btc-echo.de)
  36. Einige Infos zum Thema „(Bit-)Coin und Steuern gibt es hier: Welche Nachweise verlangt das Finanzamt bei Gewinnen durch Bitcoin und Kryptowährungen? (anwalt.de)

Relaxen & Energie aufsaugen mit Autogenem Training

Lieblings-Liegeposition einnehmen und schon kann es losgehen mit dem Autogenen Training. Wer zum Frieren neigt, nimmt sich eine kuschelige Decke. Foto: shutterstock

Dem Autogenen Training (AT) haftet nichts Esoterisches an, es ist in erster Linie eine autosuggestive Technik, die jeder erlernen und anwenden kann, wenn er sich mehr Ruhe, Entspannung und Energie wünscht.

Es gibt exotische, fernöstliche Meditationsübungen, denen manche nachjagen und die nicht unbedingt zu einem Mitteleuropäer passen. Sie können natürlich trotzdem wirksam sein, vor allem, wenn man sich mit Körper & Seele voll darauf einlässt. Aber kaum jemand hat die Zeit, sich beispielsweise mit dem Zen-Buddhismus samt seinen zahlreichen Schulen und Meistern zu beschäftigen. Allein schon bei der Frage: „Welche Variante der Zen-Meditation ist für mich die passende?“ müssen viele schon passen. Bei Yoga wird es bereits schwierig, wenn Yogaübungen mit Spirituellem verknüpft werden. Ganz zu schweigen davon, dass es auch hier zahlreiche Schulen und Strömungen mit unterschiedlichen Ansätzen und Zielen gibt.

At-Übungen sind leicht zu erlernen

Eine einfache Technik wie Autogenes Training ist weitgehend frei von spirituellen Aspekten und lässt sich leicht erlernen: entweder bei einem erfahrenen Therapeuten im Einzelkurs, in Gruppenkursen oder durch gute YouTube-Videos (zwei ausgewählte werde ich unten verlinken).

Wichtig ist, vor dem Autogenen Training sicherzustellen, dass man 10, 20 oder 30 Minuten Ruhe haben wird, ohne gestört zu werden durch Telefone/Pflichten u.ä. Eine gemütliche Liege- oder Sitzhaltung ist auch angebracht. Am Anfang würde ich es vorziehen, die Übungen im Liegen zu machen. Kleidung sollte bequem sein und nicht einengen. Augen zu scheint mir für Beginner auch geeigneter als offene Augen (machen Fortgeschrittene manchmal). Wer zum Frieren neigt, kann eine Decke über den Körper ziehen.

Für 10 oder 20 Minuten ungestört sein, abschalten

Liege ich also gemütlich und werde für die Dauer des Autogenen Trainings (10, 20 Minuten oder auch länger) nicht von Geräuschen, Handyanrufen etc gestört, kann ich mit den Übungen beginnen. Ich habe über Jahre hinweg mit den folgenden Übungen gute Erfahrungen gemacht. Gelernt habe ich sie in einem Gruppenkurs, nachdem ich feststellte, dass ich gegen meine Schlafstörungen etwas tun sollte.

Das ist eine der größten Stärken des Autogenen Trainings: Macht man es regelmäßig und bleibt dran, kann es Schlaftabletten ersetzen – es fungiert sozusagen als „mentales Schlafmittelt“ – ganz ohne Pillen und ohne üble Nebenwirkungen.

Es gibt viele Varianten des Autogenen Trainings, hier nenne ich nur die Übungen, die ich kenne und die mir sehr geholfen haben.

Übung 1 ist das Schwere-Gefühl.

Mit dem kurzen Satz

„Meine Arme sind schwer“

kann ich das Schweregefühl autosuggestiv herbeirufen. Der Satz wird 3 bis 6 mal wiederholt. Ich kann mir dabei vorstellen, wie die Schwerkraft der Erde mich anzieht, meine Schwere spüren lässt. Es folgt der Übergang zu den Beinen:

„Meine Beine sind schwer.“

Ebenfalls so lange wiederholen, bis man es satt hat. Vor dem Übergang zu den Wärme-Übungen kann man sich vorstellen, dass die herbeigerufene und empfundene Schwere von einem abfällt: nach unten plumpst oder auf eine Wolke gehievt wird… Das ist Geschmackssache, man kann auch im Schweregefühl verharren. Ich habe einen AT-Therapeuten gefragt, ob es okay sei, wenn ich das Schweregefühl abwerfe. Seine Antwort: „Ja, so, wie man sich besser damit fühlt.“

Nach der ersten Übung sich selbst still sagen:

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“

Der Ruhesatz beendet jede Übungseinheit.

Übung Nr. 2 betrifft das Wärmegefühl.

Sie beginnt ebenfalls mit den Armen:

„Meine Arme sind angenehm warm/temperiert.“

Nach Gusto wiederholen. Das Interessante dabei: Je nachdem, ob ich es gerade als zu kalt oder zu warm empfinde, kann ich selbst regulieren, wie mein Körper sich fühlen soll. Schwitze ich gerade sehr und mir ist zu warm, dann lieber diesen Satz sich selbst still vorsagen:

„Meine Arme sind angenehm temperiert.“

Ist mir hingegen eher zu kalt, dann:

„Meine Arme sind angenehm warm“.

Das Gleiche mit den Beinen:

„Meine Beine sind angenehm warm/temperiert.“

Wärmeübung abschließen mit:

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“

Übung 3 betrifft das Atmen direkt

Ganz in Ruhe, gleichmäßig, langsam und tief einatmen und ebenso langsam wieder ausatmen. Diese Übung wiederholen, so lange man will.

Abschließen wieder mit:

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“

Übung 4 zielt auf das Herz ab

„Mein Herz schlägt gleichmäßig und ruhig.“

Bis 6x wiederholen und Abschlusssatz anfügen:

Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“

Übung 5 betrifft die Mitte, den Bauchnabel, auch „Sonnengeflecht“ genannt.

„Meine Mitte ist strömend warm.“

Nach Gusto wiederholen. Wer mag, kann sich warme Sonnenstrahlen vorstellen, die auf den nackten Bauch scheinen: damit kann man das strömende Wärmegefühl besser einfangen.

Abschluss wie gehabt mit:

„Ich atme ruhig, gleichmäßig, ich bin ganz ruhig und entspannt.“

Übung 4 zielt auf einen kühlen und entspannten Kopf

„Meine Kopfhaut/mein Kopf ist entspannt und angenehm kühl.“

Ausprobieren, ob man mit „Kopfhaut oder Kopf“ einen kühlen Kopf erreicht. Wer sich einen Windhauch vorstellt, der über Kopfhaut, Stirn, Augen und Gesicht weht, erlangt eventuell besser den sanft kühlenden Entspannungseffekt.

Zum letzten Mal den Abschlusssatz

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ganz ruhig und entspannt“

still für sich aufsagen. Danach sich in diese Ruhe und Entspannung fallen lassen. Damit fällt alles Angespannte von einem ab, eine wohltuende Leichtigkeit und ein „Sich-zu-Hause-Fühlen“ kehrt ein. Dies einfach nur genießen, so lange man kann und will.

Zurück zur Realität mit anspannenden Streckübungen

Um wieder in die Realität zurückzukehren, spannen wir Arme und Beine an, strecken uns mit geschlossenen Augen wie eine Katze, öffnen die Augen und lassen unseren Augen/Sinnen die Zeit, alles langsam wieder wahrzunehmen, was uns umgibt. Nur eben mit neuer Energie, Gelassenheit, neuem Blick. Manchmal, wenn es mir besonders gut gelungen ist, mich der Entspannung und Stille hinzugeben, erscheint mir meine Umgebung so, als würde ich sie zum ersten Mal im Leben wahrnehmen: so hell, so klar, so intensiv.

Als hätte ich an einem Schlauch neue Energie eingesaugt und diese Energie hält immerhin ein paar Stunden an. Ganz ohne künstliche Aufputschmittel gelingt es mir durch einfaches Autogenes Training, mit neuer Kraft, Ruhe und Tatendurst die Dinge anzugehen. Apropos „Durst“: es gut gut, nach dem Autogenen Training ein oder zwei Gläser Wasser zu trinken.

AT mit Visualisierung oder ohne?

Fortgeschrittene schwören darauf, mit suggestiven Bildern zu arbeiten. Mir persönlich reicht es, wenn ich die Sonnenwärme oder einen angenehm kühlen Windhauch zu Hilfe nehme. Natürlich kann man vieles visualisieren. Aber da würde ich empfehlen, dies zunächst gemeinsam mit einem verantwortungsvollen und erfahrenen Therapeuten anzugehen, dem/der man vertraut. Denn diese Art der Entspannung tendiert in Richtung Hypnose und das ist mit Vorsicht zu genießen. Weil nicht jeder sich einer Hypnose hingegen möchte. Weil man unerwünschte Gefühle provozieren kann, wenn man unpassende Assoziationen weckt… etc.

Mit Musik oder ohne?

Ob man meditative Musik dazu hört oder nicht, ist Geschmackssache. Manch einen beruhigt es, ein Meeresrauschen oder Vogelgezwitscher zu hören. Wenn, dann sollten es eher harmonische, beruhigende und gleichmäßige Klänge sein. Ich brauche es nicht, weil ich die Stille vorziehe.

Ich begnüge ich mich seit Jahrzehnten mit den rein technisch erlernbaren Anteilen des Autogenen Trainings – ohne spirituellen Schnickschnack drumherum (dies ist nicht abwertend gemeint, denn: es gibt ne Menge Leute, denen der spirituelle Aspekt hilft und alles, was heilt, hat m.E. seine Berechtigung).

AT ist nebenwirkungsfrei

Ein weiterer Riesen-Pluspunkt des Autogenen Trainings: Im Gegensatz zu Medikamenten, die einen Gewohnheitseffekt haben können derart, dass ich die Dosis erhöhen muss, bleibt mir die positive Wirkung des Autogenen Trainings über Jahre und Jahrzehnte erhalten. Dies auch dann, wenn ich als Fortgeschrittene die Übungen nur 2 Minuten lang mache – oder sie im Sitzen, draußen in der Natur oder sonstwo durchführe. Je öfter ich die autosuggestiven Kurzsätze wiederhole und je länger ich gegen Ende in der erreichten Entspannung verharre, desto länger dauern die Übungen – und natürlich umgekehrt: ein Quickie geht fast immer und beansprucht nur 2 oder 3 Minuten.

Ein Mittel, das wir immer mit uns führen und jederzeit so gut wie überall anwenden können – ohne belastende Nebenwirkungen. Mittlerweile kann ich sogar dann abschalten und Autogenes Training machen, wenn um mich herum Unruhe ist. Alles, was ich dafür tun muss: lediglich regelmäßig einige Minuten üben und das bereits Erlernte/Geübte so einsetzen, dass ich äußere Reize abschalten kann, um zur inneren Ruhe zu gelangen.

AT funktioniert nicht nur zum Energietanken, sondern auch zum Einschlafen

Mag zunächst widersprüchlich klingen, wenn ich sage, dass man mit AT-Übungen sowohl wach werden und Energie einsaugen, als auch ruhig einschlafen kann. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ich zum Zweck des Einschlafens mich ins Bett lege und zum Schluss die Aufweckübung des Anspannens und Glieder-Streckens weglasse, um in die Ruhe und Stille der Nacht einsinken zu können.

