Wechseljahre: Cooles Selbstbewusstsein ist stärker als Hitzeschübe

Lachende Seniorin und ihre Tochter lehnen sich an

Gut drauf in allen Lebenslagen, auch beim Wechsel in die Menopause                  Foto: fotolia

Was bedeuten Wechseljahre für Frauen? Zunächst einmal erlebt jede Frau sie anders. In einigen Ländern sind sie gar kein Thema, während viele Frauen in westlichen Industrieländern wie hier bei uns in Deutschland diese Zeitspanne als extrem gravierenden Einschnitt in ihrem Leben empfinden. Sie klagen über vermehrtes Schwitzen, plötzliche Hitzeschübe, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten, trockene Vagina, Gelenk- und Muskelschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, übermäßige Gereiztheit und einiges mehr.

Es gibt verschiedene Fachausdrücke für die erste, zweite und dritte Phase der Wechseljahre, aber ich empfinde diese Begriffe eher als irritierend, daher benutze ich eher gebräuchliche Ausdrücke wie „Wechseljahre“ oder „Menopause“. Wenn ich den Anfang oder das Ende meine, dann mache ich dies ausdrücklich klar.

Wechseljahre kommen bestimmt

Die Wechseljahre kommen bestimmt, das bringt die Biologie der Frau mit sich.  Der Körper der Frau ist immer weniger in der Lage, ein Ei zum Springen zu bringen. Die Phase der Fruchtbarkeit geht ihrem Ende entgegen. Aber der  Ablauf wird unterschiedlich empfunden.

Woran mag es liegen, dass Wechseljahresbeschwerden bei Frauen in manchen Ländern kaum ein Thema ist? Weil wir Frauen in Deutschland mehr Zeit und Mittel haben, uns eingehender mit diesem Thema zu beschäftigen? Wenn ein Mensch ums pure Überleben kämpfen muss, dann kümmert er sich nicht um etwas, was der Lauf der Zeit zwangsläufig mit sich bringt und wovon alle Geschlechtsgenossinnen ohne Ausnahme betroffen sind: Die Anzahl der in den Eierstöcken angelegten Eibläschen wird immer kleiner, der Östrogenspiegel sinkt. Wobei diese Länder-Theorie nicht auf Japan zutrifft, denn in Japan kämpfen nicht so viele Frauen ums nackte Überleben wie in manchen anderen Ländern dieser Welt, und über die japanischen Frauen wird gesagt, dass die Wechseljahre kaum ein Thema für sie seien. Einfache Zuordnungen lassen sich also nicht vornehmen, das Ganze scheint komplexer zu sein als uns lieb sein mag. Manche meinen, japanische Frauen würden deshalb keine Wechseljahresbeschwerden haben,  weil ihre Ernährung viel Soja-(Produkte) enthalte. Zuverlässige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, ob  viel Soja oder Fisch Frauen vor den lästigen Symptomen bewahren, gibt es leider nicht. Einige schreiben den in Soja-(Produkten) enthaltenen Isoflavonen sogar eine schädliche Wirkung zu, sie zweifeln daran, dass Soja gesund sei. Jede Frau sollte selbst entscheiden, ob und wie viel Soja sie zu sich nimmt. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass genmanipuliertes Soja verkauft wird. Allgemeingültige Empfehlungen kann es an dieser Stelle nicht geben.

Manche spüren es kaum, andere leiden stark unter den Symptomen

Interessanterweise gibt es auch in Deutschland Frauen, die die Wechseljahre kaum wahrnehmen und weitgehend frei sind von Beschwerden. Vielleicht ist es ähnlich wie bei der Menstruation: Manche Mädchen/Frauen verspüren kaum etwas, während andere mit argen Schmerzen tagelang im Bett liegen und sogar zu Medikamenten oder zum  Frauenmanteltee greifen, um das Ganze überhaupt aushalten zu können.

Für manch eine Frau ist es schon schwer genug, hinnehmen zu müssen, dass Männer über 50, 60 oder gar 70 noch Kinder zeugen können. Sie hat deutlich weniger Zeit zu entscheiden, ob sie Kinder möchte oder nicht. Und wenn sie es nicht schafft, diese Entscheidung innerhalb ihrer fruchtbaren Jahre zu fällen, dann ist es zu spät und damit unmöglich, noch Kinder zu bekommen. Es sei denn, sie hat ihre Eier in früheren Jahren einfrieren lassen und startet dann jenseits des 50. Lebensjahres Versuche, auf diesem künstlichen Weg ein Kind zu bekommen. Nun gut, es sieht so aus, als ob die Medizin es den Frauen immer mehr und besser ermöglichen wird, spät und später Kinder zu bekommen. Nicht jede Frau mag ihre Natur künstlich forcieren – und so eine Frau ist von der Natur her gegenüber dem Mann stark benachteiligt.

