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Natürliche Sedativa

Cool-down-Effekt durch beruhigende Pflanzen-Extrakte

Pflanzliche Sedativa wie Lavendel, Passionsblume, Baldrian, Melisse oder Hopfen.
Die prächtige Passionsblume gehört zu den natürlichen Sedativa, die allein oder in Kombination mit anderen beruhigenden Kräutern ihre entspannende Wirkung entfaltet. foto: shutterstock

Eine Auswahl an 5 natürlichen, beruhigend wirkenden Kräutern/Extrakten (Sedativa) stelle ich nachfolgend vor: Passionsblume, Melisse, Baldrian, Lavendel und Hopfen. Sie können in Phasen übermäßiger Gereiztheit/Genervtheit für einen angenehmen Cool-down-Effekt sorgen. Die Natur zeigt sich von ihrer großzügigen Seite und schenkt sie uns einfach so. Für alle hier angeführten pflanzlichen Substanzen gilt:

Pflanzliche Kräuter/Wurzeln/Extrakte können wirken, müssen es aber nicht bei jedem/jeder.

Nicht jeder verträgt jedes pflanzliche Mittel

Allergische Reaktionen oder sonstige Unverträglichkeiten können auch bei pflanzlichen Mitteln auftreten. Wird das beobachet, sollte man die Finger von dem betreffenden Kraut lassen! Vorsichtig sollten auch Schwangere oder Stillende sein.

Eine große Menge an beruhigenden Heilkräutern am Tage eingenommen kann müde und schläfrig machen. Das sollte bei der Absicht, Auto fahren oder Maschinen bedienen zu wollen berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wer Medikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt vorab klären, ob eventuelle Wechselwirkungen mit den pflanzlichen Sedativa zu erwarten sind. Liegen schwerwiegende (Vor-)Erkrankungen vor, ist die vorherige Absprache mit einem Arzt unbedingt erforderlich. Die vorgestellten Kräuter/Extrakte sind lediglich als sanfte Unterstützer zu betrachten, wenn es darum geht, die Befindlichkeit zu verbessern. Sie ersetzen in keinem Fall Beratungen/notwendige Behandlungen von Ärzten.

Und jetzt die gute Nachricht: Wer die hier aufgeführten natürlichen Sedativa gut verträgt, kann sie untereinander kombinieren, um die beruhigende und schlaffördernde Wirkung zu erhöhen. Dementsprechend gibt es fertige Kombipräparate, die in Reformhäusern, Drogerien oder Apotheken erhältlich sind.

Passionsblume

Macht angenehm müde und kann Blutdruck senken

Klingt blumig: „Passionsblume“. Passion? Tatsächlich soll der Name sich auf die Passion von Jesus beziehen. Die hellen Außenblätter werden mit den Aposteln verglichen und das Innere mit der Dornenkrone. Unabhängig von ihrer religiösen Namensgebung vermag die Passionsblume zu helfen, wenn es darum geht, Spannungen oder Ängste loszuwerden. Darüber hinaus soll sie in der Lage sein, den Blutdruck zu senken.

Wirksame Bestandteile der Passionsblume sind Flavonoide (zB C-Glycosid, Apigenin, Luteolin) und ätherische Öle. Das Passionsblumen-Kraut wird arzneilich verwendet und kann als Tee zubereitet werden. Als Trockenextrakt wird es in Kapseln,  Tabletten oder Tropfen vertrieben. Passionsblume lässt sich, wie die meisten anderen natürlichen Sedativa, mit den anderen kombinieren – vorausgesetzt, man verträgt jedes einzelne Heilkraut.

Passionsblume kann schön müde und schläfrig machen. Daher ist es ratsam, sedativ wirkende Pflanzenkräuter abends vor dem Zubettgehen einzunehmen.

Eine sanfte Form der Einnahme ist Passionsblumen-Tee. In guter Bio-Qualität bietet die traditionsreiche Marke „Salus“ ihn anAFL:

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MELISSE/Zitronenmelisse :

Sanfter Charakter mit starker Heilkraft

Aus frischen Melissenblättern lässt sich Tee zubereiten. Melissse steckt auch in pflanzlichen Arznei- Produkten wie „Melissengeist“. Melisse schenkt einem cool-down-Phasen, beruhigt die Nerven.

Wer die grünen, zarten Blätter der Melisse zwischen den Fingern reibt, dem strömt ein leicht zitroniger Ruft entgegen. Deshalb wird sie auch Zitronenmelisse genannt.