Hier die autosuggestiven Sätze im Überblick und zeitlicher Reihenfolge:

„Meine Arme sind schwer“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Meine Beine sind schwer.“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Meine Arme sind angenehm warm/temperiert.“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Meine Beine sind angenehm warm/temperiert.“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Ich atme langsam und gleichmäßig, ich bin ganz ruhig.“ (3-6x oder mehr)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Mein Herz schlägt gleichmäßig und ruhig.“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Meine Mitte ist strömend warm“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

„Meine Kopfhaut/mein Kopf ist entspannt und angenehm kühl.“ (3-6x)

„Ich atme ruhig und gleichmäßig, ich bin ruhig und entspannt.“ (1x)

Zum Energietanken gegen Schluss strecken und anspannen. Zum Einschlafen in die Entspannung eintauchen und einschlummern…

Hier zwei youtube-Videos mit Autogenem Trainings-Übungen. Sie sind zwar etwas anders als meine oben beschriebenen, aber m.E. auch gut und effektiv.

AT-Übungen zum Einschlafen werden im folgenden Video gezeigt. Natürlich ohne Aufweckfunktion, denn man will ja dahinschlummern…Wenn man sich bei der Anweisung „Nacken…ist warm und entspannt“ nicht wohl fühlen sollte, kann man alternativ auch „Nacken ist angenehm temperiert und entspannt“ wählen. Denn „angenehm temperiert“ ist für jeden etwas anderes und man kann die passende Temperatur einsetzen. Individuelle Änderungen sind okay, soweit sie zur Entspannung und Ruhe beitragen.

Drugs & Rock`n Roll, Teil 2

Aus der Reihe: „Körpereigene Drogen“

Teil 2: Endorphine

Unser Körper: Ein Pool mit körpereigene Drogen

Wir haben körpereigene Drogen. Es geht hier also nicht um Marihuana, Kokain oder Ecstasy, die von außen zugeführt werden, sondern um die Stoffe, die wir bereits in uns tragen und deren Mengenverhältnisse samt komplexer physiologischer und psychischer Interaktion einen enormen Einfluss haben auf unsere Psyche, kognitiven Fähigkeiten, Gesundheit, unser Wohlbefinden und Verhalten.

Welche Drugs  es sind, wie wir sie mit natürlichen Mitteln & Methoden herauskitzeln können, das will ich in dieser kleinen Reihe „Drugs & Rock`n Roll“ beleuchten. Dabei betrachte ich die Effeke, die auf der einen Seite bei einem eklatanten Mangel und auf der anderen bei einem signifikanten Überschuss entstehen können.

ACHTUNG: Liegt ein gravierender Mangel oder Überschuss an bestimmten Substanzen wie Dopamin vor, ist dringend geboten, einen Arzt (in diesem Falle einen Neurologen/Psychiater) aufzusuchen, weil dies behandlungsbedürftige Erkrankungen zur Folge haben kann. Ich betrachte in dieser Reihe nur leichte,  graduelle Schwankungen, auf die wir selbst Einfluss ausüben können.

Was in dieser Reihe mit „Drugs“ gemeint ist

Den Begriff „Drug“ fasse ich recht weit: Alle Stoffe, die beteiligt sind, wenn es um unsere Hirn- und Körperfunktionen (so genannte „Neurotransmitter“ zum Beispiel) geht und die Einfluss nehmen auf unser Befinden, emotionales Verhalten, unsere Gedanken, Gefühle und die Perspektive, die wir einnehmen, wenn wir die Welt/Ereignisse/ andere Menschen betrachten/beurteilen.

Einen wissenschaftlichen Anspruch erhebe ich nicht.  Das heißt, dass ich lediglich eine Auswahl an „Drugs“ thematisiere, dabei manchmal nur Teilaspekte betrachte, die mir interessant erscheinen hinsichtlich der Frage: Kann ich bei einem eventuellen Mangel/einem Zuviel an körpereigenen Drugs etwas ändern, damit es mir besser geht? Oder, was deutlich vernünftiger wäre: Kann ich dies gemeinsam mit meinem Arzt/Therapeuten angehen? Genauere chemische Zusammensetzungen oder theoretische Abfassungen sind weniger Gegenstand dieser Betrachtungen.

Natürlich läuft es nicht so einfach, dass man sich einen Neurotransmitter reinschiebt und schon ist alles wieder im Lot. Erstens können einige Substanzen wie z.B. Serotonin leider nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und zweitens spielen sich im Hirn/Körper hochkomplexe Funktionen ab, die miteinander zusammenhängen und nuanciert unterschiedliche Ergebnisse liefern. Medikamente (Psychopharmaka), die bei Depressionen oder Psychosen auf Neurotransmitter abzielen, um die Dysbalance wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen, bringen manchmal leider gravierende Nebenwirkungen mit sich. Umweltfaktoren und die individuelle Gen-Landschaft spielen natürlich auch noch mit.

Teil 2: Endorphine

Körpereigene Endorphine stimmen uns euphorisch und lassen uns unser Ziel erreichen, trotz Anstrengung und Schmerzen. Das ist bei Profi-Athleten oft zu beobachten. Im normalen Alltag können wir auch etwas dafür tun, dass unser Körper mehr Endorphine ausschüttet. Foto: shutterstock

Runner`s Rausch

Ein Hobby-Sportler wird so etwas wie Runner`s Rausch („Runner`s High“) eher nicht erleben: Profisportler, die intensiv, häufig und lange trainieren, kennen hingegen den pushenden Kick-Effekt. Sie beschreiben es als eine Art Rausch, ein Glücksempfinden. Beim intensiven Sport setzt der Körper vermehrt Endorphine frei. Sie sind unsere endogenen Morphine, wie der Begriff selbst schon nahelegt. Da Endorphine an den gleichen Rezeptoren andocken wie von außen zugeführte Opiate, können sie den rauschartigen Zustand erzeugen und uns euphorisch stimmen.

Euphorie durch Endorphine

Im Profisport zu beobachten: Radrennfahrer, Langstreckenläufer oder Biathleten sehen aus, als seien sie am Limit, manchmal wirkt die Mimik angestrengt, schmerzverzerrt – aber am Ziel angekommen, lächeln sie befreit, können vor Glück kaum Worte finden, um auszudrücken, wie sehr sie sich freuen über die erbrachte Leistung. Unsere Endorphine sind in solchen Extremsituationen in der Lage, Schmerz zu unterdrücken. Ein probates Schmerzmittel also, das wir immer mit uns führen. Auf der anderen Seite verschaffen sie das Gefühl des euphorischen High-Seins. Sie gewinnen an Oberhand, wenn wir unbedingt ein bestimmtes Ziel erreichen wollen, es trotz aller Widerstände und Schmerzen durchziehen und unser Ziel erreichen. Als würden Endorphine den Schmerz betäuben, damit wir weitermachen können – doller Mechanismus, das.

Im Alltag helfen uns Endorphine ebenfalls mit ihrer schmerzstillenden Kraft: Wenn wir uns z.B. verletzt haben. Dass diese Funktion ihre Grenzen hat, liegt auf der Hand: Es gibt Schmerzen wie zB an einem akut entzündeten Zahn, die nicht auszuhalten sind.

Wenn die Endorphin-Funktion stimmig ist, sind wir belastbarer. Nichts haut uns so schnell um, wir sind heiter gestimmt. Fehlt es mir hingegen permanent und über einen längeren Zeitraum hinweg, feht es auch an Antrieb, Lust, Motivation und Freude.

Wie erreiche ich, dass mein Körper mehr Endorphine ausschüttet, obwohl ich kein Profisportler bin?

Wer sich müde, antriebslos oder gereizt fühlt und düsteren Gedanken nachhängt, kann ein Gegenprogramm ansteuern, um aus dieser negativen Spirale wieder rauszukommen. Das gilt nur für leichte Verstimmungen, ernsthafte Erkrankungen wie eine schwere Depression oder gar Psychose gehören in eine (fach-)ärztliche Behandlung.

Was wir selbst tun können bei leichten Verstimmungen und Antriebslosigkeit:

Versuchen, die Trägheit zu überwinden und raus an die frische Luft! Regelmäßige Spaziergänge können schon dazu beitragen, dass wir unseren Körper motivieren, vermehrt Endorphine auszuschütten. Am besten noch bei Sonnenschein, denn das hebt die Laune noch stärker. Unsere Haut kann mehr Vitamin D produzieren durch das Sonnenlicht: Vitamin D wiederum hilft im Wechselspiel mit körpereigenen Substanzen, unsere Glückshormone zu wecken. Lacht uns die Sonne an, lächeln wir zurück. Und Lachen ist die Medizin, die ebenfalls  in der Lage ist, Endorphine herauszukitzeln. Lächeln und Lachen, auch wenn nur der geringste oder sogar gar kein Anlass besteht: das kann uns helfen, düstere Stimmungsphasen elegant zu umgehen. Einige Psychologen und Hirnforscher gehen davon aus, dass es kaum einen Unterschied macht, ob wir lachen, weil wir tatsächlich einen Grund dafür haben oder es völlig grundlos tun: Wir können also unserem Hirn vorgaukeln, dass es was zu lachen gibt und er nimmt es uns ab. Mit diesem raffinierten Trick können wir unser Hirn und damit uns selbst auf eine heitere Ebene hieven. Ich erschrecke mich manchmal im Positiven, wie schön plötzlich ein Mensch aussieht, nur weil er/sie lächelt. Ein Grund mehr zu smilen. Weitere Möglichkeiten, Endorphine freizusetzen: Schoko essen (kann sich aber nachteilig auf Zähne und Gewicht auswirken) – oder Erotik/Sex.

Zu einem gewissen Teil können wir auch über unsere Ernährung unseren Endorphinspiegel beeinflussen.

Hierzu eignen sich u.a. folgende Lebensmittel:

Fisch

Bananen

Hülsenfrüchte

Sesam

Avocados

Haferflocken

Käse

Mehr Infos zum Thema Endorphine finden sich hier:

https://www.dasgehirn.info/krankheiten/sucht/dopamin-und-endorphin-stoffe-die-suechtig-machen

https://www.brain-effect.com/magazin/endorphine-glueckshormone

Drugs & Rock`n Roll

In uns schlummern körpereigene „Drogen“ wie Dopamin oder Serotonin: Ein Mangel oder Überschuss hat oft gravierende Folgen für die Psyche, Gesundheit und das Verhalten Foto: shutterstock

Unser Körper: Ein Pool mit körpereigene Drogen

Wir haben körpereigene Drogen. Es geht hier also nicht um Marihuana, Kokain oder Ecstasy, die von außen zugeführt werden, sondern um die Stoffe, die wir bereits in uns tragen und deren Mengenverhältnisse samt komplexer Interaktion einen enormen Einfluss haben auf unsere Psyche, kognitiven Fähigkeiten, Gesundheit, unser Wohlbefinden und Verhalten.

Welche Drugs  es sind, wie wir sie mit natürlichen Mitteln & Methoden herauskitzeln können, das will ich in dieser kleinen Reihe „Drugs & Rock`n Roll“ beleuchten. Dabei betrachte ich die Effeke, die auf der einen Seite bei einem eklatanten Mangel und auf der anderen bei einem signifikanten Überschuss entstehen können.

