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Heißer Punsch mit und ohne Schuss

Wärmt an kalten Tagen: heißer aromatischer Punsch Foto: Shutterstock

Die kinderfreundliche Variante: alkoholfreier Punsch

Ganz gleich, ob selbst gemacht, gekauft, mit oder ohne Alkohol: typische Ingredienzien sind: Zimtstangen, Kardamom, Nelken und Sternanis.

Auch wenn wir heuer auf Glühwein- und Punsch-Stände in winterlicher Landschaft verzichten müssen: allein der Duft eines aromatisch gewürzten, dampfenden Wintergetränks strahlt Wärme aus.

Mit Kerzenlicht, Mandarinen, Orangen, Zimtstangen, gebackenen Plätzchen, Tannenzapfen… kann zu Hause die passende Atmosphäre kreiert werden.

Wer das open-Air-Feeling braucht, kann sich den heißen Punsch abfüllen in eine Thermoskanne und ihn nach draußen mitnehmen: den herrlich duftenden Punsch am  Lieblingsplatz in der Natur schlürfen: allein oder zu zweit…

Fertiger Punsch zum Kaufen

Fertigen Punch gibt es u.a. bei Discountern und Supermärkten. Ein Blick auf die Zutaten verrät einem, ob Inhalts- und Zusatzstoffe drin sind, die man eventuell nicht verträgt oder nicht mag. Ein qualitativ höherwertiger Punsch ohne (chemische) Zusatzstoffe/Geschmacksverstärker kostet zwar mehr, ist aber bekömmlicher. Es kann sich also in gesundheitlicher Hinsicht lohnen, nicht zum billigsten und nächstbesten Punsch zu greifen.

Punsch vom Reformhaus in guter Qualität

Der Bio-Siegel „Demeter“ gehört zu den strengsten und traditionsreichsten in Deutschland. Die Getränkemarke „Voelkel“ bietet schon sehr lange (Fruchtsaft)-Getränke in Demeter-Qualität. So auch diverse Punschsorten.

Beim „Hygge Punsch Aeble Mandarin“ dominieren Duft und Geschmack von Mandarinen, Apfel, Ingwer. Nicht allzu gesüßt (mit Rohrrohrzucker) eignet sich diese sanfte Variante für die ganze Familie. Das Heißgetränk enthält Mineralwasser, Apfelsaft, Mandarinensaft, Orangensaft und eine Gewürzmischung aus Zimt, Koriander, Anis, Nelken, Kardamom und Ingwer.

Das ergibt ein fruchtig-süßes Getränk mit harmonisch aufeinander abgestimmten Zutaten. Die Inhaltsstoffe sind entweder aus kontrolliert biologischem oder kontrolliert biologisch-dynamischem Anbau. Er muss nur noch heiß gemacht werden in einem Topf. Aeble Mandarin von Voelkel ist hier erhältlich (AFL). Bei dieser online-Bestellung kommen die Versandkosten hinzu.:

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Wer es herber mag, bzw. den Zuckergehalt und den Gewürzmix selbst bestimmen möchte, kann zum Holunder Bio-Saft von „Schoenenberger“ greifen. Schoenenberger ist eine ebenfalls gut etablierte Reformhausmarke, die auf Qualität bedacht ist.

Eine gewünschte Menge vom Holundersaft in einen Topf schütten, etwas Wasser dazu und mit Gewürzen wie Zimtstange, Kardamom, Ingwer, Nelke und Anis verfeinern. Entweder mit (Rohrrohr-)Zucker oder mit einem echten Bienenhonig süßen. Aber Vorsicht: Bei der Eigenkreation nicht daneben greifen, denn sonst ist es dahin mit dem harmonischen Miteinander der Zutaten. Abseihen nicht vergessen.

Holundersaft für heißen und kalten Punsch von „Schoenenberger/Salus“ gibt es hier (AFL):

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Orangen-Punsch ohne Alkohol zum Selbermachen

Benötigt werden Orangensaft (3 frisch ausgepresste Apfelsinen oder 300 ml  gekauften Orangensaft, 150 ml Apfelsaft, 150 ml Wasser, Zimt, Kardamom, etwas Vanillepulver (oder Mark), Nelken, Ingwer. Den Orangensaft zusammen mit dem Apfelsaft und Wasser in einem Topf leicht erhitzen, Gewürze dazu und circa 20 Minuten ziehen lassen, abseihen.