Ein Melissentee vor dem Zubettgehen getrunken, kann nervöse Unruhe verringern und den Schlaf fördern. Natürlich kann der Tee auch am Tage getrunken werden. Dass er dann nicht wie ein Espresso als Wachmacher wirkt, sollte klar sein.

Am aromatischsten schmeckt der Tee, wenn er mit frischen Melisseblättern aufgebrüht wird. Eine gute Bioqualität ist vorzuziehen, um eventuelle Rückstände von fragwürdigen Pflanzenschutzmitteln zu umgehen. In Reformhäusern, ausgesuchten Bioläden, Drogerien und Apotheken gibt es Melisse in getrockneter Form für die Teezubereitung.

Interessant an der Melisse ist, dass ihren ätherischen Ölen zugesprochen wird, in günstiger Weise auf unseren GABA- Mechanismus einzuwirken. Der Botenstoff GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist für einen beruhigenden Effekt zuständig. Andere Botenstoffe wie zB Glutamat sind GABA-Gegenspieler und steigern dementsprechend die Erregung unserer Nervenzellen. Dadurch, dass die Wirkstoffe der Melisse in der Lage sind, an GABA-Rezeptoren anzudocken, beruhigen sie unser vegetatives Nervensystem.

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BALDRIAN:

Riecht nicht doll, aber kann beim Einschlafen helfen

Baldriantropfen sind ein gängiges pflanzliches Mittel, das bei Schlafstörungen und nervöser  Unruhe eingesetzt wird. Wer ein Baldrian-Fläschchen öffnet, wird wahrscheinlich nicht begeistert sein vom Duft: stumpfer, muffiger Geruch. Gut, manchmal muss man sich überwinden, wenn es um die Gesundheit geht.

Bis Baldriantropfen anfangen zu wirken, soll es einige wenige Wochen dauern. Also ist Geduld angesagt. Als ich Baldriantropfen ausprobierte, hatte ich diese Info nicht und war zwei Tage nach der Einnahme enttäuscht, dass er mir nicht dabei half, besser zu schlafen. Eine zweite Chance habe ich dem Baldrian seit dem nicht gegeben. Ich bin aber am überlegen, ob ich es nicht doch noch einmal probiere, denn das Interessante an Baldrian scheint mir zu sein, dass es – wie Melisse auch – die Fähigkeit besitzen soll, unseren GABA-Mechanismus dahingehend zu beeinflussen, dass wir uns ruhiger und entspannter fühlen. Substanzen, die eine positive Wirkung auf unseren Nerven-Botenstoff GABA (=GammaAminoButtersAuere) haben, besänftigen übermäßig gereizte Nerven.

Wichtige Inhaltsstoffe des Baldrians stecken hauptsächlich in den ätherischen Ölen. An erster Stelle ist Bornylacetat zu nennen, ferner u.a.: beta-Caryophyllene, Valeranon. Ein Bad mit Baldrianöl kann die Muskeln angenehm entspannen.

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LAVENDEL

Betörender Duft mit hilfreicher Wirkung

Dem angenehm duftenden Lavendel wird ein besänftigender Effekt zugesprochen, der Unruhe vermindern, den Schlaf fördern und sich auch günstig auf nervösem Reizmagen oder Darmbeschwerden, Blähungen oder dem so genannten „Roemheld-Syndrom“ (übermäßige Gasansammlung im Magen-Darm-Trakt) auswirken kann. Getrockneten Lavendel gibt es fertig zu kaufen u.a. in Reformhäusern, Apotheken oder Drogerien.

Als wirksame Bestandteile werden genannt: ätherisches Öl (mit Linalylacetat, Linaool) und die Gerbstoffe in den Lavendelblüten.

Eine optisch ansprechende und sich günstig auf die Stimmung auswirkende Methode ist es, sich frische Lavendel-Pflanzen im Topf zu besorgen für die Balkonbepflanzung oder Lavendel im Garten großzügig anzulegen: Ein Meer an violetten Blüten, deren Duft heilende und besänftigende Wirkung ausströmt.

Ebenfalls angenehm sind ein Bad mit Lavendelöl oder ein Lavendelsäckchen unterm Kopfkissen, bzw. in Bettnähe.

Wem es mit dem kleinen Lavendelsäckchen unterm Kissen zu umständlich ist, kann ein Kissen mit getrockneten Lavendelblüten ausprobierenAFL:

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In Form von Tee wird beruhigender Lavendel von „Sidroga“ angebotenAFL:

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Wie eingangs im Text erwähnt, ist auch bei pflanzlichen Heilmitteln Vorsicht geboten. Zu denken „Ist aus der Natur, ist harmlos, kann mir also nicht schaden“, kann durchaus fatale Folgen haben.