ACHTUNG: Liegt ein gravierender Mangel oder Überschuss an bestimmten Substanzen wie Dopamin vor, ist dringend geboten, einen Arzt (in diesem Falle einen Neurologen/Psychiater) aufzusuchen, weil dies behandlungsbedürftige Erkrankungen zur Folge haben kann. Ich betrachte in dieser Reihe nur leichte,  graduelle Schwankungen, auf die wir selbst Einfluss ausüben können.

Was in dieser Reihe mit „Drugs“ gemeint ist

Den Begriff „Drug“ fasse ich recht weit: Alle Stoffe, die beteiligt sind, wenn es um unsere Hirn- und Körperfunktionen (so genannte „Neurotransmitter“ zum Beispiel) geht und die Einfluss nehmen auf unser Befinden, emotionales Verhalten, unsere Gedanken, Gefühle und die Perspektive, die wir einnehmen, wenn wir die Welt/Ereignisse/ andere Menschen betrachten/beurteilen.

Einen wissenschaftlichen Anspruch erhebe ich nicht.  Das heißt, dass ich lediglich eine Auswahl an „Drugs“ thematisiere, dabei manchmal nur Teilaspekte betrachte, die mir interessant erscheinen hinsichtlich der Frage: Kann ich bei einem eventuellen Mangel/einem Zuviel an körpereigenen Drugs etwas ändern, damit es mir besser geht? Oder, was deutlich vernünftiger wäre: Kann ich dies gemeinsam mit meinem Arzt angehen? Genauere chemische Zusammensetzungen oder theoretische Abfassungen sind weniger Gegenstand dieser Betrachtungen.

Natürlich läuft es nicht so einfach, dass man sich einen Neurotransmitter reinschiebt und schon ist alles wieder im Lot. Erstens können einige leider nicht die Blut-Hirn-Schranke überwinden und zweitens spielen sich im Hirn/Körper komplexe Funktionen ab, die miteinander zusammenhängen und nuanciert unterschiedliche Ergebnisse liefern. Medikamente (Psychopharmaka), die bei Depressionen oder Psychosen auf Neurotransmitter abzielen, um die Dysbalance wieder einigermaßen ins Gleichgewicht zu bringen, bringen leider gravierende Nebenwirkungen mit sich. Berücksichtigt werden sollten auch noch Aspekte wie Umweltfaktoren und natürlich die individuelle Gen-Landschaft.

Körpereigene Drugs sind z.B:

Dopamin

Endorphine

Serotonin

Oxytocin

Melatonin

Tyrosin

Noradrenalin

Adrenalin

Teil 1: Dopamin und sein Mitspieler Tyrosin

Dopamin-Mangel

Als Neurotransmitter des Zentralnervensystems und vegetativen Nervensystems wirkt sich Dopamin u.a. auf Motorik und Motivation aus. Hat jemand zu wenig Dopamin im Hirn, fehlt ihm oft der Antrieb. Er macht sozusagen die Schotten dicht, wenn er schwierigen Phasen begegnet, gibt schnell auf, weil er sich oft gestresst, überfordert fühlt. Wird zum Loner, isoliert sich sozial.

Bei einem eklatanten Mangel können Depressionen bis hin zu einer schweren Psychose die Folge sein. Bei der Nervenerkrankung Parkinson spielt ebenfalls ein signifikanter Dopamin-Mangel eine gewichtige Rolle. Die Steuerung der Motorik in der Hirnregion „Substantia nigra“ ist bei Parkinson gestört.1 Patienten leiden unter dem typischen Zittern an Händen oder Kopf und einem unsicheren, mitunter gebückten Gang. Gravierende Dopamin-Mängel mit ernsthaften Erkrankungen wie Psychose oder Parkinson gehören in die Hände von Ärzten (Neurologen).

Ein weiteres mögliches Zeichen für einen Dopamin-Mangel: Die Flucht in kurzsichtige Bedürfnisbefriedigung: lieber Fastfood, Kohlenhydrate wie Nudeln, Reis, Kartoffeln, süßes wie Limo, Schoko, Kuchen, Zigaretten, Alkohol, andere externe Drogen wie Kokain, Heroin … Eben alles, was ganz schnell Befriedigung verspricht.

Fast & Furious oder Slow Motion?

Ein Trend, der sich Dopamin-Fasten nennt

Zunächst klingt es widersprüchlich: Warum sollten Menschen, die zu wenig Dopamin haben ausgerechnet beim Dopamin fasten? Dann haben sie doch am Ende noch weniger Dopamin und das wäre kontraproduktiv? Antwort: Wer es schafft, auf die schnelle Befriedigung durch Koks oder Alk zu verzichten, umgeht den Teufelskreis der Sucht. Denn wer sich daran gewöhnt, einen schnellen Dopamin-Schuss nach dem anderen herbeizurufen, der braucht immer mehr Dopamin. Wenn er sich hingegen die schnelle Befriedigung verkneifen kann, kann er erfahren, dass es durchaus möglich ist, abseits von Alkohol, Heroin … Befriedigung zu erlangen. Vielleicht nicht so schnell und intensiv, dafür aber ohne all die negativen Begleiterscheinungen, die eine Alkohol- oder Heroinsucht mit sich bringt. Fast & Furious oder Slow Motion: die Mitte zwischen diesen beiden Extremen könnte hilfreich sein.

Dopamin-Überschuss

Wer zu viel Dopamin hat, lässt mehr Reize durch, kann nicht mehr filtern und unterscheiden, was wichtig und was weniger wichtig ist. An sich irrelevante Geräusche oder Ereignisse bekommen mehr Gewicht. Man verzettelt sich total, verliert den Überblick fürs Große und Ganze und manchmal geht einem sogar das Gefühl für sich selbst abhanden, Apathie und Gleichgültigkeit kehren ein. Man beißt sich fest.

Durch die ungefilterte Reizüberflutung ist man überfordert, fühlt sich dauergestresst – dies kann bis zum Nervenzusammenbruch führen.  

Funktion des Dopamins

Als Botenstoff ist Dopamin fürs Weiterleiten der Signale zwischen den Neuronen im Hirn zuständig. Dieser wichtige Transmitterstoff beeinflusst sowohl die körperliche wie auch die psychische Beweglichkeit.

Ausgeglichen sind diejenigen mit einem durchschnittlichen Anteil an Dopamin im Körper/Hirn. Der Dopaminspiegel wirkt sich auch auf die Lebenslust, den Mut, Aufgaben anzugehen und abzuschließen oder neue ins Visier zu nehmen. Mit Belohnung/Bestrafung hat Dopamin ebenfalls zu tun. Wenn es um Sex oder Geld geht, scheint der Mensch keine Grenzen zu kennen, so die Erkenntnisse aus der Verhaltensforschung.

Was kann ich auf natürliche Weise tun, um meine Dopaminspiegel zu pushen?

Liegt nur ein gradueller Mangel vor, der sich lediglich leicht negativ auf die Stimmung und den Antrieb auswirkt, kann man selbst einiges tun. Gravierender Dopaminmangel kann schwere Erkrankungen wie eine Psychose oder Parkinson zur Folge haben und gehört in ärztliche Behandlung.

Was wir selbst tun können:

-rausgehen und bewegen

-Sport/Bewegung generell

-uns fokussieren auf Dinge, die uns gut tun: zB Musik, die man mag. Rock`n Roll im übertragenen Sinne für gute Vibes kann sich günstig auf unser Gemüt auswirken.

-Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga, TaiChi, QiGong…

–soziale Kontakte pflegen (schwierig in Corona-Zeiten).

– möglichst einem Job nachgehen, der einen nicht frustet

-sich Ziele setzen, die erreichbar sind

– ausgewogene Ernährung mit Lebensmitteln, die dabei helfen können, den Dopamin- bzw. Tyrosinspiegel zu dopen. Die Aminosäure Tyrosin ist eine Zwischenstufe bei der Bildung von Dopamin. An der Produktion beteiligt sind auch Magnesium, Zink, Eisen, Folsäure und die Vitamine C und B6. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist es nicht nötig, gezielt die Aminosäure Tyrosin einzunehmen.

Eine graduelle Beeinflussung könnte über unsere Ernährung laufen. Lebensmittel mit hohem Tyrosinanteil sind u.a:2

Nüsse: Erdnüsse haben den höchsten Tyrosingehalt unter den Nüssen, gefolgt von Sesam und Mandeln

Hülsenfrüchte enthalten recht viel Tyrosin: Sojabohnen, Erbsen, weiße Bohnen, Linsen, Kichererbsen

Milchprodukte/Käse mit hohem Tyrosingehalt: Parmesan 36,6 % Fett i.Tr, Gauda 45% F.i.Tr, Edamer 30 % Fett i.Tr., Camembert 30 % Fett i.Tr., Brie 50 % i.Tr., Magerquark, Frischkäse 50% Fett i.Tr.

Getreide: Haferflocken, Dinkelmehl, Hafer

Gemüse enthält relativ wenig Tyrosin, an vorderster Reihe stehen: Grünkohl, Petersilie, Spinat, Kartoffeln

Wie Gemüse auch, steckt in Obst recht wenig Tyrosin. Am meisten haben Avocado, Bananen, Erdbeeren

Fisch : Thunfisch, Rochen, Lachs, Kabeljau, Sardine, Forelle, Heilbutt, Hering, Garnele

Fleisch: Kochschinken, Schweinefleisch, Rindfleisch, Lammfleisch, Kalbfleisch

Supplemente, die eventuell helfen könnten: 3

Zink-Orotat, Magnesium-Orotat (oder-Threonat), Rosenwurzeltee (Rhodiola Rosea), Ginkgo Biloba, Guarana.

1. Zum Zusammenhang Dopamin-Mangel und Parkinson siehe:

https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/dopamin/2959

2. Zu den Lebensmitteln und ihrem Tyrosin-Gehalt siehe:

https://www.eucell.de/ernaehrung/ernaehrungslexikon/aminosaeuren/semi-essentielle-aminosaeuren/tyrosin/lebensmittel.html

3. Zum Thema: Dopamin, Mangel und Überschuss siehe das Video des Gesundheitsmanagers für Prävention,  Mario Danzer: „Dopamin & menschliches Verhalten“

Der Magen mag`s: Kurkuma

links vorne: frischer Kurkuma, oben Ingwerknollen, auf der Untertasse aufgeschnittener Kurkuma mit knallig-gelber Farbe. Hin und wieder eine Kurkuma-Latte mit Milch und Zimt kann vitalisierend wirken. Foto: shutterstock

Knallig gelbe Kurkumaknolle

Kurkuma ähnelt den Ingwerknollen. Kein Wunder, gehört es doch zur Gattung der Ingwergewächse. Kurkumaknollen sind schmaler und viel knalliger in ihrer gelb-orangenen Farbe unter der dünnen Schale. Deshalb Vorsicht: Wer frische Kurkumawurzeln schält, bekommt verfärbte Finger – ähnlich, wie es bei einer frischen roten Beete der Fall ist: Finger färben sich stark und es dauert eine Weile, bis es sich auswäscht.

Curcuma longa, auch Gelbwurz genannt: gängige Sorte

Curcuma longa ist die gängigste Sorte; sie wird auch „Gelbwurz“ genannt. Die Lebensmittelindustrie nutzt die Farbeigenschaft des Kurkumas mit dem Farbstoff E100: die charakteristische Farbe von Senf oder Curry rührt von daher.

