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Hafermilch schmeckt besser als es klingt

Alternative zu Kuhmilch: Haferdrink Foto: shutterstock

Mag zunächst nicht sehr einladend klingen: „Hafermilch“. Als ich es wagte, meinen Müsli erstmals mit dieser rein pflanzlichen Variante und nicht mit der herkömmlichen Kuhmilch zu essen, war ich überrascht: Schmeckte nicht so übel, wie ich befürchtet hatte. Gewöhnungsbedürftig, aber durchaus machbar, ab jetzt nur noch Hafermilch für das Müsli zu verwenden.

Motiviert durch den ersten Versuch, tat ich am nächsten Morgen heiße Hafermilch in meinen Cappuccino – in der Hoffnung, auch hier auf Kuhmilch zu verzichten – die mir zwar schmeckt, die ich aber nicht so gut vertrage – vor allem nicht in der frischen Form oder gar als Rohmilch. Tja, es ging leider beim besten Willen nicht: Hafermilch verfälschte den Geschmack meines Cappuccinos derart, dass ich für mein Heißgetränk weiterhin Kuhmilch mit einem Fettgehalt von 3,5 Prozent benutze. Aber ich gab nicht auf: verfeinerte Soßen mit Hafer-, statt Kuhmilch: klappte prima. Überall, wo ich vorher beim Kochen oder Backen zum tierischen Produkt gegriffen hatte, wählte ich die Hafermilch. Funktionierte, war akzeptabel. Nur bei meinem Kaffee bleibe ich doch lieber auf der alten Linie.

Haferdrink: rein pflanzlich und von Natur aus laktosefrei

„Hafermilch“ darf eigentlich nicht als „Milch“ bezeichnet werden. Dieser Begriff ist nur den tierischen Kolleginnen vorbehalten: Kuh-, Ziegen-, oder Schafsmilch beispielsweise. Aus diesem Grund findet sich oft die Bezeichnung „Haferdrink“. Aber in der Alltagssprache achtet kaum jemand auf die korrekte Nennung, insofern verzichte ich auch auf eine strikte Trennung.

Der rein pflanzliche Haferdrink ist eine gesunde Alternative für alle, die Kuhmilch nicht/schlecht vertragen oder denen es wichtig ist, verstärkt auf tierische Produkte zu verzichten. Haferdrink ist von Natur aus laktosefrei.

Hafermilch kann man in Supermärkten, Drogerien und Bio-/Reformhäusern in unterschiedlicher Qualität und Zusammensetzung kaufen. Sie lässt sich aber auch einfach selbst herstellen. Benötigt werden nur wenige Zutaten: Haferflocken, Wasser, Salz und etwas Öl (z.B. Sonnenblumenöl).

Wer qualitativ hochwertige Haferflocken nimmt und ein ausgesuchtes Wasser samt einem gutem Öl, der kreiert auf einer hohen qualitativen Ebene einen Drink, bei dem er selbst entscheiden kann, was genau in welcher Menge hineinkommt. Oder noch wichtiger: Was nicht drin sein soll. Denn in den Lebensmittelregalen stehen leider durchaus Varianten, die beispielsweise zu viel Phosphat enthalten oder unnötigerweise mit zusätzlichen Vitaminen hergestellt wurden. Das alles fällt weg bei der Selfmade-Variante. In Reformhäusern und Bioläden finden sich Haferdrinks mit erfreulich überschaubaren Inhaltsstoffen – gerade auch im Hinblick auf die Zuckermenge. Es lohnt sich also, genauer hinzuschauen, was man sich in den Einkaufswagen legt. Haferdrink ohne Zucker sind denen vorzuziehen, denen naoch einge gewisse Menge beigesetzt wurde.

Haferdrink herstellen mit 4 Zutaten:

Haferflocken

Wasser

Salz

Etwas Öl

Die Haferflocken in Wasser einige Stunden einweichen. Beides pürieren, durch ein Sieb oder ein Tuch abseihen, Salz und etwas Öl hinzufügen: fertig ist der Superdrink!

Statt Sonnenblumenöl nehme ich Leinöl, weil es stets als sehr gesund angepriesen wird. Leinöl enthält viele Omega-3-Fettsäuren, die sich günstig auf Herz-Kreislauf und auf unser Hirn auswirken sollen. Gegen zu hohe Blutfettwerte und Blutzucker soll Leinöl auch helfen. Ich kann also zu Hause schnell einen Energiedrink der Extraklasse herstellen, der mir dabei hilft, gesund zu bleiben.

Basis für Haferdrinks: Haferflocken

Da Haferflocken die Basis für Haferdrinks sind, nehme ich damit die bekömmlichen Bestandteile dieses Getreides zu mir: Hafer enthält u.a. Ballaststoffe, die sich günstig auf den Cholesterinspiegel und die Verdauung auswirken können. Hafer ist ausgesprochen magen- und darmfreundlich. Zwar steckt in Haferdrinks nur ein Bruchteil an den gesunden Flocken (in einem Bioprodukt fand ich die Menge an 8,4 Prozent – der Rest ist Wasser), dennoch ist und bleibt das Getränk ausgesprochen gesund – und kalorienarm.

Die pflanzliche Hafermilch enthält i.d.R . weniger Fett als tierische Kuhmilch (im oben genannten Bioprodukt 1,4 % Fettanteil). Den Kalorien-Vergleich gewinnt Hafermilch auch: 100 Milliliter haben ca. 42 Kilokalorien, Kuhmilch mit 3.5%-Fettanteil dagegen ca 64 Kilokalorien.