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Was ist weiß, flüssig, säuerlich im Geschmack, kalorienarm und gesund? Ayran, Buttermilch, Kefir?

Verdammt gesund, wie sie alle da sind: Kefir, Buttermilch, Ayran. Auf den ersten Blick auch verdammt ähnlich. Mein Favorit: Ayran selbst gemacht, weil es am frischten schmeckt. Foto: tk

Äußerlich identisch, weil sie alle gleich aussehen: Ayran, Kefir, Buttermilch. Im Geschmack und in der Herstellung unterscheiden sie sich aber durchaus. Hier ein paar Hinweise, um sie nicht unterschiedslos in ein Glas zu werfen/füllen.

AYRAN

Basis für säuerliche Getränke ist Milch. Aus Milch wird Joghurt hergestellt und wenn man Joghurt mit Wasser verdünnt, eine Prise Salz hinzufügt, entsteht Ayran. Weit verbreitet im Orient, aber auch hierzulande erhältlich, insbesondere in türkischen Imbissen, Obs- und Gemüseläden. 100 ml Ayran, der aus 1,5 % fettigem Joghurt gemacht wurde, hat um die 40 kcal.

BUTTERMILCH

Buttermilch entsteht bei der Herstellung von Butter. Aus Milch gewinnt man zunächst Magermilch und Rahm. Geschlagen entstehen aus dem Rahm Butter und davon abgesondert Buttermilch. Butter enthält in Fett lösliche Vitamine wie Vitamin A, E, D und K. Neben der fetten Butter lässt sich die magere Buttermilch abschöpfen, die 1% Fett oder weniger hat. Somit gehört Buttermilch zu den kalorienärmsten Milchprodukten. Vom Geschmack her empfinde ich die Buttermilch als sehr mager und etwas „abgestanden“. Sie ist reich an Milcheiweiß, Mineralstoffen und Lecithin. Reine Buttermilch besteht zu 100 % aus Buttermilch. Frischer Sie schmeckt milder.  100 ml Buttermilch (mit 1 % Fettanteil) haben circa 44 kcal.

KEFIR

Kefir ist kulturell im Kaukasus beheimatet: ein spritziges Sauermilcherzeugnis. Neben der Milchsäuregärung läuft hier eine alkoholische Gärung durch Hefen ab. Bei „Kefir mild“ wird heutzutage die Entwicklung der Hefen unterdrückt: dadurch enthält er keinen Alkohol. Der leicht spritzige Charakter bleibt erhalten. Kefir ist in der Regel fettarm: Varianten mit 1,5 % oder weniger Fettgehalt sind gängig. Der Kaloriengehalt liegt ungefähr mit Buttermilch gleich: 100 ml Kefir mit 1,5 % Fettgehalt hat circa 46 kcal.

Gewinner im Frischegeschmack: selbst gemachter Ayran

Mein Favorit unter diesen optisch gleich aussehenden säuerlichen Getränken ist selbst gemachter Ayran: er schmeckt frisch, nicht abgestanden. Kaufe ich Ayran fertig im Becher, nehme ich den vorgegebenen Salzgehalt hin. Zwar kann ich Ayran zu Hause strecken mit Wasser und hausgemachtem Ayran, aber wenn ich ihn unterwegs trinke, schlucke ich eine recht salzige Version. Zu Hause hingegen brauche ich nur Joghurt, Wasser und dann kann ich den Salzgehalt selbst bestimmen. Wenn ich will, verzichte ich ganz auf Salz. Außerdem kann ich den Joghurt strecken, wie ich will. Je mehr Wasser, desto preisgünstiger ist mein Getränk. Abhängig davon, ob ich Sahnejoghurt mit relativ hohem Fettgehalt oder Magerjoghurt nehme, entspricht dies dem Fettanteil meines Ayrans. Wenn ich beispielsweise aus einem Joghurt mit nur 0,7 % Fett einen Ayran mixe, dann habe ich ein sehr fett- und kalorienarmes Erfrischungsgetränk hergestellt – und umgekehrt, je nach Gusto.

Alle drei Getränke sind gesund und kalorienarm. Insbesondere die Haut freut sich über diese Art der Flüssigkeitszufuhr. Und natürlich die Zähne, weil kein zusätzlicher Zucker hinzugefügt wird. Am leichtesten zu Hause herstellen lässt sich Ayran. Wenn ich Ayran feiner abschmecken möchte, nehme ich ein, zwei Minzblätter, schneide sie klein und genieße  – vor allem an heißen Sommertagen-  dieses wunderbar erfrischende Getränk.

Quelle/Infos: u.a. „Molkerei Berchtesgadener Land“