Vom Geschmack her ist Kurkuma etwas süßlicher als Ingwer. Verwendet wird es in der Regel als Gewürzpulver. Aus den getrockneten unterirdischen Trieben wird das Pulver nach einem speziellen Prozess gewonnen. Frische Knollen kann man aber auch kaufen.

Das Pulvergewürz enthält ätherische Öle, Harze, Eiweiße, Zuckerverbindungen und ca 5% an biologisch aktivem Curcumin (inklusive weiterer Curcuminoide).

Bei Magen-Darm-Beschwerden kann Kurkuma helfen

Erfahrung von Sven W.* (55 Jahre alt, er leidet seit Jahren an einem Reizdarm):

„Ich habe sehr gute Erfahrungen mit gemahlenem Kurkuma aus dem Reformhaus gemacht. Ich rühre jeden Tag einen Teelöffel mit etwas Honig und nehme es ein. Es hat mir mehr geholfen, als vieles andere, was ich ausprobiert habe: Heilerde magenfein, basisches Pulver …“

Woran mag es liegen, dass Kurkuma gut tut bei Magen-Darm-Beschwerden?

Einig ist sich die Wissenschaft und alternative Medizin darin, dass das Curcumin im Kurkuma entzündungshemmend wirkt. Es könne darüber hinaus bei der Fettverdauung helfen.

Das war es dann auch schon mit der trauten Einigkeit. Schon bei der Frage, ob man Kurkuma mit Honig, als Latte-Getränk oder mit Pfeffer einnehmen sollte, scheiden sich die Geister.

Das liegt daran, dass unser Körper Probleme damit hat, Curcumin aufzunehmen. Es ist  instabil und schwer wasserlöslich. Ein großer Teil wird recht schnell wieder ausgeschieden, ohne dass unser Körper es optimal verwerten konnte.

Was ist mit dem Pärchen Kurkuma-Pfeffer?

Weil Kurkuma allein es nicht schafft, so lange im Darm zu verweilen, dass er seine Wirkung besser entfalten kann, braucht er Partner. Oft vorgeschlagen wird schwarzer Pfeffer. Problem: Nicht jeder verträgt das im Pfeffer enthaltene Piperin. Wer Magen-Darm-Probleme hat, sollte hier also besonders vorsichtig sein. Die Verbraucherzentrale rät, sich mit dem Arzt abzusprechen, wenn man vorhat, Kurkuma über das Maß eines normalen Gewürzes hinaus benutzen zu wollen. Denn ansonsten könne man das provozieren, wogegen man es einnehmen wollte: Blähungen, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit oder gar Schmerzen.

Die Konstellation Kurkuma-Pfeffer wird schon als fertiges Gewürz angeboten. Aber, wie schon oben gesagt: hier ist Vorsicht geboten wegen einer eventuellen Unverträglichkeit des Piperins im Pfeffer.

Braucht Kurkuma ein Transportvehikel wie Mizellen?

Andere Hersteller bieten Kurkuma mit Mizellen als Transportvehikel an, um die Bioverfügbarkeit zu verbessern. Auch hier warnt die Verbraucherzentrale, das eine bessere biologische Wirkung solcher Produkte nicht gewährleistet sei.

Und wie wäre es mit dem Duo „Kurkuma-Öl“?

Eine dritte Variante empfiehlt Öle wie Oliven-, Kokos- oder Mandelöl zur besseren Aufnahme von Kurkuma. Da hilft nur ausprobieren, was man am besten verträgt und was bei einem selbst gut wirkt. Immer jedoch mit der Vorgabe, zunächst mit dem Arzt abzuklären, ob und in welcher Dosis es angebracht und bekömmlich wäre.

Fazit:

Entweder man folgt den Empfehlungen der Verbraucherzentrale und benutzt Kurkuma wie andere Gewürze auch nur in geringen Mengen. Oder aber man bespricht vorab mit seinem Arzt, ob und in welcher Dosierung es ratsam wäre, Kurkuma regelmäßig einzunehmen. Der Arzt kennt sich mit Höchstdosierungen pro Tag besser aus als man selbst – vor allem kann man gemeinsam mit ihm eventuelle individuelle Unverträglichkeiten abchecken. Dies gilt in noch viel stärkerem Maße für Schwangere, Stillende oder Patienten mit Gallensteinen (Kurkuma fördert die Gallensaftproduktion).

Vorsicht bei unhaltbaren Heilversprechen!

Heilversprechen, die mit Kurkuma einhergehen und sich auf schwere Erkrankungen wie Krebs oder Alzheimer beziehen, sind m.E. kritisch zu betrachten. Es gibt noch keine überzeugenden Humanstudien darüber. Bisherige Laborergebnisse, die sich nur auf eine kleine Teilnehmerzahl beziehen oder Labortests, die zum Teil abgebrochen worden sein sollen, ergeben keine zuverlässigen Aussagen darüber, ob Kurkuma bei Krebs helfen kann.

Kurkuma in normalen Gewürzmengen: unbedenklich

Hier noch ein Kurkuma-Latte-Getränk für Zwischendurch –  mit Kurkuma-Mengen, die unter der empfohlenen Dosis von der EFSA (European Food Safety Authority) aus dem Jahr 2010 liegen: nicht mehr als zwei Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht täglich liegen und deshalb als unbedenklich gelten:

Rezept für 1 Glas Goldene Milch:

Zutaten:

1 Teelöffel Kurkuma-Pulver

5g Ingwer

200 ml Hafermilch (oder Kuh-, Soja-, Mandelmilch)

halber Teelöffel Oliven-, Kokos- oder Mandelöl

nach Gusto: Zimt, Pfeffer, Muskat und zum Süßen: etwas Honig

Zubereitung: Zuerst wird eine Paste hergestellt:

Ingwer schälen und fein reiben. 60 ml Wasser in einen kleinen Topf gießen. Kurkumapulver, geriebenen Ingwer zufügen, unter Rühren aufkochen. Einige Minuten köcheln lassen bei schwacher Hitze, bis es etwas verdickt.

Hafermilch erhitzen und 1TL Kurkuma-Paste und Oliven-, Kokos- oder Mandelöl darunter rühren. Nach Geschmack mit 1 Prise Zimt und einer sehr kleinen Prise Pfeffer würzen, mit Honig süßen.

Welche Kurkuma-Marken haben eine gute Qualität?

Ich kann nur die Marken mit gutem Gewissen empfehlen, die ich kenne und über Jahre ausprobiert habe. Dabei orientiere ich mich an Bio-Produzenten, die ich schon seit Jahren kenne. Sicherlich gibt es noch weitere qualitativ akzeptable Hersteller, aber da ich sie nicht getestet habe, tauchen sie hier nicht auf.

Kurkuma in guter Qualität der traditionsreichen Bio-Marke „Sonnentor“ ist hier erhältlichAFL:

https://amzn.to/3quXkMl

Ebenfalls eine bewährte Bio-Reihe ist „Lebensbaum“. Kurkuma von Lebensbaum gibt es hierAFL:

https://amzn.to/39JYxcH

Frischen Kurkuma kann man in einigen Supermärkten, Früchteläden oder online hier bestellenAFL:

https://amzn.to/39GgXuZ

Mit frischem Kurkuma lässt sich ähnlich wie mit frischem Ingwer ein heißer Tee herstellen: Kurkuma waschen, in dünne Scheibchen schneiden, mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und einige Minuten einwirken lassen. Passt gut dazu: Grüner oder schwarzer Tee (lose, Beutel), frische Minzblätter, einige Tropfen frische Zitrone.

*Name ist der Redaktion bekannt

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Weitere Infos über Kurkuma:

  1. https://www.br.de/wissen/kurkuma-gewuerz-pulver-kurkumin-superfood-goldene-milch-gesund-102.html
  2. eine kritische Betrachtung liefert die Verbraucherzentrale in ihrem Beitrag: https://www.br.de/wissen/kurkuma-gewuerz-pulver-kurkumin-superfood-goldene-milch-gesund-102.html

Verkalkte Herzen

foto: Shutterstock

Ein 83-jähriger Patient erzählte mir, wie er zu einem Stent im Herzen kam:

„Es fühlte sich eng in meiner Brust an, ein Druckgefühl, gepaart mit starken Schmerzen, die bis hin zu meinem linken Arm ausstrahlten.“

So hätten die Beschwerden begonnen. Das habe ihn unruhig gestimmt, weil er bis dato keinerlei Probleme mit dem Herzen gehabt habe.

Trotz gesunder Lebensweise mit viel Bewegung habe ich Herzprobleme

„Ich bewege mich regelmäßig, rauche und trinke nicht, ernähre mich überwiegend mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten. Trinke hauptsächlich Wasser und das reichlich. Eigentlich dürfte ich kein Herzpatient sein, oder? Aber mein Alter“, fügt er mild lächelnd hinzu. „Das wird es wohl sein: Ich bin immerhin 83 Jahre alt, da kann schon mal was verkalken.“

Labortest bringt zu hohe ldl- und Triglycerid-Werte zutage

„So gesund ich mich auch ernährte und lebte: entweder waren meine ungünstigen Blutfett-Werte wie ldl-Cholesterin und Triglyceride von meinem Vater genetisch geerbt oder ich hatte eine Fettstoffwechselstörung, anders konnte ich mir den verkalkten und verengten Zustand meiner Herzarterie nicht erklären. Zumal ich andere Männer und Frauen in meinem Alter kenne, die nicht so gesund leben wie ich und dennoch deutlich weniger verkalkt sind am Herzen. Der Arzt habe ihm erklärt, dass das Verhältnis von ldl- und hdl-Cholesterin bei ihm ungünstig sei.

ldl und hdl-Cholesterin im Verhältnis zueinander

Was ihn erstaunt habe: Obwohl der Arzt ihm bescheinigt habe, dass sein Gesamt-Cholesterinwert im Normbereich sei, hätte er wegen seines zu hohen ldl-Anteils Probleme. Man dürfe nicht nur die einzelnen Werte an ldl- und hdl-Cholesterin betrachten, sondern es müsse auch das Verhältnis zwischen diesen beiden Stimmen. Und da herrsche bei ihm ein deutliches Ungleichgewicht. Und seine viel zu hohen Triglycerid-Werte täten ihr Übriges, so dass es notwendig sei, einen Blutfett-Senker einzunehmen.

Das ldl-Cholesterin steht im Verdacht, Ablagerungen in den Arterien zu verursachen und wird deshalb umgangssprachlich als „böses“ Cholesterin bezeichnet.

Zusammen mit der Ultraschallaufnahme am Herzen, die der Arzt zuvor gemacht hatte, kam er zu dem Schluss, dass es Zeit wurde, etwas zu unternehmen. Angesichts der akuten Beschwerden im Brustbereich empfahl er seinem Patienten, sich ins Katheter-Labor eines Klinik-Kollegen zu begeben.

„Das machte mir Angst, immerhin ging es um mein Herz, ist ja unser „Motor“ – und wenn der nicht mehr richtig funktioniert, da macht man sich den einen oder anderen dunklen Gedanken: `Muss da jetzt was gemacht werden und wie überstehe ich sowas in meinem Alter?“

Was tun, wenn ein Herzgefäß stark verkalkt und dadurch verengt ist?

