Traubensilberkerze gegen Hitze-Attacken

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Traubensilberkerze soll bei Frauenleiden helfen                 Foto: fotolia

Traubensilberkerze/wilde Schlangenwurzel/indianische Frauenwurzel/Cimicifuga

Die Wirkung der Traubensilberkerze bei Wechseljahresbeschwerden ist umstritten, aber es kann sich lohen, Präparate mit diesem Wirkstoff auszuprobieren. Traubensilberkerze, auch Schlangen- oder Frauenwurzel genannt, wird bereits seit einigen Jahrzehnten bei Wechseljahresbeschwerden gegen Hitzewallungen und Verstimmungen eingesetzt.

Der einen Frau hilft es, der anderen nicht. Traubensilberkerze enthält pflanzliche Östrogene (Phytoöstrogene). Es wird vermutet, dass die Traubensilberkerze positiv auf Knochen, Herz, seelisches Befinden, Vagina und Harnblase wirkt und demgegenüber keinen negativen Einfluss auf das Brust- und Gebärmuttergewebe nimmt. Während der herkömmlichen Hormonersatztherapie mittlerweile attestiert wird, Brustkrebs verursachen zu können, finden sich bei der Traubensilberkerze bisher keine Hinweise auf einen derartigen Zusammenhang. Allerdings sind Nebenwirkungen beobachtet worden: Wer noch (sporadisch) menstruiert, sollte bedenken , dass die Traubensilberkerze Blutungen verstärken kann. Einigen Frauen litten unter Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Übelkeit. Wer die Traubensilberkerze gut verträgt, sollte dennoch nach circa 6 Monaten eine Therapiepause einlegen. Bei Bedarf kann die Behandlung danach wieder aufgegriffen und fortgesetzt werden.

Es gibt auf dem Markt fertige Kombi-Präparate, die neben der wilden Schlangenwurzel Extrakte der Ignatius-Brechnuss und dem Kanadischen Blutwurz enthalten. Ich habe derzeit Kontakt zu zwei Frauen, die angefangen haben, ein solches Kombi-Präparat auf homöopathischer Basis regelmäßig einzunehmen. Sobald sie genügend Beobachtungen gemacht haben und von ihren Erfahrungen berichten können, teilen wir es an dieser Stelle mit.

Schlangenwurzel wird manchmal auch mit Johanniskraut kombiniert. Das zielt dann mehr gegen leichte Depressionen ab.  Johanniskraut sollte möglichst nicht in den Sommermonaten eingenommen werden, weil es lichtempfindlich macht und bei manchen Frauen u.a.  zu Ausschlägen und Röte im Gesicht führt. Generell sollten Allergiegeplagte prüfen, ob sie das Pflanzenmittel ihrer Wahl gut vertragen. Einige Präparate enthalten über die Extrakte der Schlangenwurzel hinaus zusätzliche Stoffe, die frau sich genau ansehen sollte. Isoflavone werden auf dem Markt ebenfalls gegen Wechseljahresbeschwerden angepriesen, ihre Wirkung ist äußerst umstritten, manche schreiben ihr gar schädigende Eigenschaften zu.

 

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