Also, über die hinzunehmende Unfruchtbarkeit hinaus wird frau mit lästigen Symptomen konfrontiert, die wenig erbaulich sind: plötzliche Hitzewallungen, starkes Schwitzen, verstärkte Schlaf- oder Konzentrationsstörungen, trockenere Vagina.

Hitzeschübe und Schweißausbrüche mitten im Meeting

Es stärkt nicht die Verhandlungsposition einer Frau, die mit 55, 60  mitten in ihrem Beruf steckt und die während des Meetings diese vermaledeite Hitze spürt, die ungebeten aufsteigt. Sie geht vielleicht noch  mit einer Röte einher, die Gesicht, Hals und Dekolleté überzieht. Aber wenn frau cool damit umgeht, statt sich in den Erdboden verkriechen zu wollen, strahlt sie ein Selbstbewusstsein aus, das einen viel stärkeren Eindruck hinterlassen kann als irgendwelche Schübe, die ungebeten kommen. Was frau aber kann, ist, Mittel und Wege auszuprobieren, die derlei Symptome abmildern – aber dazu weiter unten.

Cooles Selbstbewusstsein

Einige Frauen meinen, mit dem Eintritt in die Wechseljahre ihre Attraktivität zu verlieren. Lust- und Sexualempfinden ändern sich. Ist da was dran? Hängen wir Frauen am Tropf der Evolution, die uns nur solange attraktiv hält, wie wir fruchtbar sind und uns vermehren können?

Mädels: Mag sein, dass die Evolution es so angelegt hat – aber ihr habt etwas, das stärker ist als die Millionen Jahre alte Evolution: Euer aktuelles Bewusstsein!!! Ein paar Sekunden dieses coolen Bewusstsein aktivieren und ihr seid in der Lage, die Last der Evolution zu begraben – zumindest für Augenblicke kann dies gelingen. Und wissen wir denn nicht, dass Glück eine Sache des Augenblicks ist und nicht von immerwährender Dauer? Attraktivität, Glück, Genuss… bleiben uns ein Leben lang erhalten, wenn wir unser Bewusstsein so ausrichten, dass wir Evolution und alles, was gegen uns und unsere Lebenszeit sprechen mag, zeitweise ausschalten und uns auf die bright side of life konzentrieren.

Ich meine damit nicht ein Dauergrinsen, sondern das innere Gefühl, ein zufriedener und genussfähiger Mensch zu sein, der sich selbst – und wenn möglich darüber hinaus auch anderen – was Gutes tut. Die Natur der Evolution mag irgendwann gegen die Fruchtbarkeit der Frau sprechen, aber Frau ist schlau genug, den Spieß umzudrehen und die Kraft der Natur für sich zu nutzen. Denn es gibt ne Menge natürlicher Mittel und Methoden, die dabei helfen können, die unangenehmen Folgeerscheinungen der Menopause abzumildern.

An dieser Stelle gilt wie immer: Unsere Tipps ersetzen in keiner Weise die Konsultation beim Arzt!

Wir listen einige Dinge auf, die Euch helfen könnten, die als lästig empfundenen Symptome wie Hitzeschübe, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und anderes zu lindern. Alternative Methoden sind gerade auch deshalb interessant, weil die herkömmliche Hormonersatztherapie in Verruf geraten ist und mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wird.

Bitte daran denken, dass die Wirkung einiger der unten stehenden Mittel und Methoden wissenschaftlich nicht ausreichend belegt ist. Das liegt u.a. daran, dass Präparate mit pflanzlichen Stoffen als Nahrungsergänzungsmittel im Handel angeboten werden – und diese unterliegen nicht dem Arzneimittelgesetz. Da aber viele Frauen die Erfahrung gemacht haben, dass ihnen Soja oder Salbei durchaus hilft, möchten wir euch  mögliche Hilfsmittel und – methoden vorstellen.

In künftigen Beiträgen werden wir auf folgende hilfreiche Mittel und Methoden eingehen: Traubensilberkerze/wilde Schlangenwurzel/indianische Frauenwurzel/Cimicifuga, Ignatius-Brechnuss/Ignatia, Kanadische Blutwurz/Sanguinaria Canadensis, Exkurs: „Hormonpflanzen“, Jungbrunnen Yamswurzel?, Salbei, Bewegung/Sport, Yoga/Entspannungstechniken, Ernährung, Bekleidung.

 

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