Der Kardiologe rät ihm erneut dringend zum Eingriff, denn eine starke Verkalkung und Verengung könne schlimmstenfalls zu einem Herzinfarkt führen.

Zum Nachdenken war nicht mehr viel Zeit, er beschloss, den Eingriff anzugehen und teilte seine Entscheidung dem Kardiologen mit.

„Ich spreche es mit meinem Klinik-Kollegen ab. Er wird Ihnen recht schnell einen Termin einräumen in seinem Katheter-Labor und Sie gehen dann bitte am frühen Morgen nüchtern zu ihm. Er wird einen Katheter einführen und mit Hilfe eines Kontrastmittels sehen können, was genau zu tun ist.“

„Was wird denn da gemacht?“, habe er nachgefragt.

Was im Herz-Katheterlabor gemacht wird

„Zunächst einmal wird der Kollege sich angucken, ob tatsächlich Handlungsbedarf besteht, was den Grad der Verkalkung und die daraus resultierende Verengung der Herzgefäße angeht.“

„Aha“, denkt sich der Patient, „da habe ich ja vielleicht noch eine Chance, dass es nicht so arg aussieht.“

Der Kardiologe hatte ihm erklärt, wie es weitergehen würde, wenn etwas unternommen werden musste. Er würde einen Stent eingesetzt bekommen. So ganz genau hatte er nicht verstanden, wie sowas abläuft. Woran er sich erinnerte, waren Worte und Aussagen wie: „Gefäß dehnen“, „Stent einsetzen“, „Stent ist eine Stütze, die drinbleibt, damit das Blut wieder ungehindert durchfließen kann.“

Eine Vollnarkose sei nicht vonnöten. Sollte der Arzt den Katheter über die Hand, bzw. den Arm führen, bekäme er eine entsprechende lokale Betäubung – das Gleiche gelte für die Leiste, von da aus sei es auch möglich, den Herz-Katheter zu legen und ihn bis hin zum Herzen zu führen. Genaueres würde er beim Kollegen im Katheter-Labor erfahren: „Ein ausgesprochen versierter Experte, was Herz-Stents angeht“, diese Worte gab er seinem Patienten mit auf den Weg.

„Dennoch konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Ich fragte mich immer wieder: `Was, wenn mein Herz es nicht schafft?`“

Müde und nüchtern habe er sich am Morgen seines Termins in die Kardiologie der empfohlenen Klinik fahren lassen. Das so genannte Katheter-Labor sah aus wie ein OP-Raum. Das habe seine Ängste erneut verstärkt. Dann aber sei er heilfroh gewesen, als der Klinik-Kardiologe auf ihn zugekommen sei mit einem Lächeln, das Zuversicht ausstrahlte.

„Trotz meiner Ängste bekam ich das Gefühl, in richtigen Händen zu sein. Ich brauchte daher kein Beruhigungsmittel.“

Was dann folgte, sei ein Minimalschnitt am Arm gewesen, von Anfang bis Ende der Prozedur (das Ganze dauerte so circa 40 Minuten) habe er kaum einen Schmerz gespürt.

„Mein Kopf war klar, ich hatte ja nur eine lokale Betäubung. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was besser ist: lokal betäubt zu sein und alles mit dem Kopf mitzukriegen oder eine Vollnarkose, die das Risiko des Nicht-wieder-Aufwachens mit sich bringen könnte.“

Erstaunlich ruhig habe er gelegen, während ihm der Katheter eingelegt worden sei. Als die Prozedur zu Ende war, informierte ihn der Kardiologe:

Herz-Stent eingesetzt

„Sie haben einen Stent bekommen, denn ihre Beschwerden rührten daher, dass die Arterie stark verengt war. Und es handelt sich nicht um irgendeine Arterie, sondern um einen großen Ast.“

Okay, damit waren die stets wiederkehrenden Beschwerden erklärt, die ihm große Angst eingejagt hatten.

„Der Stent liegt jetzt optimal an der Gefäßwand. Das Blut kann jetzt wieder ungestört und frei fließen.“

Er sei anschließend auf die normale Station zur Beobachtung verlegt worden für eine Nacht.

„Ich fühle mich großartig, Herr Doktor!“, habe er seinem Arzt zugerufen. „Gar kein Enge- oder Druckgefühl mehr in meiner Brust, keinerlei Schmerzen! Als sei mir ein neues Leben geschenkt worden!“

Nach dem Implantieren eines Herz-Stents: zunächst schonen

„Das freut mich für Sie. Ihre Lebensqualität sollte durch den neuen Stent nicht beeinträchtigt sein. In wenigen Tagen können Sie Ihr normales Leben wieder fortsetzen – nur bitte darauf achten, dass Sie sich in der ersten Zeit nicht zu sehr anstrengen, keine allzu schweren Sachen heben. Regelmäßig bewegen hilft Ihrem Herzen und Ihnen: aber bitte stets moderat: täglich 30 bis 60 Minuten wären optimal. Wir sind ja keine Leistungssportler. Sparziergänge an der frischen Luft, Wandern, Rad fahren zum Beispiel wären passende Sportarten.“

„Mache ich sowieso, Herr Doktor, und werde ich auch fortsetzen, versprochen. Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll. Es fühlt sich so anders, so frei an!!!“

Dies ist ein subjektiver Erfahrungsbericht, kein medizinischer Artikel

Dies ist kein medizinischer Artikel, sondern die subjektive Erfahrung eines 83-jährigen Herz-Patienten, soweit er sich an die Vorgänge erinnert. Ich habe sie deshalb niedergeschrieben, weil ich allen Menschen Mut machen will, die Probleme mit ihrem Herzen haben. Auch denen, die jenseits der 80 sind und vielleicht vermehrt Angst haben, wenn sie unter Herzbeschwerden leiden. Wir haben – wie in diesem Fall – fantastische Fachärzte, die dafür sorgen, dass das Herz wieder ordentlich pumpt und der Blut-Durchfluss wieder gewährleistet ist. Ärzte, die Beschwerden wie Verengung der Herzkranzgefäße gekonnt beseitigen und ihrem Patienten „ein neues Leben schenken“.

Dieser Erfahrungsbericht ersetzt in keiner Weise den Gang zu Arzt, wenn Beschwerden vorliegen sollten!

Was man selbst tun kann fürs Herz

Sanfte Sportarten wie moderates Radfahren an der frischen Luft oder wandern/Spaziergänge helfen, das Herz gesund zu erhalten.

Wie an unserem Fallbeispiel zu erkennen ist, kann das Herz leider auch dann verkalken, wenn man in puncto Ernährung & Bewegung alles richtig macht. Das kann daran liegen, dass man entweder

— mit der Zeit das Risiko einer Verkalkung der Herzgefäße steigt (es sind eher ältere Leute, die darunter leiden)

— eine genetische Disposition vorliegt

–Bluthochdruck

— unter einer Fettstoffwechsel-Störung leidet

— manche machen auch Infektionen verantwortlich, die verursacht werden durch Bakterien, Viren oder Pilze.

Auch wenn es genetisch bedingt sein mag, kann man selbst einiges tun, um einer eventuellen Verschlimmerung zuvorzukommen:

–Weiterhin regelmäßig bewegen und gesund ernähren.

— Wurden vom Kardiologen Medikamente zur Blutverdünnung, zum Absenken des Bluthochdrucks und/oder der Blutfett-Werte wie Cholesterin, Triglyceride (so genannte „Lipid-Senker“) verordnet, weil es nicht ausreicht, diese Werte allein durch eine gesunde Lebensweise und viel Bewegung zu senken, sollten diese eingenommen werden.

— Regelmäßig zur Herzkontrolle gehen, damit festgestellt werden kann, ob eine Verengung vorliegt/droht. Und natürlich auch deshalb, um zu überprüfen, ob und in welchem Maße es gelungen ist, Blutdruck- und Blutfettwerte zu senken.

Gurgeln gegen Corona-Viren?

Klang sehr unseriös in meinen Ohren, als ich hörte, wie ein Hygiene-Experte in einer TV-Liverunde im Oktober 2020 vorschlug, mit Mundwasser gegen Corona-Viren vorzugehen.

„Wohl ein Scharlatan, die Leute kommen auf Ideen, wenn sie verzweifelt sind…

Mit Spatzen gegen Kanonen vorgehen?

Will er mit Spatzen gegen Kanonen vorgehen?“, drehte ich den Spruch um und schüttelte ungläubig den Kopf.

Ich dachte unwillkürlich an den „tollen Trump-Tipp“, mit Desinfektionsmittel-Spritzen Corona zu bekämpfen. Auf die Unsinnigkeit und Gefahr eines solchen Vorgehens aufmerksam gemacht von Virologen, Medizinern und Teilen der Öffentlichkeit, tat er es als Sarkasmus ab.

Da wir uns in Notzeiten und bei großer Gefahr an jeden noch so dünnen Strohhalm klammern, ging mir der Gurgel-Vorschlag nicht aus dem Kopf. Ich beschloss, der Sache nachzugehen und stieß interessanterweise auf aktuelle Laborexperimente von Virologen aus Bochum, die genau das jüngst untersucht hatten: Gurgeln gegen Coronaviren.

Die Gurgel-Idee vernahm ich erstmals von jemandem, der zwar nicht so umstritten ist wie Trump, dessen Aussagen als Hygieniker aber dennoch hie und da infrage gestellt werden: Klaus-Dieter Zastrow.

Virologin Toni Meister hat 8 Mundwasser getestet gegen Corona-Viren: 3 davon sollen wirksam sein

Ich stieß auf einen interessanten Hinweis: Ein Forscherteam um Virologin Toni Luise Meister von der Ruhr Universität Bochum soll 8 im Handel erhältliche Mundspülungen auf ihre Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2 getestet haben.

Bei 3 der acht Mundspülungen hätten sie erfreulicherweise feststellen können, dass die Menge an Corona-Viren sich deutlich verringert habe: um das Dreifache weniger. Welche 3 Mundwasser es sind, steht weiter unten im Info-Kasten.

Über Corona-Viren wissen wir, dass sie zunächst den Mund-Rachen-Raum befallen und danach weiter runter wandern – was gefährlich werden kann u.a. für die Lunge. Weitere mögliche Schädigungen, die von Virologen und Ärzten (Pathologen) angemerkt wurden, betreffen das Herz und neurologische Vorgänge.

Ziel: Anzahl der Corona-Viren deutlich verringern

Wenn wir also FRÜHZEITIG mit den getesteten Mundwassern unseren Mund- und Rachenraum gründlich spülen (so 30 Sekunden bis 1 Minute bei den ersten Anzeichen an Hals, im Rachen…), könnte es uns gelingen, die Virusmenge zu verringern – was wiederum dazu führen könnte, dass Corona eventuell glimpflicher abläuft und wir andere Menschen weniger anstecken.

Diese Sätze schreibe ich deshalb im Konjunktiv, weil es lediglich Labor-Ergebnisse sind, bei denen wir nicht sicher sein können, ob wir außerhalb von Reagenzgläsern im echten Leben auch diese Resultate erzielen können.