Punsch mit Schuss

Wem der alkoholfreie Punsch zu soft ist, kann wählen zwischen diversen Sorten mit Rum, Rot- oder Weißwein oder klarem Schnaps. Hier ist darauf zu achten, den kalten Glühwein langsam und gleichmäßig zu erwärmen bei einer Temperatur um 70 Grad in einem Edelstahl-Topf(AFL)https://amzn.to/3mNcWaZ

Optimale Temperatur

Wer die optimale Temperatur schlecht einzuschätzen vermag, kann einen Küchenthermometer zu Hilfe nehmen. Bei Temperaturen über 78/80 Grad riskiert man, dass der Alkohol verdampft: wirkt sich auf den Geschmack und die berauschende Wirkung aus.  Zudem können die Gewürze verbrennen und dem Ganzen eine bittere Note verleihen.

Das Magazin „Oekotest“ verweist in seinem Artikel „Optimale Glühwein-Temperatur: Heiß, aber bitte nicht zu heiß!“ (1) auf einen weiteren möglichen Fehler: Bei zu langem Erhitzen kann das Abbauprodukt Hydroxymethylfurfural (HMF) entstehen, dessen gesundheitliche Wirkungen noch nicht abschließend geklärt seien.

Wer seinen Glühwein selbst macht, geht sicher, keinen billigen Fusel trinken zu müssen – unter der Voraussetzung, dass er bei der Wahl des Rotweins, Schnapses Rums und der übrigen Zutaten auf gute Qualität achtet. Eventuell unverträglichen Zusatzstoffen geht man beim selbst gemachten Punsch elegant aus dem Weg.

Hier ein Rezept mit Rum und Weißwein als alkoholische Grundlage
  • 1,5 l Orangensaft (selbst ausgepresst oder gekauft)
  • 4 Teebeutel Orangen-, Früchte- oder Grüntee
  • Ca. 60ml Rum
  • 0,7 l Weißwein 
  • 1 l Wasser
  • 2 Zimtstangen
  • 10 Gewürznelken
  • Zucker oder Honig nach Belieben

Orangensaft, Wasser und Weißwein in einem Edelstahltopf bei geringer Hitze (zwischen 70 und 80 Grad) erhitzen. Nelken und Zimtstangen zufügen. Die 60ml Rum in den Topf kippen. Das Ganze etwa 30 Minuten gut ziehen lassen (nicht kochen). Punsch nach Belieben mit (Rohrrohr-)Zucker oder Honig süßen – vor dem Trinken das Abseihen nicht vergessen. Wohl bekomm`s!

(1) Zur optimalen Glühwein-Temperatur siehe: https://www.oekotest.de/essen-trinken/Optimale-Gluehwein-Temp

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Augmented Kitchen 2: Deo aus dem Trio Salbei-Nelke-Sternanis

Deo aus der Natur – ohne Aluminiumsalze, ohne Alkohol: der ausgekochte Sud aus Salbei, Nelken und Sternanis ergibt ein wohlriechendes, schweißhemmendes Deo. foto: tk

Was hilft gegen Schwitzen?

Aus der Reihe „Augmented kitchen“, die Lebensmittel aus der Küche zu hilfreichen Heilmitteln oder Kosmetika „erweitert“, diesmal: Salbei-Deo gegen Schwitzen.

Schwitzen ist ein natürlicher Prozess und frischer Schweiß ist zunächst mal geruchsneutral. Erst dann, wenn er mit der Zeit zersetzenden Bakterien begegnet auf unserer Hautoberfläche, kann es unangenehm werden. Um nicht übel zu stinken, benutzen wir u.a. Deos. Salbei als Bestandteil von Deos kann den Schweiß hemmen. Fertige Salbei-Deos gibt es in Drogerien und Apotheken zu kaufen.