Ein Beispiel: Ich habe mal Johanniskraut innerlich eingenommen, weil ich gehört hatte, dass es die Stimmung anheben und auch entspannen soll. Ich hatte die Information, dass Johanniskraut lichtempfindlich mache und dass man daher aufpassen solle. Allerdings konnte ich mir unter „lichtempfindlich“ nicht viel vorstellen – und wie es so kommt, begann ich an einem schönen heißen und sonnigen Julitag  die Einnahme. Die stimmungsaufhellende Wirkung soll, so heißt es über Johanniskraut, nach ein paar Wochen eintreten.

So weit kam ich leider nicht, denn eines schönen morgens wachte ich mit riesengroßen, roten kraterartigen Flecken im Gesicht auf. Zu der äußerst unansehnlichen Optik kam noch ein unerträgliches, permanentes Jucken hinzu. Ich traute mich nicht raus, musste aber zur Arbeit und hatte auch private Termine vereinbart. Wer mich sah, brach in spontanes Lachen aus – was ich nicht so witzig fand. Ich lief mit einer Orangenhaut voller Dellen im Gesicht herum, nur dass die Orange nicht Orange war, sondern tiefrot. Krater mitten im Gesicht, damit fühlt man sich nicht wohl. Der Vergleich mit der „Orangenhaut“ kam von meinem Bruder, der eine liebenswürdig direkte Art hat, die Dinge beim klaren Namen zu nennen.

Die Reaktionen der anderen, gekoppelt mit dem Dauer-Juckreiz und dem Gefühl, dass meine Gesichtshaut „verbrannt“ war, drückten meine Stimmung extrem runter. Nix da mit „stimmungsaufhellendem Johanniskraut“: Meine Laune stürzte rapide in den Keller, ja unter die Erde und war damit noch schlechter als vor der Johanniskraut-Einnahme.

Seit dieser traumatischen Begegnung mit Johanniskraut fasse ich das Kraut nicht mehr an. Ich kann also keine Aussage darüber machen, ob es stimmt, dass Johanniskraut die Stimmung aufhellt und sogar in der Lage sein soll, gegen eine leichte Depression zu wirken.

Was ich aber mit Sicherheit weiß: Pflanzliche Mittel wie Johanniskraut sind nicht harmlos, nur weil sie aus der Natur kommen. Man muss die Warnhinweise wie „macht lichtempfindlich“ u.a. ernst nehmen und das hieße zB, dass man nicht wie ich mitten im Sommer mit der Einnahme von Johanniskraut beginnt, sondern lieber im November /Dezember.

HOPFEN

Ohne Bier eine beruhigende Heilpflanze

Getrocknete Hopfenzapfen mit kochendem Wasser übergießen, ca. 10 Minuten wirken lassen und am besten abends vor dem Schlafengehen trinken: macht schön müde.

In Bier steckt Hopfen. Bei uns in Oberbayern wird viel Bier g’soffen: Die Leute sind auffallend entspannt und locker. Inwiefern der Alkohol ebenso dazu beiträgt, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber dass der Hopfen entspannend wirkt, ist bekannt. Verantwortlich für diese Wirkung werden die Bitterstoffe Humulon und Lupulon gemacht. Ohne Bier/Alkohol bleibt einem mit den puren Hopfenzapfen immerhin die schön entspannende Wirkung.

Es sind die weiblichen Blütenstände des Hopfens (Hopfenzapfen), die man für Tees hernehmen kann. Getrocknete Hopfenzapfen gibt es beispielsweise in Apotheken zu kaufen. Wer zufällig durch die Holledau in Bayern fährt, könnte bei einem Hopfenbauern Halt machen und freundlich fragen, ob er einige Hopfenzapfen vom Feld kriegt – gegen Geld natürlich.

Wer festgestellt hat, dass er nach einem Feierabend-Bierchen besser schlafen kann, kann dies ruhig auf den Hopfen zurückführen. Relaxen geht auch ohne Bier/Alkohol: durch Hopfen pur.

Getrocknete Hopfenblüten aus der Hopfenregion Hallertau für eine Teezubereitung sind hier erhältlichAFL:

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Der Tee der Biomarke „Herbaria“ enthält neben Hopfen weitere beruhigende Kräuter wie Melisse und LavendelAFL:

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