Bevor die Hoffnung stirbt, sterben hoffentlich Corona-Viren

Nun, wir wissen zwar nicht, ob und wie es außerhalb von Labortest möglich ist, Corona-Viren durch gängiges Gurgeln anzugehen. Aber nur mal angenommen, es klappt, dann lohnt es sich tatsächlich, darüber nachzudenken. Die Hoffnung sollte zuallerletzt sterben – und vorher die Viren.

Gute Ergebnisse wären eventuell dann zu erreichen, wenn wir schon bei dem geringsten Anzeichen eines Halskratzens oder Nasen-Schniefens schnell reagieren und regelmäßig gurgeln. Dieser Tipp gilt nur für Gesunde. Bei Risikopatienten mit schweren Vorerkrankungen sind noch stärkere Zweifel angebracht.

Eines der als effektiv getesteten Mundwässerchen enthält Jod:

Iso-Betadine Mundwasser 1,0%

Menschen mit einer Jod-Allergie oder Schilddrüsenerkrankungen sollten hier Vorsicht walten lassen und das Mundwasser „Iso-Betadine“ nicht verwenden.

Zu beachten ist nicht nur, dass man orale Antiseptika so frühzeitig wie möglich anwenden soll, sondern dass trotz rechtzeitiger Verwendung von Mundwassern nicht alle Viren abgetötet werden können: die verbliebenen können sich weiter vermehren.

Hier ein zusammenfassendes Pro- und Contra-Gurgeln:

Gurgeln ja:
  1. es besteht die Möglichkeit, die Anzahl der Corona-Viren deutlich zu verringern
  2. die Anzahl anderer Viren und Bakterien können ebenfalls reduziert werden
  3. habe ich weniger Viren im Mund-Rachenraum, kann sich das Risiko verringern, andere anzustecken. Mein Vorteil könnte sein, dass die Symptome einer eventuellen Ansteckung mit Corona milder und kürzer ablaufen oder erst gar nicht auftauchen.
  4. Mundwasser können dabei helfen, Zähne, Zahnfleisch, Mund- und Rachenraum gesund zu erhalten. Ist das gewählte Mundwasser nicht zu scharf/ätzend und eher auf natürlichen ätherischen Ölen beruhend, eignet es sich präventiv und zur täglichen Mund- und Rachenhygiene.
  5. Ich habe in jedem Fall einen frischen Atem (durch die Maske kommt mir mein frischerer Atem entgegen).
Gurgeln nein:
  1. Was Forschern wie Toni Luise Meister im Labor gelungen sein mag (= in vitro) gegen Corona-Viren, muss nicht im realen Leben ( = in vivo) funktionieren. In der Praxis sind die genannten Mundwasser also noch nicht erprobt!!
  2. Nicht alle der drei erprobten Mundspülungen eignen sich für alle Menschen (bei Risikopatienten mit Vorerkrankungen ist die Wirkung noch fraglicher und das Mundwasser „Iso Betadine“ enthält Jod. Menschen mit einer Jod-Allergie oder Allergien gegen andere Inhaltsstoffe der 3 Mundspülungen oder Leute mit Schilddrüsen-Erkrankungen sollten vorher prüfen, ob sie das Mittel nehmen können!)
  3. Sind Corona-Viren vom Mund-Rachen-Raum tiefer gewandert oder haben sich in die Mundschleimhaut eingenistet, kommen Mundwasser schwer bis gar nicht ran.
  4. Wenn Corona-Viren auch über die Nase und Augen eindringen können, hilft kein Mundwasser
  5. Vorsicht, wenn man allergisch auf manche Inhaltsstoffe reagiert
  6. Einige Mundwasser können Zähne verfärben
  7. Wer zu viel und zu oft gurgelt mit ätzendem Mundwasser, kann Reizungen der Mundschleimhaut hervorrufen.

Auch wenn Skepsis angebracht ist hinsichtlich der Frage, ob man mit den im Labor erprobten Mundwassern den Corona-Viren den Garaus macht oder nicht:

Einen frischen Atem bekommt man allemal und es überlebt die Hoffnung, dass die unten genannten Mundwasser eben doch gegen (Corona-)Viren helfen.

Diese 3 Mundwasser sollen gegen Corona-Viren helfen können

Das Mundwasser „Listerine cool mint“ gehört zu den 3 getesteten und für wirksam befundenen Mundspülungen Foto: Tizia Koese

Einer der 3 „Sieger“ in der Toni Meister-Studie: Mundwasser „Listerine Cool Mint“. Von „Listerine“ gibt es im Handel verschiedene Mundwasser-Sorten, aber nur diese wurde vom Virologen-Team getestet und für wirksam befunden. Bei der „Cool Mint“-Variante gibt es noch die Unterkategorie „Cool Mint milder Geschmack“. Die geprüfte Flasche war „Cool Mint“: hat einen etwas schärferen Geschmack als die mildere Sorte. Dennoch deutlich süßlicher als das weiter unten erwähnte Mundwasser „Dequonal“.

Listerine cool mint -Mundspülung ist in Drogerien/Supermärkten erhältlich oder bestellbar bei amazonAFL:

https://amzn.to/36CaSxI

Anmerkung zum Preis von „Listerine cool mint“ bei obigem amazon-link: Bei amazon kostet die Listerine-Mundspülung mit 12,95 Euro für 3 Flaschen (à 500ml) plus 2,89 Euro Versandkosten derzeit mehr als in Supermärkten oder Drogerien. Vergleich: Im Handel vor Ort würden 3 Flaschen (à 600ml) Listerine circa 11.50 Euro kosten.

DequonalDequaliniumchlorid und Benzalkoniumchlorid
Iso-Betadine Mundwasser 1,0%Polyvidon-Jod
Listerine Cool MintEthanol und ätherische Öle (enthält u.a.Eucalyptol, Thymol, Menthol)

Das zweite im Labor auf Corona-Viren getestete Mundwasser ist „Dequonal“ . Es hat einen herberen Geschmack als „Listerine cool mint“. Der bittere Nachgang hält recht lange an, Alkoholgeschmack ist stärker als bei Listerine. Dequonal ist hier erhältlich AFL:

https://amzn.to/33MmZpV

Die A-H-A-Regel gilt weiterhin

Mundwasser, das möglicherweise fähig ist, Corona-Viren zu töten, ersetzt nicht die klassischen AHA-Regeln: Abstand-Hygiene-Alltagsmasken.

Kleiner Exkurs zu „Herpes-VIREN“

Mir ist bewusst, dass Corona-Viren etwas ganz anderes sind als Herpes-Viren und will diese beiden Viren-Gattungen keinesfalls in einen Topf werfen. Zumal es vorkommt, dass ein und dieselbe Viren-Spezies innerhalb der Gattung variieren kann und dadurch Unterschiede aufweist: Wir erleben das bei Grippe-Viren, die mutieren können und für die wir deshalb immer wieder den Impfstoff entsprechend anpassen müssen.

Dennoch scheint mir diese Beobachtung hinsichtlich Herpes-Viren und einer Lösung aus dem ätherischen Oregano-Öl in Wasser interessant:

Es zwiebelt leicht, wenn grässliche Herpes-Viren ausbrechen wollen. Da ich auf der Reise meine Herpes-Salbe nicht dabei hatte, verdünnte ich mein ätherisches Oregano-Öl (1 bis 2 Tropfen in einem Glas Wasser), gurgelte damit und betupfte auch die betroffene Lippenpartie mit einem getränkten Wattebausch täglich mehrmals.

Während ich mich einmal im Jahr durch den ungehemmten Herpes-Ausbruch für ein bis zwei Wochen wie ein Nasenbär fühlte und mich am liebsten unter die Erde verkriechen wollte, ließen sich nach dem frühzeitigen Gurgeln die Herpes-Bläschen erfreulicherweise nicht blicken: Die stelle blieb flach und nach einigen Tagen war gar nichts mehr zu sehen.

Wohlgemerkt: Diese Erfahrung bezieht sich nur auf HERPES- Viren, nicht auf CORONA-Viren!

Bei den Herpes-Viren konnte ich mit eigenen Augen beobachten, dass die Viren gehemmt wurden. Das ist bei Corona schwierig, denn hier stellen sich Fragen wie: „Habe ich jetzt eine Erkältung/Grippe/Corona?“ Oder jemand hat Corona und ist dennoch symptomfrei, merkt und sieht also nichts.

Ich dachte, Mundwasser bekämpfen in erster Linie Bakterien?

Was mich wundert bei der „Mundwasser-Diskussion“: Bisher wurden Mundwasser vorwiegend als Mittel gegen Bakterien im Mund- und Rachenraum angepriesen. Und jetzt sollen sie (zumindest einige ausgewählte) Corona-Viren abtöten können? Klar, bei einigen Mundspülungen steht, dass sie auch Pilze und Viren beseitigen können, dennoch hörte ich bisher überwiegend von „Bakterien bekämpfen“. Sollten sich die Ergebnisse der Virologin Toni Meister in der Praxis dahingehend bewähren, dass Mundspülungen mit bestimmten Inhalts- und Wirkstoffen auch gegen Viren helfen, habe ich nach der Lektüre ihrer Studien (siehe unten der Link dazu) `was Wichtiges gelernt.

Höchst interessant zu erfahren, dass es Forschern gelungen ist, im Labor nachzuweisen, dass ganz normal im Handel erhältliche Mundwasser wie „Listerine Cool Mint“ oder „Dequonal“ wirksam gegen Corona-Viren sein können.

Fazit für mich:

Ich werde diese beiden Mundwasser ausprobieren und sie mit meinem ätherischen Oregano-Öl vergleichen. Interessante Parallele zwischen dem empfohlenen Mundwasser „Listerine Cool Mint“ und meinem Oregano-Öl: beides enthält THYMOL.

An einem Punkt haben die genannten handelsüblichen Mundwasser einen Vorteil gegenüber meinem ätherischen Oregano-Öl: Während sie einen frischen Atem verleihen, rieche ich bei meinem Oregano-Öl stark nach Pizza. Denn das klassische Pizza-Gewürz ist nun einmal Oregano – und dann noch viel intensiver in der Variante ätherisches Öl!! Gibt aber Schlimmeres, als nach dem Pizza-Gewürz zu riechen – vor allem, wenn man seiner Gesundheit was Gutes tut.

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Quellen:
  1. Weitere Infos über den Labor-Test der Virologin Toni Luise Meister finden sich in: https://academic.oup.com/jid/article/222/8/1289/5878067 mit dem Titel: „Virucidal Efficacy of Different Oral Rinses Against Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2“ 
  2. Zweifel an der Wirksamkeit von Mundwassern gegen Corona meldet u.a. Werner Bartens in der „Süddeutschen Zeitung“ vom 22.9.2020 an: https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/coronavirus-mundwasser-gurgeln-1.5039837: „Hilft Gurgeln gegen das Virus?“
  3. Allgemeine Infos über das Thema „Mundwasser und Corona“ gibt es in verständlicher Form in einem TV-Sender-Beitrag des mdr vom 17.9.2020: https://www.mdr.de/brisant/mundspuelung-gegen-corona-100.html: „MIT MUNDSPÜLUNG GURGELN GEGEN CORONA-VIRUS?“

„Morgens auf nüchternem Magen sporteln ist effektiver!“ Stimmt das?