Die schweißhemmende Wirkung des Echten Salbeis (Salvia officinalis) wird den ätherischen Ölen zugeschrieben. Bestandteile der ätherischen Öle sind u.a. Thujon, Kampfer und Gerbstoffe. Salbeiblätter haben einen antimikrobiellen, antiviralen und zusammenziehenden Effekt.

Wie wirkt Salbei Schweiß entgegen?

Das vegetative Nervensystem steuert das Schwitzen – und zwar unwillkürlich. Das heißt, dass wir es nicht mit unserem Bewusstsein kontrollieren – ähnlich wie es sich auch beim Atmen verhält: der Körper tut es für uns. Eine wichtige Rolle nimmt beim Schwitzen der Nervenbotenstoff Acetylcholin ein. Vermutet wird, dass Salbei an den Nervenenden der Schweißdrüsen andockt und so den Schweiß hemmt.

Deos mit Aluminiumchloriden („Antitranspirante“ auch „Antiperspirante“ genannt) können zwar fühl- und sichtbar den Schweiß stoppen, aber sie sind in letzter Zeit in Verruf geraten: Immer öfter ist auf Deos zu lesen: „ohne Aluminiumsalze, ohne Alkohol“. Ob und inwiefern Aliminiumsalze schädlich sind und Brustkrebs oder Alzheimer auslösen können, wird kontrovers diskutiert. Einen Konsens scheint es darin zu geben, dass bei Aliminiumsalzen die Konzentration zu beachten ist: Mehr als 15 % sollte sie nicht betragen.

Mit Salbeiblättern lassen sich Deos ohne Aluminiumsalze zur äußerlichen Anwendung herstellen. Die innere Einnahme in Form von Tee kann auch den Schweiß reduzieren. Hier ist aber Vorsicht geboten: Weil der Echte Salbei das Nervengift „Thujon“ beinhaltet, sollte er nicht lange/ununterbrochen eingenommen werden (das alkoholische Kultgetränk „Absinth“ enthält auch Thujon und ist aus diesem Grund umstritten). Dies gilt vor allem für Leute, die zu Epilepsie neigen und für Frauen in der Schwangerschaft bzw. Stillzeit.

Aber äußerlich als Deo angewendet birgt der Salbei nicht diese Risiken. Was aber passieren kann, ist, dass die schweißhemmende Wirkung nach einer gewissen Zeit nachlässt (dies sowohl bei der äußeren wie auch inneren Anwendung).

Wer unter chronischer Hyperhidrose leidet, sollte einen Facharzt (z.B. Dermatologen) zu Rate ziehen. Gemeinsam ließe sich herausbekommen, ob es Sinn macht, mit einer Gleichstrom-Therapie („Iontophorese“) das übermäßige Schwitzen anzugehen oder ein individuell angepasstes Deo mit einer speziellen Konzentration an Aluminiumsalzen auszuprobieren. Hier ist wieder zu beachten, dass Aluminiumsalze stark umstritten sind (siehe weiter oben im Text).

Rezept für Salbei-Deo mit Salbeiblättern, Sternanis und Nelken

Benötigt werden 1 Tasse an frischen Salbeiblättern, 10 Gewürznelken, 2 Stück Sternanis und ca. 1 Liter Wasser.

Einen sauberen Topf nehmen, die gewaschenen und klein geschnittenen Salbeiblätter zusammen mit Nelkenknospen und Sternanis in den Topf füllen, Wasser hinzufügen und 15 Minuten lang unter gelegentlichem Umrühren kochen.

Währenddessen eine Sprühflasche sterilisieren mit heißem Kochwasser.

Den Sud abkühlen lassen und anschließend abseihen. In die Sprühflasche geben und fertig ist das natürliche Deo!

Eine weitere mögliche Variante ist, zusätzlich zum frischen Salbei getrockneten Salbei beizumengen. Oder allein mit getrockneten Salbeiblättern das Deo herstellen. Dabei auf gute Qualität achten (in Reformhäusern, Bioläden oder Apotheken ist loser Salbeitee in guter Qualität erhältlich).