Nun gut, solch eine perfekte Kulisse hat nicht jeder zum morgendlichen Sporteln. Mal abgesehen von der unpassenden „Sportbekleidung“: Es geht auch im nächstgelegenen Park oder an einer Strecke mit wenig Autoverkehr. Für wen lohnt sich die regelmäßige Anstrengung am Morgen auf leerem Magen? foto: shutterstock

Gespräch zwischen drahtiger Ärztin und einer rundlichen Patientin

Die Orthopädin Dr. Beate B. ist 55 Jahre alt, bestens durchtrainiert mit schmaler Figur; optisches Alter: 40 – und die Patientin Sabrina S., 45 Jahre, hat eine leicht rundliche Figur mit ersten Anzeichen für eine Birnenform an Taille und Bauch, optisches Alter: 45.

Patientin Sabrina:

„Ich mache regelmäßig Sport, Frau Dr. B., aber im Gegensatz zu Ihnen habe ich Fettpölsterchen“, sagt sie mit trüber Stimme und zeigt auf ihre Mitte. Sabrina kommt seit drei Jahren immer wieder in die Praxis von Dr. B. – jedes Mal findet sie die Ärztin unverändert schlank und auffällig vital vor – und das bei der anstrengenden Arbeit mit den vielen Patienten!

„Wie machen Sie es, dass Sie so drahtig sind? Kein Gramm Fett am Bauch, trainieren Sie dafür hart?“, will sie von Dr. B. wissen.

Ich nehme besser ab, weil ich ohne Frühstück Sport treibe

Dr. B. setzt die Miene einer Lehrerin auf, die ihren Schülern etwas Wichtiges mit auf den Weg geben möchte: „Ich gehe morgens VOR dem Frühstück auf nüchternem Magen sporteln und das ist sehr effektiv. Das mache ich drei bis vier Mal die Woche. Dadurch nehme ich besser ab“

„Aha“, denkt sich Sabrina. „Das sind keine schönen Aussichten, denn morgens brauche ich als Erstes mein heiß begehrtes Frühstück – sonst ist mit mir nichts anzufangen. Nach meinen Brötchen-Hälften mit Käse und Marmelade bin ich Mensch und ansprechbar.“

„Probieren Sie es mal aus, ist wirklich wirksamer als nach dem Frühstück“, betont die Orthopädin.

„Das war jetzt keine primitive Werbung, sie ist immerhin meine Ärztin und ihre durchtrainierte Figur spricht Bände“, ging es Sabrina auf dem Weg nach Hause durch den Kopf.

Sabrina nimmt sich vor, ihre morgendlichen Rituale auf den Kopf zu stellen und mit leerem Magen 30 Minuten bis 1 Stunde morgens auf das Fitnessfahrrad in ihrem Schlafzimmer zu steigen. Indoor-Training, aber immerhin. Alternativ dazu würde sie rausgehen und eine halbe Stunde im mäßigen Tempo laufen oder radln.

Den Cappuccino würde sie sich morgens nach wie vor gönnen, aber gleich danach sollte es ans Training gehen – ohne ihre geliebten Brötchen.

Ein Jahr nach Sport auf leerem Magen: maues Ergebnis bei Sabrina

Sie hält die Umprogrammierung ein Jahr lang mit Mühe und Not durch. Das Jahr kam ihr extrem lang vor, aber ihr war klar, dass sie nach nur zwei oder drei Wochen kein klares Ergebnis erwarten durfte. Nach 365 Tagen resümiert sie:

„Das war echt schwer ohne einen Krümel Brot oder Brötchen im Magen zu trainieren – und das Resultat ist bei mir mau: Ich habe zwar nicht zugenommen, aber abgenommen auch nicht.“ Sabrina ist sehr enttäuscht.

Beim nächsten Besuch bei ihrer Orthopädin lenkt sie während der Untersuchung das Thema wieder auf „Morgens auf nüchternem Magen trainieren“.

Sabrina:

„Sie sehen ja, an meiner Birne an Taille und Bauch hat sich nichts geändert – und das, obwohl ich mich ein ganzes Jahr lang mit knurrendem Magen angestrengt habe!“

Dr. Beate B.: „Welchen Sport haben Sie gemacht und wie lange?“

Sabrina: „Na ja, so durchschnittlich 30 Minuten. Meistens Rad gefahren.“

Dr. B.: „Nun, ich spiele 3x die Woche Tennis für jeweils 90 Minuten, gehe fast jeden Morgen vor meiner Arbeit laufen und wenn dann noch Zeit ist, treffe ich mich mit Freunden auf eine Runde Golf. Meine Ernährung besteht überwiegend aus Eiweiß, sehr wenig Kohlenhydraten und viel Wasser. In geselliger Runde belohne ich mich mit einem Glasl Wein.“

„Ähäm“, geht es Sabrina durch den Kopf. „Bei mir sind es gefühlte 80 % an Kohlenhydraten (Pasta, Pizza, Brot, Brötchen), 10 % Eiweiß und 10 % Süßes.“ Aber das verschwieg sie gegenüber ihrer Ärztin.

„Meine gesamte Ernährung auch noch auf den Kopf zu stellen und zu 80 % eiweißlastige Lebensmittel zu essen und dann noch fast jeden Tag auf leerem Magen sporteln, das schaffe ich beim besten Willen nicht“, gesteht sich Sabrina ein.

Also was tun? Bei einem Ergebnis von plus/minus 0 sah sie nicht ein, weiterhin ohne Frühstück zu sporteln. Das konnte sie schon mal streichen und wieder zurückkehren zu ihrem geliebten Frühstücks-Ritual. Ein wenig umstellen, das ginge eventuell: etwas weniger Brot/weiße Brötchen, noch etwas weniger Süßes.

Und das Abnehmen mit dem Ziel, eine drahtige Figur wie ihre Orthopädin zu bekommen?

„Schaffe ich wohl nicht“, stellte sie fest. „Stresst mich nur und am Ende sehe ich so aus, als hätte ich genauso viel Brötchen mit Marmelade gegessen wie beim anstrengenden nüchternen Training. Da wäre ich ja schön blöd, wenn ich auf mein gemütliches Frühstück verzichte. Es beruhigt mich, wenn ich etwas im Magen habe. Und sporteln tue ich in Zukunft, wenn es grad passt – ganz gleich, ob es morgens in der Früh ist oder abends.“

Morgens den jungfräulichen Tag voller Vitalität umarmen

Eines aber hatte Sabrina dem frühmorgendlichen Training auf nüchternem Magen durchaus abgewinnen können:

Es waren wenige Menschen unterwegs, sie hatte mehr Ruhe. Sie bekam das Gefühl, dass es ihr gut tut, den beginnenden Tag mit einem Lächeln zu begrüßen. Auch schossen ihr mehr Ideen kreativer Natur durch den Kopf.

Morgens per Rad oder laufend den beginnenden Tag zu begrüßen, kann sehr vitalisierend wirken, wie dieses Video zeigt. Wer nicht zu viel erwartet vom morgendlichen Sport, kann es sanft angehen, ohne Leistungsdruck – dafür mit mehr Genuss. Noch ein Vorteil: Man nimmt rechts und links vom eigenen Weg mehr wahr.

Am stärksten fiel ihr auf, dass ihre Wahrnehmung morgens früh um 7 Uhr auf leerem Magen anders war als zu Mittag oder am Abend nach einer Mahlzeit: alles um sie herum wirkte deutlich intensiver auf sie – allein dadurch, dass sie nicht abgelenkt war durch andere Menschen.

Der jungfräulicher Tag, den sie im Rhythmus ihrer Bewegungen begrüßen und bejahen konnte – soweit ihr knurrender Magen es zuließ. Und all die Eindrücke rechts und links von ihrem Weg – das hatte sie als erbaulich empfunden. Und wenn es nur eine einsame Katze war, die still vor sich hinstrolchte.

Sabrina hächelte hinter dem Radfahrer her und trotzdem war ihr zumute wie ihm: Sie wollte die ganze Welt umarmen- so munter und heiter fühlte sie sich beim Joggen.

Sabrina entscheidet sich für einen sanften Mittelweg

„Wenn ich es schaffen sollte, mich auf leerem Magen draußen zu bewegen, mache ich es hin und wieder. Aber jeden Tag, das schaffe ich nicht. Sollte ich Sehnsucht nach dieser intensiven morgendlichen Wahrnehmung haben und eine kreative Idee aus mir rauskitzeln wollen, dann gehe ich es gezielt an. Ansonsten ziehe ich es vor, als allererstes schön zu frühstücken.“

Ganz gleich, ob mit oder ohne Frühstück im Magen: Ein morgendlicher Lauf im Grünen vitalisiert und ist ein guter Start in den Tag

Dieses Trainieren auf leerem Magen – und warum ihre Ärztin im Gegensatz zu ihr selbst so drahtig aussah, während sie selbst, Sabrina, so gut wie gar nicht abgenommen hatte, beschäftigte sie dennoch hin und wieder. Sie wollte herausbekommen, woran es liegen könnte und begann, sportwissenschaftliche Texte zu lesen.

Fettreserven schmelzen dann, wenn der Kohlenhydratspeicher leer ist

Wir nehmen nur dann schneller ab beim Training auf leerem Magen, wenn der Kohlenhydratspeicher so leer ist, dass es an die Fettreserven geht. Das kann dauern. Habe ich beispielsweise einen vollen Teller Pasta abends gegessen und dann noch `nen Schokoriegel nachgeschoben, dann bleibt ein Teil der Energie auch am nächsten Morgen übrig und muss erst einmal verbrannt werden beim morgendlichen Sporteln, bevor es den Reserven an den Kragen geht. Und wenn ich dann lediglich eine kleine Runde in gemäßigtem Tempo drehe, dann geht diese Rechnung nicht auf. Nur dann, wenn ich lange und intensiv trainiere, habe ich die Chance, mich den Fettreserven zu nähern und sie anknabbern zu lassen.

Findet der Körper kaum oder keine Kohlenhydrate als Energiequelle, weicht er auf eine andere aus: auf den Fettspeicher. Problem dabei: Erst einmal muss man bis dahin kommen mit seinem Training/Sporteln.

Jetzt leuchtete Sabrina ein, warum Frau Dr. B. so drahtig und ganz ohne ein Gramm Fett an den Rippen rumlief, während sie, Sabrina, immer noch ihre kleinen Fettpölsterchen mit sich trug. Die sportive Ärztin spielte oft und intensiv Tennis, ging so gut wie jeden Morgen auf leerem Magen laufen und wenn die Zeit es zuließ, spazierte sie noch mit Freunden, Kollegen und Bekannten auf dem großen, grünen Golfrasen. Abends zog sie eine eiweißreiche Kost vor, Kohlenhydrate nahm sie kaum zu sich: das fraß ihre wenig gefüllten Kohlehydratspeicher auf.

Passt gut zu Profisportlern: auf nüchternem Magen intensiv trainieren

Zu denen, die besser an ihre Fettpolster rankommen, gehören auch Profisportler – vor allem dann, wenn sie hilfreiche Ratgeber zur Seite haben (Sportwissenschaftler/Ernährungsberater etc), die ihnen dabei helfen, das gewünschte Wettbewerbs-Gewicht zu erreichen inklusive der notwenigen Fitness und Ausdauer. Das Nüchterntraining dürfte aber auch unter Profis kein Muss sein, denn es ist nicht jedermanns/jedefraus Sache, mit total leerem Magen lange und hart zu trainieren.

„Ich bin keine Profisportlerin und ich bin weder im Tennis-, noch im Golfverein“, stellte Sabrina für sich fest. „Außerdem schaffe ich es auf keinen Fall, jeden Morgen eine Stunde intensiv zu laufen mit knurrendem Magen. Ich muss wohl meine Birne an Taille und Bauch schlucken. So schlimm ist sie nun auch nicht – vor allem dann nicht, wenn ich mich geschickt kleide, passt schon“, auf diese Weise kommt Sabrina ihre Birne sogar bekömmlich vor.

Kräuter und Tees, die wach machen

Der Klassiker: schwarzer Tee. Ein Samowar liefert den ganzen schönen Tag über köchelnd heißes Wasser für schwarzen Tee. Beliebt in Ländern wie Russland oder Türkei. Der Wachmacher im Tee ist das Teein. foto: shutterstock

Es muss nicht immer Kaffee sein. Es gibt auch reichlich Tees und Kräuter, die einen wach machen. Schwarzer Tee ist der Klassiker.

Wachmacher aus der Natur: schwarzer, grüner oder weißer Tee

Große Tee-Nationen wie Russland, Japan, China oder Türkei zelebrieren eine Teekultur, die Land und Leute prägt: Tee zum Frühstück, Tee in Teehäusern im geselligen Miteinander, Tee in wohlgeformten Samowars, die mit ihrem stets köchelndem Wasser den ganzen Tag über für Nachschub sorgen. Während in Russland oder der Türkei überwiegend schwarzer Tee getrunken wird, sind in Japan und China auch die grüne oder weiße Version weit verbreitet. Ihre Wurzeln gehen auf einen Teestrauch zurück: „Camellia sinensis“.

Der Wachmacher im schwarzen Tee ist das so genannte „Teein“, das dem Koffein im Kaffee ähnelt. Der Unterschied soll darin bestehen, dass für eine Tasse Tee weniger Teeblätter benötigt würden als Kaffeebohnen für eine Tasse Kaffee. Die Wachmach-Kurve ist bei Tee nicht so steil wie bei Kaffee, dafür fällt sie nicht so abrupt wie bei Kaffee oder Espresso – sie hält länger an (insbesondere ist dies bei grünem Tee der Fall).

Mit einem stilvollen Samowar lassen sich die guten Eigenschaften des schwarzen Tees auf raffinierte Art und Weise rauskitzeln: im unteren großen Kessel wird Wasser gekocht, oben landet der schwarze Sud in einer Kanne. Morgens, wenn man den ersten Tee macht, wird er recht schnell getrunken, um in den Genuss der anregenden Wirkung zu kommen.

Schwarzer Tee soll innerhalb von fünf Minuten belebend wirken, danach neutral bis entspannend. Je länger die Teeblätter im Sud ziehen, desto mehr Gerbstoffe landen in der Teetasse: das kann sich beruhigend auf den Magen-Darm-Trakt auswirken. Anregend und beruhing zugleich, je nachdem, wie lange schwarzer/grüner/weißer Tee einzieht und woher die Teesträucher kommen. Ein Vorteil gegenüber Kaffee ist, dass weitaus mehr Tee getrunken werden kann, ohne Magen, Darm oder Nerven zu strapazieren. Bei Kaffee kann es durchaus vorkommen, dass man sich nach der fünften oder sechsten … Tasse nervös fühlt, hippelig wird oder Übelkeit im Magen verspürt.

Über den ganzen Tag hinweg köchelt es im Samovar und zu jedem Anlass wird Tee eingeschenkt. Es braucht auch gar keinen Anlass: oftmals ist es auch pure Gewohnheit, die einen zur Teetasse greifen lässt. Ganz zu schweigen davon, dass Gäste in Ländern mit einer langen und ausgeprägten Teekultur mit dem aromatischen Heißgetränk empfangen und bewirtet werden: Tee ist die aromatische Verlängerung des geselligen Miteinanders.

Hier eine Auswahl an schwarzen und grünen Tees, die ich kenne und die mir munden:

Schwarztee Darjeeling der Bio-Marke „Lebensbaum“AFL: https://amzn.to/2JQyRAl

Aromatischer Schwarztee in Pyramidenbeuteln von „PG“AFL: https://amzn.to/2JNDURV

Grüner Tee lose von „Lebensbaum“AFL: https://amzn.to/39LpDAm

Schießt bei mir übers Ziel hinaus: Matcha-Tee

Matcha-Tee soll stark beleben, heißt es. Als es groß aufkam, habe ich es mir besorgt, weil ich nach einer Alternative zu Espresso und Cappuccino war. Ich kann 5 Espressi trinken, danach geht es nach hinten los: ich werde fahrig und nervös. Bei Matcha ging es noch schneller: schon nach der zweiten Teetasse fühlte ich mich so, dass ich mir schwor, nie wieder dieses Zeug zu trinken. Es mag Leute geben, die nicht so heftig auf Matcha reagieren – für die ist es sicher ein interessanter Muntermacher.

Ich weiß nicht, warum ich so heftig auf Matcha-Teepulver reagiere. Zumal als Basis bestimmte Grünteesorten verwendet werden. Da müsste doch die Wirkung ähnlich wie bei Grüntee sein. Ist aber bei mir nicht so, also lasse ich es lieber mit Matcha. Ich war kurz davor, mir teure Utensilien zu kaufen, die es für die Matcha-Teezeremonie gibt: Bambusbesen zum Umrühren des Pulvers und ein spezielles, ostasiatisch anmutendes Gefäß. Die längere Zubereitungszeit schreckte mich eher ab. Obwohl ich mein Erstes Mal mit einem teuren Bio-Produkt hatte, schmeckte mir der Matcha-Tee ordinär nach Gras. Die Kurve zum Aufwachen fiel bei mir weg, ich war gleich oben auf – mit einem Level an Nervosität, den ich nicht noch einmal erleben wollte. Nicht jeder Tee-Trend ist auch gut für einen selbst, muss man ausprobieren, um es herauszufinden.

Wer Matcha-Tee gut verträgt und den Geschmack mag, kann sich mal an der Matcha-Zeremonie mit dazugehörigen Utensilien versuchenAFL:

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Mate- und Yogi-Tee

Der klassische Yogi-Tee enthält Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken und etwas Pfeffer. Lässt sich mit Milch gut aufbereiten. Sind überwiegend Zutaten, die belebend wirken können: So richtig hellwach macht mich Yogi aber nicht. Ich kenne aber Leute, die sehr zufrieden sind, weil Yogi-Tee sie sanft belebt.

Soll auch anregend wirken: Yogi-Tee in der Klassik-Version mit u.a. Zimt, Kardamom, Pfeffer

Loser YogiTea mit Zimt und Ingwer ist hier bestellbarAFL: https://amzn.to/3or6SWY

Matetee

Meine dritte Enttäuschung nach Matscha- und Jogie-Tee: der in Südamerika häufig getrunkene Matetee. Schmeckt okay, aber macht mich keineswegs wach. Obwohl Mate-Blätter den Wachmacher Koffein enthalten sollen, spüre ich davon nichts. Dann doch lieber schwarzer oder grüner Tee – weil ich einen starken schwarzen Tee mit Honig versüßen oder mit Milch aufpeppen kann. Abgesehen davon hält mich schwarzer Tee wach. Matetee mit Honig oder Milch schmeckt mir hingegen nicht.

Wer den Geschmack von Mate-Tee mag und durch ihn Frischkicks bekommt, kann ihn in guter Bio-Qualität hier bestellenAFL: https://amzn.to/2VCf5Lo

Belebende Kräuter

Die stärksten Wachmacher aus der Kräuter- und Teeecke, die ich kenne, sind:

Rosmarin und Petersilie.

Eher als Gewürze vertraut beim Kochen, aber durchaus hilfreich, wenn es darum geht, sich einen sanften Kick zu verschaffen.

Rosmarin

Grüne Nadeln des Rosmarins. Wirken sowohl belebend als auch entspannend.

Ein Tee mit grünen Rosmarin-Nadeln regt an: Rosmarin mit kochendem Wasser aufgießen, circa 7 Minuten ziehen lassen und über den Tag hinweg trinken.

Belebend sind vor allem die ätherischen Öle des Rosmarins. Dem intensiv duftenden Kraut wird u.a. eine durchblutungsfördernde und tonisierende Wirkung nachgesagt.

Petersilie: als Bruscetta oder Kräuter-Tee macht sie müde Männer und Frauen munter

Entweder mit Tomaten und Mozarella als eine Art Brusceta essen oder – why not – mit kochendem Wasser übergießen und ähnlich wie bei Tee circa 7 Minuten ziehen lassen. Um das Ganze geschmacklich aufzupeppen, passen Pfefferminze oder Ingwer gut zur Petersilien-Variante.

Das Interessante an Petersilie ist, dass sie relativ viel Eisen enthält. Und wer unter Eisenmangel leidet, fühlt sich oftmals müde. Petersilie kann also müde Männer und Frauen munter machen.

Gut bei Eisenmangel, der Müdigkeit hervorrufen kann: Petersilie enthält recht viel Eisen.

Guarana

„Guaranaaa – huaaaaa!“ Hörte ich so einige hinter vorgehaltener Hand geheimnisvoll raunen. „Eigentlich eine Droge, aber…“. Aha Droge. Drogen sind nicht so meins, aber ich fing trotzdem an, mich mit Guarana zu beschäftigen. Weil ich einen stärkeren Wachmacher als den gängigen schwarzen Tee oder Espresso wollte.

Guarana soll ja wacher machen als Kaffee, heißt es zumindest. Ich begann zaghaft mit einem Guarana-Kaugummi: keinerlei Wirkung. Danach eine Nummer stärker als Pulver eingenommen: spürte immer noch nix. Es soll ja auch verbotene Drogen geben, die bei manchen keinerlei Wirkung zeigen – ich scheine zu dieser Gruppe zu gehören. Guarana bei mir also wirkungslos und daher uninteressant.

Und was ist mit Kreuzkümmel, Brennnessel, Chili?

Tja, das würde ich auch gerne wissen. Bei Kreuzkümmel und Brennnessel ist mir nicht aufgefallen, dass ich nach dem Verzehr/Trunk mich wacher gefühlt hätte.

Roter Chili enthält Capsaicinoide, die uns Schärfe und Hitze empfinden lassen: kann munter stimmen, muss aber nicht.

Chili umgibt die Aura des „Aphrodisiakums“: kann schon sein, dass Chili munter macht. Die im Chili enthaltenen Capsaicinoide reizen die Nerven des Rachenraums, wir fühlen die Schärfe, Hitze kommt auf. Chili wirkt durchblutungsfördernd. Während und nach einem Essen mit viel Chilli stelle ich lediglich fest, dass das Essen so scharf war, dass mir rein körperlich heiß wird (ohne, dass ich an Erotisches denke) und dass ich mächtig schwitzte. Dass Chili Endorphine ausschütten lässt, habe ich leider noch nicht erlebt. Chili in Maßen verleiht Speisen ein appetitliches Aroma . Als Wachmacher oder gar Aphrodisiakum nur dann brauchbar, wenn man zu den Glücklichen gehört, die wahrnehmen, dass sie nach dem Chili-Verzehr eine natürliche Endorphin-Spritze verabreicht bekommen haben.

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